Der unbekannte Sound Lateinamerikas: Charango- und Kanun-Festival im DKH

0
8
(v. l.) Nicolas Vaca Weber von Amigos de Bolivia, Leyla Brust (Leitung soziokultureller Bereich DKH), Irene Stabel, Gaston Bejarano (Inti Punchai), Berenice Becerril Ortiz (Stadtteilschule) und DKH-Direktor Levent Arslan. (Foto: Katrin Pinetzki, Stadt Dortmund)

Lateinamerikanische Musik – da denken die meisten Menschen an Salsa, Tango oder Reggaeton. Tiefer eintauchen in die musikalischen Traditionen und die Kultur Südamerikas kann man am Freitag, 6. September beim Charango- und Kanun-Festival im Dietrich-Keuning-Haus.

Das Charango und der Kanun sind Zupfinstrumente aus Südamerika, die in Europa kaum jemand kennt – und die nur selten zu hören sind. Eine Ausnahme bildet das Dietrich-Keuning-Haus: Bereits zum zweiten Mal findet dort nun ein kleines Festival statt, das die „Exoten“ vorstellt. Dabei sind Charango und Kanun erstmals gemeinsam zu hören. Am Freitag, 6. September, ab 20 Uhr kann man an der Leopoldstr. 50-58 die Instrumente bestaunen und ihre gefühlvolle, melancholische und zugleich fröhliche Musik hören. Ein Teil des Erlöses der Veranstaltung geht an die freiwilligen Helfer beim Brand im Amazonas.

Das Charango ist ein kleines, zehnsaitiges Zupfinstrument. Über 30 Jahre lang sammelte der Ulmer Walter Kässbohrer Charangos aus verschiedenen Regionen der Andengebiete in Südamerika. Ein ausgesuchter Teil dieser einzigartigen Sammlung wird im Rahmen des Festivals präsentiert. Darunter befinden sich auch historische Instrumente, die aus dem Panzer eines Gürteltieres gefertigt wurden – eine Praxis, die inzwischen verboten wurde. Der Kanun ist eine syrische Kastenzither und erinnert an eine liegende Harfe. Sie besitzt 76 Saiten.

Ausgestellt werden zudem handgewebte, farbenfrohe Stoffe von Frauen aus verschiedenen Regionen Boliviens. Die Ethnologin und Künstlerin Dagmar Bangert wird einige Erläuterungen dazu geben. Sowohl die Instrumente als auch die Stoffe spiegeln auf einzigartige Weise das Gefühl und die Gedanken der Bewohner der Berge und Täler in den Anden Boliviens wider. Maestro Antonio Perez, ein Instrumentenbauer aus Bolivien, wird eine Einführung in die Kunst des Charangobauens geben. Auch eine Einführung in die Kunst der bolivianischen Webkunst ist ein Teil des Programms. Dazu gibt es bolivianische Spezialitäten.

Die Musikerinnen und Musiker gehören zu den besten in Europa und bringen jede und jeder einen anderen Stil mit. Zu den Künstlerinnen und Künstlern gehören die Kanun-Spieler Tarek Tabit aus Syrien und Tobias Bülow aus Deutschland, das Charango spielen Betty Paz, Rosalio Ochoa-Sucre, Antonio Perez und Inti Punchai aus Bolivien. Die Gruppe „Amigos de Bolivia“ präsentiert die traditionellen Tänze Tinku und Tobas.

Karten gibt es im Vorverkauf für 10 Euro, Abendkasse 14 Euro. Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie Seniorinnen und Senioren erhalten eine Ermäßigung von 8 Euro.

Vorverkauf per E-Mail: Inti.punchai@gmail.com oder telefonisch: 0160/4689038 oder 0172/7722164 oder 0172/7722164.

 

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
500