„einblicke“ – Ausstellung im Torhaus am Rombergpark

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Janesha Jeyakaran (l.) und Susanne Henning (r.) vom Kulturbüro mit „Bei sich sein“ von Rolf Sablotny. Fotos: IN-StadtMagazine)

Eine schreiende Artemis mit blankem Schädel, Aquarellblumen und ein abstrakter See: Was die Ausstellung „einblicke“ im Torhaus am Rombergpark so besonders macht, ist der Kontrast. Wie der Titel schon sagt, bietet die Ausstellung Einblicke in das professionelle Schaffen Dortmunder KünstlerInnen. Im Rahmen der Kulturförderung lobt das Kulturbüro der Stadt Dortmund jedes Jahr einen Wettbewerb aus. Nach einer Auswahl durch den Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit kauft die Stadt die besten Werke an.

Doch dieses Verfahren wird nicht als Wohltätigkeit von oben herab betrachtet. „Die Künstler setzen ihre Preise“, sagt Susanne Henning vom Kulturbüro, es gibt keine Verhandlungen, der Ausschuss sagt nur noch „ja“ oder „nein“. Dabei ist der Prozess, um mit Hennings Worten zu sprechen, „eigentlich ein 3-Tages-Ding“: Am ersten Tag werden die Werke ins Kulturbüro geliefert, am zweiten Tag vor Ort durch den Ausschuss begutachtet. Noch am selben Tag treffen die Ausschussmitglieder ihre Entscheidung. Die nicht angekauften Bilder holen die betreffenden Kunstschaffenden bereits am dritten Tag wieder ab.

Im Anschluss werden die Werke im Torhaus ausgestellt. In diesem Jahr jedoch folgen „einblicke 2018“ und „einblicke 2019“ unmittelbar aufeinander, weil das Torhaus aus Brandschutzgründen Anfang des Jahres 2019 gesperrt war. Mit dem Ende der Ausstellungen werden die Werke im Kunstarchiv an der Küpferstraße eingelagert, wo sie besichtigt werden können. Interessierte Mitarbeitende der Stadt dürfen die Bilder entleihen, um ihre Büros zu gestalten.

Ingesamt sind es 30 Kunstschaffende, deren Werke der Ausschuss Ende 2018 ausgewählt hat und die nun vom 15. Dezember bis zum 5. Januar zu sehen sind. Bei einem Blick auf die Liste fällt Henning ein Sachverhalt positiv aus: „Es sind eigentlich vorwiegend Frauen“, die mit ihren Bewerbungen erfolgreich waren. Mit 18 weiblichen Namen auf der Liste wird die Dortmunder Kunst hier zu 60 Prozent durch Künstlerinnen repräsentiert.

Die Ausstellung „einblicke 2018“ ist bis zum 5. Januar dienstags bis samstags von 14 bis 18 Uhr und sonn- und feiertags von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

Vom 24. bis zum 26. Dezember ist die Galerie geschlossen. Der Eintritt ist frei.

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