„Grüner Korridor“ für Fußgänger und Radfahrer soll durch Gewerbegebiet führen

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Zur Realisierung des Projekts hat die Stadt Dortmund die ehemalige Gleis-Trasse im Gewerbegebiet Westfaliastraße gekauft. © Stadt Dortmund

Im Rahmen der Ruhr-Konferenz fördert das Land Nordrhein-Westfalen mit dem „Aktionsprogramm Grüne Lückenschlüsse“ die Grüne Infrastruktur im Ruhrgebiet. Umweltministerin Ursula Heinen-Esser übergab den Förderbescheid in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro am 16. Juli 2020 an den Regionalverband Ruhr (RVR).

Auch die Stadt Dortmund hat sich erfolgreich an dem „Aktionsprogramm Grüne Lückenschlüsse“ beteiligt. Mit der bewilligten Maßnahme „Grüner Korridor – Flächenankauf im Bereich Gewerbegebiet Westfaliastraße“ verfolgt das Amt für Stadterneuerung das Ziel, die Grundlage für die Entwicklung einer grünen Fuß- und Radwegeverbindung zu schaffen. Die betreffenden Flächen erstrecken sich entlang einer ungenutzten Gleistrasse inmitten eines verdichteten Gewerbegebiets und schaffen einen Lückenschluss von der
Westfaliastraße bis zum südlichen Hafenquartier.

Die Trasse verbindet die Stadtbezirke Innenstadt-West und Nordstadt und knüpft dabei inhaltlich an die drei bedeutenden städtischen Entwicklungsprojekte „SMART RHINO“, Hafenquartier Speicherstraße sowie „Emscher nordwärts“ an. Die Trasse versteht sich auch im Sinne der städtischen Klimaanpassungsstrategie als grüner Korridor, der nachhaltig
zur Verbesserung der bioklimatischen Verhältnisse, insbesondere in einem verdichteten Gewerbegebiet, beitragen kann.

Das „Aktionsprogramm Grüne Lückenschlüsse“ ist Teil des Ruhr-Konferenz-Projekts „Offensive Grüne Infrastruktur 2030“. Der RVR leitet die Fördermittel anteilig an die Kommunen weiter, so dass noch in diesem Jahr 27 Maßnahmen umgesetzt werden können: 15 Projekte der Kommunen in der Metropole Ruhr, elf vom RVR und eins von der Emschergenossenschaft.

Die Förderung übernimmt zu hundert Prozent das Land. Themen wie Biodiversität, Klimaanpassung, Schutz der natürlichen Ressourcen, Umweltbildung, Gesundheit sowie Umweltgerechtigkeit (Zugang aller Menschen zur Natur) und die kurzfristige Umsetzbarkeit spielten bei der Auswahl eine große Rolle.

 

 

 

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