Kommunale Projektpartnerschaften wichtig für zukunftsfähiges Dortmund

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Menschen aus über 180 Nationen sind in Dortmund zuhause. Akteure wie u. a. Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Sportvereine und Unternehmen beschleunigen die Internationalisierung der Stadt. Vor dem Hintergrund globaler Herausforderungen, ist die internationale Ausrichtung einer Kommune ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit. Übersetzt heißt das, nur wenn Dortmund international aufgestellt ist, kann die Stadt zukunftsfähig sein.

Die Stadt Dortmund sieht sich zudem der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung verpflichtet, die weltweit der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen soll. Die Botschaft der Agenda 2030 wird über die im Jahr 2015 von den UN verabschiedeten 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals – SDGs) und 169 Unterziele transportiert.

Ziel 17 der Nachhaltigkeitsziele steht für eine Globale Partnerschaft, die auf einem Geist verstärkter internationaler Solidarität gründet. Kommunen sind somit angehalten, solidarisch zu agieren und sich gegenseitig bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen.

Daher möchte auch die Stadt Dortmund sich verstärkt im Bereich der kommunalen Entwicklungspolitik sowie der Projektbezogenen, internationalen kommunalen Zusammenarbeit engagieren.

Koordiniert werden die Aktivitäten im Rahmen der Partnerschaften vom Büro für Internationale Beziehungen und Nachhaltige Entwicklung in Zusammenarbeit mit dem Umweltamt, der Wirtschaftsförderung, dem Dezernat 2 und dem Chief Information/Innovation Office.

Ziel ist dabei eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, deren Mehrwert für beide Partner auf Gegenseitigkeit beruht und die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in beiden Ländern bzw. Regionen fördert. Die Projektkommunen suchen sich hierbei jeweils Themen, an denen beide arbeiten und sich dabei unterstützen Lösungen zu finden.

Der Klimawandel stellt Kommunen weltweit vor große Herausforderungen. Dortmund möchte gemeinsam mit der Kumasi, Ghana, sich in Form einer Klimapartnerschaft diesen Herausforderungen stellen. Beide Städte befassen sich aktuell mit der Erarbeitung eines stadtweiten Klimaanpassungskonzeptes. Die zeitgleiche Erarbeitung eines Masterplans soll neue Impulse für die jeweiligen Masterpläne setzen. Über ein Memorandum of Understanding, der derzeit in Vorbereitung ist, werden detaillierte Inhalte festgehalten.

Die Stadtverwaltung Dabolas, Guinea, möchte sich für bessere Lebensbedingungen ihrer 42.000 Mitbürger*innen einsetzen und sieht dabei im Bereich Abfallentsorgung und Umweltbildung einen wichtigen Fokus. Von der EDG – Entsorgung Dortmund GmbH möchte man sich über erfolgreiche Projekte v. a. im Bereich der schulischen Umweltbildung und der gesellschaftliche Sensibilisierung für den Umgang mit Müll austauschen.

Bei der Partnerschaft mit der Stadt Cluj-Napoca, Rumänien, liegen thematische Schwerpunkte im Bereich Energie/Wasser, Technologie und Digitalisierung und Innovationsökosysteme, hier gibt es zahlreiche Gemeinsamkeiten zwischen beiden Städten.

Dortmund pflegt seit 2018 eine kommunale Projektpartnerschaft mit der Stadt Dura, Palästina. Gemeinsame Projekte sollen zur Verbesserung der Lebenssituation vor Ort beitragen. Im Rahmen der Partnerschaft konnten bereits zahlreiche Akzente im Bereich Müll (Spende eines Müllfahrzeugs durch die EDG) sowie im Bereich Verbesserung der medizinischen Versorgung durch einen Hospitanten-Austausch mit dem Klinikum Dortmund gesetzt werden.

Das Projekt „Jeder Tropfen zählt“ des Weltladens Aplerbeck kommt seit 2008 Menschen in verschiedenen Regionen des Kreises Bondo zugute. Die Stadt Dortmund unterstützt das Projekt in beratender Hinsicht und konnte hierfür bereits die Unterstützung durch Unternehmen gewinnen.

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