Initiativen stellen klar: Keine Einigung zum Weg an den Westfalenhallen

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Die 33 Organisationen kritisieren die einseitige Verkündung einer angeblichen Einigung. (Foto: Jan Rocho)

Am 18. November haben 33 Organisationen und Initiativen die Anregung an den Rat der Stadt Dortmund eingebracht, den Weg zwischen der Lindemannbrücke und der Strobelallee dauerhaft und ohne temporäre Sperrungen offen zu halten. Außerdem wurde angeregt, beim Neubau der Lindemannbrücke den Radverkehr geradlinig in Richtung Strobelallee zu führen.

Am 19. November fand ein schon länger geplantes Gespräch zwischen dem Oberbürgermeister, den zuständigen Dezernenten, Vertretern von Planungs- und Tiefbauamt und der Westfalenhallen, der Polizei und des ADFC statt. Thema war der Wunsch der Westfalenhallen, den Weg zwischen der Lindemannbrücke und der Strobelallee dauerhaft für Rad- und Fußverkehr zu schließen.

Im Anschluss an dieses Gespräch kam es offenbar zu Äußerungen von Mitgliedern des Verwaltungsvorstandes gegenüber Medienvertretern, die von diesen so interpretiert wurden, dass es eine Einigung mit den 33 Organisationen und Initiativen gegeben habe. Diese Äußerungen waren weder mit dem ADFC noch mit den anderen 32 Organisationen abgesprochen.

Darum möchten wir klarstellen:

1. Wir begrüßen, dass eine dauerhafte Sperrung des Wegs vom Tisch ist.

2. Ein wesentlicher Teil der Anregung an den Rat ist aber auch der Verzicht auf temporäre Sperrungen. Daran hat sich nichts geändert, denn im Alltagsverkehr und insbesondere auf dem Weg zum Bahnhaltepunkt Signal-Iduna-Park sind verlässliche Geh- und Fahrzeiten erforderlich. Temporäre Sperrungen wirken fast so negativ wie eine dauerhafte Sperrung, weil die Zeit für den Umweg immer mit eingeplant werden müsste. Für zu-Fuß-Gehende würden die Umleitungen zu spürbaren Umwegen führen und das Ziel einer emissionsreduzierten Stadt würde konterkariert. Wir sind der Ansicht, dass eine verträgliche Abwicklung des Lieferverkehrs ohne temporäre Sperrungen problemlos möglich ist, wenn gute Sichtbeziehungen gewährleistet sind. Dazu müsste lediglich die Anzahl der Lkw, die sich gleichzeitig auf dem Verbindungsweg befinden dürfen, vom Pförtner an der Schrankenanlage begrenzt werden und es müsste sichergestellt sein, dass diese Lkw geordnet parken.

3. Zu dem Gespräch waren 32 der 33 Organisationen und Initiativen gar nicht eingeladen. Der ADFC ist nicht Stellvertreter der übrigen Organisationen und war vom Oberbürgermeister auch nicht in einer solchen Funktion eingeladen worden. Er hätte also gar nicht im Namen der anderen Organisationen einer Einigung zustimmen können.

4. Der ADFC hat auch nicht im eigenen Namen einer Einigung zugestimmt, sondern auf die schlechten (Umleitungs-)Wegebeziehungen für Radfahrer bei einer temporären Sperrung hingewiesen.

5. Die 33 Organisationen und Initiativen sind selbstverständlich an einer Einigung interessiert und gesprächsbereit. Sie halten es nicht für zielführend, weiter über die Medien zu kommunizieren, sondern werden erneut das direkte Gespräch suchen. Sie halten es auch nicht für zielführend, wenn eine Seite einseitig eine Einigung verkündet, die es nicht gibt.

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