Kommunale Projekte gemeinsam denken und umsetzen: Dortmund und Cluj-Napoca unterzeichnen Vereinbarung

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OB Ullrich Sierau und Wulf-Christian Ehrich, stellv. Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund, während der Unterzeichnung. (Foto: Thorsten Tullius/Stadt Dortmund))

Als international orientierte Stadt pflegt Dortmund zahlreiche Beziehungen zu Partnern in der ganzen Welt. Akteure wie Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen sowie die Zivilgesellschaft nehmen dabei eine zentrale Rolle ein:

Global agierende Dortmunder Unternehmen haben sich längst auf den Spitzenplätzen des Weltmarktes behauptet und das gut funktionierende Ökosystem aus Start-ups, etablierten Unternehmen, Wissenschaft und Politik bringt sowohl Studierende aus der ganzen Welt als auch international anerkannte Forschungseinrichtungen nach Dortmund.

Vor dem Hintergrund der dynamisch voranschreitenden Globalisierung sowie zunehmend grenzüberschreitender Herausforderungen wie dem Klimawandel, ist die internationale Ausrichtung ein wesentlicher Bestandteil einer zukunftsfähigen Kommunalpolitik. Kommunale Projektpartnerschaften sollen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen eine wichtige Rolle spielen, vor allem, wenn es um europäische Partnerschaften geht. Diese Form der Projektpartnerschaften ist auf eine langfristige Kooperation in Feldern gemeinsamen Interesses und basierend auf den Stärken beider Seiten angelegt.

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau hat Ende Juli mit seinem Amtskollegen Emil Boc aus der rumänischen Stadt Cluj-Napoca (ehemals Klausenburg) einen Letter of Intent unterzeichnet, um eine kommunale Projektpartnerschaft einzugehen.

Zwischen Dortmund und Cluj-Napoca gibt es viele Gemeinsamkeiten: beide Städte sind Hochschulstädte, in Dortmund studieren mehr als 50.000 Studierende, in Cluj-Napoca sogar 80.000. Die exzellente Vernetzung der Hochschulen mit der lokalen Wirtschaft tragen zu einer sehr dynamischen Entwicklung gerade in den Bereich Informationstechnologie, Digitalisierung und Innovationsforschung bei. Beide Städte sind zudem über eine direkte Flugverbindung miteinander verbunden.

Im Zentrum der Vereinbarung steht der Austausch insbesondere zu den Themen Digitalisierung und Smart City, Technologie- und Start-up -Förderung, Weiterentwicklung als Innovationscluster, Nachhaltigkeit und Daseinsvorsorge. Die Kooperation soll neue Perspektiven und Erkenntnisse ermöglichen und zu Innovationen auch auf der Ebene der kommunalen Verwaltung führen. „Für die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen bedarf es nicht nur technologischer Innovationen, sondern vor allem auch innovativen kommunalen Handelns. Vom Austausch mit der dynamischen Stadt Cluj-Napoca erhoffen wir uns zahlreiche Impulse und gegenseitigen Wissenstransfer“, so Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

„In diesen komplizierten Zeiten wird es immer deutlicher, dass Zusammenarbeit der Schlüssel ist, um weiterzumachen und mit den Herausforderungen Schritt halten zu können. Wir sind alle miteinander verbunden und gemeinsam sind wir immer effizienter, nachhaltiger und haben eine bessere Chance auf Erfolg. Diese Partnerschaft ermöglicht es Cluj, seinen „Ecosystem not Egosystem“-Ansatz innerhalb Europas zu erweitern, mit Städten und Menschen, die gemeinsame Werte, Zielsetzungen und Ziele haben“, erklärt Emil Boc, Bürgermeister von Cluj-Napoca. Zudem möchte man sich in Zukunft auch gemeinsam an europäischen Ausschreibungen bewerben.

Der Weg zum Austausch beider Städte wurde durch den Gesandten der Deutschen Botschaft in Bukarest Kai Hennig – ein gebürtiger Dortmunder und der Stadt stets verbunden – geebnet. „Rumänien ist ein wichtiger Partner Deutschlands, insbesondere im Rahmen der Europäischen Union: wirtschaftlich, kulturell und politisch. Die vorgesehenen gemeinsamen Projekte werden diese Partnerschaft auf kommunaler Ebene durch die zahlreichen Berührungspunkte und gleichen Interessen von Dortmund und Cluj unterstützen und verstärken“, so Hennig.

Koordiniert wird die Projektpartnerschaft von dem Büro für Internationale Beziehungen und Nachhaltige Entwicklung der Stadt Dortmund und dem Büro für Internationale Angelegenheiten und ausländische Investitionen der Stadt Cluj.

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