Ist Lüdos bekanntester Leerstand bald Geschichte?

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Kik ist den Lütgendortmundern geblieben. Der Rest: leere Fenster. Jetzt aber soll sich im „Konze-Gebäude“ etwas tun. (Foto: IN-StadtMagazine)

Umbaupläne für „Galerie Konze“ sind fertiggestellt

Fragt man die Lütgendortmunder nach den dringlichsten Baustellen im Ort, gibt es kaum zwei Meinungen. Kein Wunder, denn zentraler als die seit dem Rewe-Umzug brach liegende „Konze-Immobilie“ kann ein Gebäude nun mal nicht liegen. Lange schien es wie eine Sysiphos-Aufgabe, mit den Eigentümern des Komplexes in Kontakt zu kommen und eine Neunutzung voranzutreiben. Seit Ende des vergangenen Jahres aber tut sich nun doch etwas an der Werner Straße.

Die ROSCO Centermanagement und Immobilienverwaltung GmbH, seit August 2019 in Besitz des Grundstücks, hat mittlerweile recht konkrete Modernisierungspläne und mit allen angedachten Mietern Vorverträge abgeschlossen. Noch im März soll der entsprechende Bauantrag eingereicht werden. Rosco-Geschäftsführer Rüdiger Pinno hofft auf eine Erteilung der Baugenehmigung bis zum Frühsommer. In diesem Falle wäre die renovierte und umgebaute Galerie Konze im Frühling 2021 bezugsfertig.

Beherbergen würde sie – neben den derzeitigen Mietern Kik und Kfz-Zulassungen Kroschke – mit Woolworth erstmals seit vergangenen „Konze-Zeiten“ wieder ein Kaufhaus mit Vollsortiment. Mit der Ansiedlung von Rossmann würde darüber hinaus der Wunsch vieler Lütgendortmunder nach einem Drogeriemarkt erfüllt. Während in den 2. Stock ein Fitness-Center einziehen soll, scheint Lüdo im Untergeschoss bald über eine echte Freizeit-Trumpfkarte verfügen zu können, plant doch hier das Unternehmen „Lasertag“ die Errichtung einer Anlage. Ein kleiner Backshop soll das Ensemble abrunden, fraglich ist lediglich noch, ob das Gebäude auch weiterhin ein Restaurant beherbergt.

Insgesamt also erfreuliche Nachrichten für die Bürger Lütgendortmunds, auch wenn die ganze Angelegenheit noch nicht abschließend unter Dach und Fach ist – mindert der Leerstand die Attraktivität des Ortskerns doch schon seit langem erheblich.
Ein Problem allerdings scheint nicht wirklich gelöst zu sein, und jeder Sparkassen- oder Volksbank-Kunde ahnt sofort, um was es geht: Die Jagd nach Parkplätzen um das Konze-Grundstück herum könnte mit der Wiederbelebung des Hauses an Sportlichkeit noch deutlich zunehmen. Oder haben die Verantwortlichen hier noch einen ungenannten Trumpf im Ärmel?

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