Die Zufälligkeit der Kunst – Ausstellung im Torhaus

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Angela Adele Möllenbeck zeigt Weiblichkeit und die Männlichkeit. (Foto: IN-StadtMagazine)

Schwarz ist das weibliche Prinzip, rot das männliche. Oder auch andersherum. „Es sind eben zwei Pole und dazwischen ist unendlich viel“, sagt Angela Adele Möllenbeck, während sie auf zwei ihrer Bilder an der Wand des Torhauses am Rombergpark blickt. Eigentlich, sagt sie, müsste noch ein schwarzer Stern auf weißem Grund dazwischen, um „unserer engen Sicht auf die Sexualität und die Geschlechterzuweisung“ zu begegnen. Am 9. Februar eröffnete sie ihre Ausstellung „Form in Farbe und Stein“ im Torhaus.

Farbe, Form und Fläche sind die Prinzipien von Möllenbecks Kunst, die noch bis zum 1. März zu sehen ist. Entsprechend gestaltet sie den Entwicklungsprozess ihrer Bilder. Nachdem sie das Format gewählt hat, entscheidet sie sich für die erste Farbe. Dann folgt „ein Prozess, wo sich das Eine aus dem Anderen entwickelt“. „Irgendwelche Bewertungskriterien gibt es dann nicht mehr“, sie kommen erst zum Tragen, wenn Möllenbeck zurücktritt und wieder „Distanz“ gewinnt.

Erst dann bewertet sie und vergibt den Titel, der so in einer zufälligen Abhängigkeit vom Ergebnis steht. Die Interpretation nun ist den BetrachterInnen vorbehalten. „Biographie“ nennt sie zwei ihrer Bilder, doch wessen Biographie sie hier darstellt, lässt sie offen: „Wenn Sie hingucken, kann es auch Ihre sein.“

Die Ausstellung „Form in Farbe und Stein“ ist dienstags bis samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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