Hallo Welt, hallo Emma! – Der BVB-Kreißsaal im Klinikum Dortmund

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Margot Lefarth ist Leitende Hebamme im Kreißsaal des Klinikums Dortmund. (Foto: IN-StadtMagazine)

„Gerade große BVB-Fans sind stolz, wenn ihr Neugeborenes im BVB-Kreißsaal das Licht der Welt erblickt hat.“ Das weiß Margot Lefarth aus ihrer täglichen Praxis. Sie ist Leitende Hebamme im Klinikum Dortmund, wo ein BVB-Kreißsaal die Kleinen in Schwarz-Gelb begrüßt.

Im Zentrum steht hier neben dem gelb bezogenen Kreißbett die gelbe Gebärwanne. Als der Kreißsaal im Jahr 2013 in den Neubau an der Beurhausstraße zog, befand sich die Wanne bereits im Besitz des Klinikums und passte bei der Neugestaltung des Kreißsaals bestens ins Bild: Neben einem Vorhang mit Fotodruck, der einen Rasen und einen Fußball zeigt, sowie einer Dortmunder Skyline mit BVB-Logo wirkt die Wanne, als wäre sie schon immer für einen BVB-Kreißsaal gedacht gewesen.

Die anthrazitfarbene Schrankwand hinter dem Kreißbett tut ihr Übriges für einen schwarz-gelben Willkommensgruß. Und wer genauer hinschaut, erkennt die Autogramme rund um die Skyline an der Wand. Jürgen Klopp, Adrián Ramos, Sebastian Kehl, Sokratis Papastathopoulos und viele andere BVB-Größen haben sich hier verewigt. Teilweise waren sie im Rahmen der Kooperation zwischen BVB und Klinikum vor Ort. Einige von ihnen hielten hier aber auch selbst ihre Kinder zum ersten Mal im Arm.

Vielleicht trugen die kleinen Stars da bereits den Schlafsack, den der BVB jedem Neugeborenen im Klinikum Dortmund sponsert. Auf diese Weise leistet er Aufklärungsarbeit: Eine Decke im Babybett zu vermeiden und stattdessen einen wärmenden Schlafsack zu verwenden, beugt dem „Plötzlichen Kindstod“ vor. So wird die Wahrscheinlichkeit eines Atemrückstaus oder einer Überwärmung reduziert.

Doch Babyschlafsäcke stellen eine kostspielige Anschaffung dar. Mit knapp 35 Euro gehört der BVB-Schlafsack noch zu den verhältnismäßig günstigen Modellen. Deshalb verfolgt der BVB mit der Schlafsack-Versorgung des Klinikums auch das Ziel, „sozial benachteiligen Familien“ zu helfen, „ihren Neugeborenen einen guten Start in das Leben zu ermöglichen“, wie es im Flyer zum Projekt heißt.

Viele BVB-Fans entscheiden sich aus all diesen Gründen, ihr Kind im Klinikum Dortmund zur Welt zu bringen. Für Lefarth ist aber klar: Den BVB-Kreißsaal „kann man nicht reservieren, weil Geburtshilfe einfach nicht planbar ist“. Wenn es aber passt und die Paare fragen bei ihrer Ankunft nach dem BVB-Kreißsaal – sei es wegen der Einrichtung oder der Gebärwanne, die es nur in diesem Raum gibt – dürfen sie ihn natürlich nutzen.

Auf jeden Fall aber werden alle Mütter und Kinder im Klinikum Dortmund nach der höchsten Sicherheitsstufe versorgt. Wenn sie gesund sind und es nicht zu Komplikationen kommt, steht ihnen umgekehrt eine „interventionsarme“ „physiologische Geburt“ offen. Sicher ist jedem Neugeborenen aber ein kleiner Schlafsack mit einem Bild der schlummernden BVB-Emma.

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