Gustav, die Hütegans von Gut Königsmühle

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Gustav wacht über die Schafsherde und weicht nicht von ihrer Seite. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Ruhig und gelassen grasen die über dreißig Tiere einer Schafsherde auf der großen Wiese von Gut Königsmühle in der warmen Sonne. Von einem Hütehund, der die Herde bewacht, ist weit und breit nichts zu sehen.

Doch dann taucht plötzlich inmitten der vierbeinigen Wolllieferanten ein rotfüßiges Federtier auf: Gustav, die Hütegans von Gut Königsmühle. Allem Anschein nach hat er den Job des Hütehundes übernommen, denn er beobachtet ständig ganz genau das Umfeld und weicht den Schafen nicht von der Seite.

Gustav wurde vor vier Jahren mit zwei seiner Artgenossen in Nette vom Veterinäramt „aufgegriffen“, da sie keinem Besitzer zuzuordnen waren. Dank der großen Hilfsbereitschaft und Tierliebe der Bewohner der Wohn- und Lebensgemeinschaft des Christopherus-Hauses e. V. und ihrer Einrichtungsleiterin Ulrike Hartung fanden die Gänse dann auf Gut Königsmühle ein neues Zuhause.

Leider wurden zwei Mitglieder des Trios jeweils kurz vor Weihnachten von der Weide gestohlen und verloren so vermutlich als Festtagsschmaus ihr Leben. So ist Gustav der einzige Überlebende und muss mittlerweile aufgrund seines Alters auch nicht mehr befürchten, dass ihm das gleiche Schicksal widerfährt. Daher verdankt der Gänserich seinen Namen zu Recht dem Glückspilz Gustav Gans aus der Donald Duck Comicreihe.
Da Gänse ein monogames Leben führen, fällte Gustav die Entscheidung, sich der Schafsherde anzuschließen und ihre Lebensform zu übernehmen. Inzwischen scheint es so, dass er sich vollständig integriert hat und von der Herde akzeptiert wird.

Neben Gustav und den Schafen werden von der Wohn- und Lebensgemeinschaft auf Gut Königsmühle noch viele weitere Tiere wie Ziegen, Hühner, Enten, Kaninchen sowie die Esel Jeronimo und Jolante betreut.

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