Dortmund hat nun Kulturkitas – fünf erste Einrichtungen vom Kulturbüro zertifiziert

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Auszeichnung der von FABIDO getragenen Kulturkitas mit Stadträtin Daniela Schneckenburger (2. Reihe, 5. v. l.) und Daniel Kunstleben (FABIDO-Geschäftsführer, 3. v.l .). (Foto: Torsten Tullius, Dortmund) Agentur

Ein Jahr lang haben sich die fünf Dortmunder Kindertagesstätten unterschiedlicher Träger darauf vorbereitet. Nun ist es geschafft: Sie dürfen sich offiziell „Kulturkita“ nennen. Alle Kitas haben sich dem Zertifizierungsverfahren durch das Kulturbüro gestellt und die Kriterien erfüllt. Stadträtin Daniela Schneckenburger gratulierte herzlich und nahm am 4.  Juli die Ehrungen auf der UZWEI im Dortmunder U vor. Jede Kita erhielt eine Urkunde, ein „Kulturkita“-Schild und eine digitale Kinderkamera für künftige kreative Experimente.

Die Zertifizierung zur Kulturkita gehört zum Kommunalen Gesamtkonzept „Kulturelle Bildung in Dortmund“. Die fünf Kitas haben an der Entwicklung des Teilkonzepts der Kulturkitas ebenso mitgearbeitet wie das Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg, das Erzieherinnen und Erzieher ausbildet.

Ziel ist es, Kindertageseinrichtungen in ihrer kulturellen Bildungsarbeit zu stärken, Kooperationen mit kulturellen Lernorten zu fördern und verbindliche Strukturen zu schaffen. Das Konzept richtet sich an Kitas, die Interesse haben, ihre Arbeit im musisch-ästhetischen Bereich weiterzuentwickeln.

Die neuen Kulturkitas sind:

  • FABIDO-Familienzentrum Lange Straße,
  • FABIDO-Familienzentrum Lünener Straße,
  • Familienzentrum Bartoldus (Träger: Kath. Kindertageseinrichtungen östl. Ruhrgebiet gGmbH),
  • Kita der DSW21 (Träger: AWO) und
  • FABIDO-Kita Hugo-Sickmann-Straße.

Förderung der kulturellen Bildung im Vorschulalter
Kulturelle Bildung beginnt bereits im Kleinkindalter. Kinder sind unbefangen und aufgeschlossen für Kunst und Kultur, beginnen spielerisch mit dem Malen und Zeichnen, entdecken Tanz als Ausdrucksmöglichkeit. Vorbilder sind in erster Linie Eltern und Geschwister sowie Freundinnen und Freunde. In Kitas erleben Kinder mit Gleichaltrigen sowie Erzieherinnen und Erziehern kulturelle Bildung im Alltag.

Im Jahr 2008 entwickelte das Kulturbüro mit dem Land NRW ein Teilkonzept für die Förderung der kulturellen Bildung im Vorschulalter. Zehn Jahre lang wurden seitdem erfolgreich Erzieherinnen und Erzieher aus- und weitergebildet, arbeiteten Künstlerinnen und Künstler mit und in den Kitas und wurden die entstandenen Arbeiten professionell präsentiert. Nun ist es Zeit für etwas Neues – für die „Kulturkitas“.

Nach der Zertifizierung der ersten fünf Einrichtungen können sich nun auch andere Kitas auf den Weg zur Kulturkita machen. Drei Jahre nach der Zertifizierung sollen die Voraussetzungen erneut überprüft werden.

Kommunales Gesamtkonzept
Vor zwölf Jahren (2007) startete das Land Nordrhein-Westfalen den Wettbewerb zur Entwicklung Kommunaler Gesamtkonzepte für die Kulturelle Bildung auf dem Weg zum Kinder-und Jugendkulturland NRW. Auch die Stadt Dortmund unter Federführung des Kulturbüros beteiligte sich am landesweiten Wettbewerb und wurde als eine der Modellkommunen gefördert. Seit diesem Auftakt entwickelt das Kulturbüro das Konzept stetig weiter und erhielt 2009 und 2016 dafür weitere Auszeichnungen vom Land.

Entstanden ist inzwischen ein differenziertes und stabiles Netzwerk unterschiedlicher Kulturinstitutionen, die in der kulturellen Bildung aktiv sind – öffentliche ebenso wie solche in freier Trägerschaft. Das Netzwerk bildet die Basis für zahlreiche neue Vorhaben, Qualifizierungsmaßnahmen und Projekte, die alle Altersgruppen von Kindern und Jugendlichen einbezieht.

 

 

 

 

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