Kliniken rüsten auf – Klinikum Nord und Knappschaftskrankenhaus als Schwerpunktkliniken

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Das Knappschaftskrankenhaus in Brackel . (Archivfoto: IN-StadtMagazine)

Sollte sich die Lage verschärfen, d. h. sollten Menschen in größerem Maße an Coronavirus-Infektionen erkranken, würde die stationäre Versorgung in den zwei Schwerpunktkrankenhäusern Klinikum Nord und Knappschaftskrankenhaus in Brackel vorgenommen werden, bestätigte er die letzte Woche schon angekündigte Maßnahme. Als dritten Schwerpunkt ist das St.-Johannes-Krankenhaus geplant, sollte noch weiterer Bedarf bestehen.

Dr. Renken: „Die Diagnostikstelle am Klinikum Nord ist zunächst für den ambulanten Bereich gedacht. Die Stelle ist aber auch schon als kleine Behandlungseinheit aktiv, d.  h. Betroffenen mit einer Infekt-Symptomatik kann dort schon durch die anwesenden Kassenärzte geholfen werden.“ In den drei Schwerpunktkrankenhäusern stehen insgesamt 760 Betten zur Verfügung „und nach derzeitigem Stand sind es 100 Beatmungsplätze. Es sind weitere Beatmungsgeräte beantragt worden“, so Dr. Renken. Mit den beantragten Geräten wären die Häuser in der Lage, ihre Beatmungskapazität auf bis zu 200 Betten auszubauen.

Behelfskrankenhaus in Prüfung
Die Feuerwehr ist beauftragt, Möglichkeiten für ein Behelfskrankenhaus zu prüfen. Denkbar sind große Hallen, wie etwa die Westfalenhallen oder auch große Sporthallen. Derzeit prüft die Feuerwehr, ob dort Lösungen aufgebaut werden können nach Kriterien wie etwa ob innerhalb dieser Hallen kleinere Räume für, z. B. Aufenthalts-, Schlaf- und Behandlungsmöglichkeiten geschaffen werden können. Dazu Dr. Renken: „Das hat unter anderem mit den Ressourcen der Umgebung zu tun, weil man für den pflegerischen Bereich die notwendigen sanitären Einrichtungen benötigt, die über Toilettenanlagen hinaus gehen.“

Alternativen sind außerdem Schulen, die frei sind und über Duschen verfügen. Darüber hinaus müssen personelle Ressourcen geschaffen werden und die Belieferung von Material muss sichergestellt sein. Der Mediziner erklärte: „Wir gehen davon aus, dass wir ggf. bis zu 1.000 weitere Betten benötigen, um einem schweren Verlauf gerecht werden zu können.“

Alle anderen Dortmunder Kliniken und Krankenhäuser entlasten die Schwerpunktkrankenhäuser, indem sie Patient*innen übernehmen, die nicht am Coronavirus erkrankt sind. „Wir haben eine sehr gute Planungsgrundlage und sind damit für die Stadt Dortmund und die Bürger*innen gut aufgestellt“, ist Dr. Renken zuversichtlich.

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