IGA-Ideenwettbewerb für Dortmund läuft an – „Social Distancing“ auch bei beteiligten Planungsbüros

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Blick vom Deusenberg auf die Kokerei Hansa. (Foto: Stadt Dortmund)

Die „zweite Realität“, nämlich die in den Online-Medien, wird in diesen Tagen für viele (hoffentlich nur vorübergehend) zur ersten. Aber es gibt eben Bereiche, bei denen der virtuelle Ersatz an seine Grenzen stößt.

So aktuell beispielsweise der Fall bei den anlaufenden Planungen für die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027. Die IGA wird sich als erste dezentrale Veranstaltung ihrer Art über das komplette Ruhrgebiet erstrecken und dabei über fünf „Zukunftsgärten“ verfügen, denen im Rahmen der Veranstaltung die Aufgabe als „Drehscheiben“ bzw. Ankerpunkten zukommen soll. Dortmunds geplanter Zukunftsgarten „Emscher nordwärts“ erstreckt sich von der Huckarder Kokerei Hansa bis zum Nahverkehrsmuseum Mooskamp, und umfasst dabei auch Teile des Deusenbergs.

Wie seine vier „Geschwister“ in Duisburg, Gelsenkirchen, Bergkamen/Lünen sowie dem Kreis Recklinghausen soll auch diese Anlage den Bürgern nach Ende der Gartenschau erhalten bleiben. Um die kreative Ausgestaltung der Fläche wetteifern derzeit rund 20 internationale Planungsbüros mit ihren Konzepten, denn Dortmund bildet den Auftakt eines Ideenwettbewerbs, der anschließend an den weiteren beteiligten Standorten fortgesetzt wird.

Das ursprünglich geplante Kolloquium aller beteiligten Büros mit gemeinsamer Exkursion indes wurde aus offensichtlichen Gründen vor einigen Wochen gecancelt. Da allerdings auch die hochauflösendsten Bilder auf Google Earth den persönlichen Eindruck vor Ort nicht ersetzen könnten, sind sämtliche Ideenschmieden nunmehr dazu aufgerufen, das Areal auf eigene Faust in Augenschein zu nehmen.

Für Rückfragen bei Preisrichtern oder Organisatoren erfolgt dann wiederum der Rückgriff auf die digitale Welt. Wem also in näherer Zukunft beim Spaziergang zwischen Huckarde und Nette suchend dreinblickende Zweiergruppen auffallen sollten, kann annehmen, dass es sich nicht um desorientierte Besucher handelt, sondern vermutlich um Planer, die gedanklich gerade an Dortmunds Zukunft basteln.

Im Juli schließlich rechnen die Organisatoren mit ersten Wettbewerbsergebnissen, die anschließend in einer öffentlichen Ausstellung besichtigt werden können.

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Bini
Bini

Wir lieben den Deusenberg zu jeder Jahreszeit ein toller Aussichtspunkt. Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung. 👍