Gewinner des Dortmunder Umweltpreises 2018 stehen fest

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Foto: pixabay

Seit 1983 wird der Dortmunder Umweltpreis vergeben. Die Gewinner des Jahres 2018 hat die Jury unter Vorsitz von Bürgermeisterin Birgit Jörder heute (29.10.) ausgewählt.

Ausgelobt wurden der Bürgerumweltpreis, dotiert mit 3 000 Euro und der Kinder- und Jugendumweltpreis, dotiert mit 6 000 Euro. Insgesamt lagen der Jury 18 Bewerbungen vor, 14 um den Kinder- und Jugendumweltpreis und vier um den Bürgerumweltpreis. Die Vergabe des Jugendpreises wird von der Wilo SE und der Dr. Gustav Bauckloh Stiftung finanziell unterstützt. Dirk Holtermann, hat als Vertreter der Dr. Gustav Bauckloh Stiftung den Bürgerumweltpreis in diesem Jahr auf 4 100 Euro erhöht.

Bürgerumweltpreis

Das Projekt von Dr. Erich Kretzschmar, NABU und Michael Wulf, Emschergenossenschaft, wird mit 1 500 Euro ausgezeichnet.
Im Rahmen der jährlichen Brutvogelkartierung hat Dr. Erich Kretzschmar 2017 im Bereich des Hochwasserrückhaltebeckens eine Uferschwalbenkolonie entdeckt. Uferschwalben stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten und wurden in Dortmund letztmalig 1965 als Brutvogel nachgewiesen. Gemeinsam mit Michael Wulf von der Emschergenossenschaft konnte durch Beobachtung und intensive Abstimmung bezüglich bereits begonnener Baumaßnahmen die Kolonie erhalten werden. Auch die Untere Naturschutzbehörde im Umweltamt wurde informiert und in die Umsetzung der notwendigen Schutzmaßnahmen einbezogen. In diesem Jahr haben über 30 Uferschwalbenpaare erfolgreich gebrütet.

1 300 Euro erhält die Dortmunder Tafel e.V.
für ihr besonderes Engagement für die nachhaltige Berücksichtigung der Umweltaspekte innerhalb der Betriebsabläufe.

Durch die Sammlung von Lebensmitteln zur weiteren Verwendung werden Abfälle vermieden, und der im Rahmen der Produktion angefallene Energieaufwand war nicht vergeblich. Darüber hinaus handelt die Tafel grundsätzlich nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit. Sie betreibt drei Photovoltaik-Anlagen, und der Fuhrpark der Tafel soll auf E-Fahrzeuge umgestellt werden. Das erste Fahrzeug soll noch dieses Jahr in Betrieb genommen werden.

1 300 Euro erhält der VfR Sölde, Verein für Rasensport 1922 e.V
für die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen seiner Sportanlagen.
Auf der Grundlage eines professionell durchgeführten Öko-Checks wurde und wird das Gelände von 2015 bis 2019 in mehreren Abschnitten nach neuesten Energie- und Umweltstandards saniert. Neben den Gebäuden, der Heizungs- und Lichtanlagen wurde auch bei der Gestaltung der Außenanlagen die Natur nicht vergessen. Naturnahe Flächen bieten Insekten, Vögeln und anderen Kleintieren Nahrung, Nistmöglichkeiten und Unterschlupf.

Den Bürgerinitiativen „Rettet den Schnee“ und „Gegenwind“ spricht die Jury für ihr Engagement und die Dokumentation der im Bereich Großholthauser Mark vorkommenden Tierarten die besondere Anerkennung aus.

Kinder- und Jugendumweltpreis
Der Kinder- und Jugendumweltpreis stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Die Erde hat kein dickes Fell – Wir schützen den Boden“. Der Jury lagen 14 Bewerbungen für den mit 6 000 Euro dotierten Preis vor.

Alle Beiträge zeigen, dass das Thema mit viel Engagement Begeisterung bearbeitet wurde.

Die Jury zeichnet folgende Teilnehmer mit einem Geldpreis aus:

600 Euro erhält die FABIDO Kindertageseinrichtung Kuithanstraße
Ein Brief von Regenwurm Carl, der ein neues Zuhause sucht, gab den Anstoß, sich mit dem Thema Boden zu beschäftigen. Zunächst musste geklärt werden, wie das neue Zuhause beschaffen sein muss, damit Carl sich wohlfühlt. Die Kinder teilten sich auf, um in drei Gruppen aus unterschiedlichen Quellen möglichst viele Informationen zu bekommen. Sie sahen einen Film, suchten auf dem Außengelände nach Regenwürmern, bauten eine Wurm-Wander-Kiste, besuchten den NABU-Garten und die DEW21. Sie schlüpften in einen Stoffschlauch um herauszufinden, wie ein Regenwurm sich fühlt und fortbewegt. Am Ende tauschten sie die erhaltenen Informationen untereinander aus, so dass alle auf dem gleichen Stand waren. Das Ziel der Bemühungen war, dass alle Kinder Bodenexperten werden wollten. Mit der Beantwortung von Quiz-Fragen konnten sie ihr Wissen unter Beweis stellen und die Urkunde für Bodenexperten bekommen.

Die Würmer in der Wurm-Wander-Kiste wurden von allen Gruppen abwechselnd versorgt und ihr Verhalten beobachtet. Am Ende wurden sie an geeigneter Stelle im Außenbereich der Kita wieder ausgesetzt.

550 Euro erhält die FABIDO Kindertageseinrichtung Lünener Straße
Mit zehn Kindern hat sich die Kita Lünener Straße am Lehrgarten-Projekt der Dortmunder Tafel beteiligt. Regelmäßig besuchten die Kinder den Garten der Tafel und kümmerten sich um Hochbeete, die von den Tafel-Mitarbeitern extra für die Kinder angefertigt wurden. Die erste Befüllung der Hochbeete übernahmen die Kinder selbst. Nacheinander wurden eine Schicht Äste, Zweige, Wurzelwerk, danach gut gemischt Rasenschnitt, Laub und Küchenabfälle und zum Schluss Kompost und Gartenerde eingefüllt. Dann konnte gepflanzt werden. Die Pflanzen wurden zuvor in der Kita vorgezogen.

Um die Insekten zu unterstützen, wurde in einem zweiten Projekt aus Euro-Paletten ein großes Insektenhotel gebaut.

Insgesamt lernten die Kinder, im Team ein gemeinsames Projekt zu bearbeiten. Neben der praktischen Tätigkeit haben die Kinder sich auch mit dem Aufbau des Bodens und der Bedeutung der Bodenlebewesen beschäftigt. Um den Boden zu schützen, haben die Kinder im Rahmen des Projektes „Sauberes Dortmund“ die Patenschaft für den Hoeschpark übernommen und sammeln dort regelmäßig ein, was andere unbedacht wegwerfen.

525 Euro erhalten die NABU-Kids Dortmund
Die NABU-KIDS haben „Ein Herz für Mutter Erde & ihre Freunde“. Das ist der Titel des Ratgebers, den die Kinder als gebundenes Exemplar für den Wettbewerb eingereicht haben. Der Ratgeber enthält Interessantes und Wissenswertes über den Boden und die Bewohner sowie selbst verfasste Geschichten. Die Kinder geben im Ratgeber Bodentipps und fügten Bauanleitungen von Hotels für Hummeln und Ohrwürmer bei. Auch für den Umgang mit gefundenen Igeln gibt es Ratschläge. „Der Weg in eine nachhaltige Zukunft“ wurde mit einem Schaubild der Welthungerhilfe thematisiert.

Weiterhin wurden Aktionen der NABU-Kids vorgestellt. Sie untersuchten Gewässer, machten einen Ausflug in einen Steinbruch, bauten einen Regenwurmschaukasten und machten gemeinsam Spiele: Netzspiel, blinder Barfußwurm, Nachtwanderung blind und barfuß.

Selbst für den Urlaub wurden Ferien-Hausaufgaben vergeben: Die Kinder sammelten in ihren Urlaubsorten Müll und ließen sich dabei fotografieren. Thematisiert wurde dabei auch die Verschmutzung der Meere.

Nach den Ferien gab es eine Aktion mit dem Umweltbus Lumbricus. Dabei wurden der Boden und seine Bewohner im Wald untersucht. Die Kinder erstellten ein Bodenprofil und mikroskopierten ihre Proben. Die auf dem Boden lebenden Tiere wurden betrachtet und untersucht. Auch Pflanzen wurden untersucht und die Bedeutung des Bodens für die Pflanzen herausgestellt. Die Kinder haben danach Steckbriefe der Bodenlebewesen erstellt und mit eigenen Zeichnungen versehen. Abschließend haben die Kinder ein besonderes Freundebuch angelegt. Üblicherweise werden Freundebücher verliehen, damit sich die anderen Kinder dort eintragen und mit ihren Merkmalen und Daten verewigen. Die NABU-Kids sind auf die Idee gekommen, in einem Freundebuch Bodentiere einzutragen. Um ihre Verbindung mit den Tieren deutlich zu machen, enthält das Freundebuch auch die Eintragungen der Kinder selbst, die sich mit einem Steckbrief dort eintrugen.

500 Euro erhält die FABIDO Kindertageseinrichtung Preußische Straße
Bei der Erkundung des Bodens und der Suche nach Bodenlebewesen fiel den Kindern zunächst der herumliegende Müll auf, der erst einmal eingesammelt wurde. Dann widmeten sie sich den Tieren, die auf und im Boden leben. Sie fanden Asseln, Ameisen, Schnecken und vor allem Regenwürmer. In einem selbstgebauten „Regenwurm-Hotel“ konnte beobachtet werden, wie die Würmer sich in der Erde fortbewegen und dabei der Boden gelockert und durchmischt wird. Zu allen Tieren forschten die Kinder in Büchern und im Internet. Alle Informationen wurden zusammengetragen und in der Kita auf Schautafeln präsentiert.

Besonders viel Spaß hatten die Kinder beim Erstellen eines „Bodenbildes“ aus Erdfarben, auf dem Tiere dargestellt sind, die im und auf dem Boden leben.

470 Euro erhalten die Eliaskinder in der Evangelischen Kindertageseinrichtung „Zum Förderturm“
Unter das Motto „Der Boden, unser Freund“ wurden die Aktivitäten der Eliaskinder gestellt. Sie haben den Boden bei vielen kleinen Aktionen als wahres Multitalent kennengelernt. Boden als Lebensraum für Pflanzen und Tiere und als Nahrungslieferant auch für uns Menschen.

Bodenproben, die rund um die Kita genommen wurden, zeigten im Vergleich große Unterschiede in Farbe und Struktur. Auch die ehemalige bergbauliche Nutzung des Geländes hat den Boden beeinflusst.

Die Kinder haben ein Herbarium angelegt, Fotos von Pflanzen und Tieren gemacht und Bilder mit Erde gemalt.

Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, wie der Boden geschützt werden kann. Regelmäßig werden rund um die Kita Abfälle eingesammelt und entsorgt, für den benachbarten Spielplatz haben sie eine Patenschaft übernommen. Um den Boden gesund zu halten, wird Kompost ausgebracht, der dem Boden wertvolle Nährstoffe zuführt. Bäume wurden gepflanzt und Blumen ausgesät, die langfristig den Boden lockern und dafür sorgen, dass der Boden nicht austrocknet. Im vergangenen sehr heißen und trockenen Sommer haben die Kinder oft zur Gießkanne gegriffen, um den Boden vor dem Austrocknen zu bewahren.

470 Euro erhält die Klasse 3a der Kreuz-Grundschule
Die Kinder der Klasse 3a haben das Thema für ihre Patenklasse 1a aufbereitet. In einer Ideensammlung wurde aufgeschrieben, was gut für die Umwelt ist und was nicht. So sollen alle lernen, wie man sich richtig verhält und der Umwelt nicht schadet.

An erster Stelle steht dabei die Mülltrennung. Mit einem Vortrag zur Müllvermeidung und einem Plakat zur Mülltrennung erklären die Kinder der 3a den richtigen Umgang mit den Abfällen.

Neben der Schulung der Patenklasse wurden bunte Plakate gestaltet, die zum Schutz von Umwelt und Natur aufrufen. Diese Plakate werden an verschiedenen Stellen aufgehängt, damit viele Menschen erreicht werden. Die Orte wählen die Kinder selbst aus: z.B. Kindergarten der Geschwister, Arbeitsplätze der Eltern, Geschäfte in der Umgebung, …

Da die Erde zu einem großen Teil von Wasser bedeckt ist, wurde auch eine Bilderserie zum Schutz des Wassers erstellt.

Mit einer Gedichte-Sammlung drücken die Kinder ihre Wertschätzung für die Natur aus.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Beschäftigung mit Tieren, die im und auf dem Boden leben. Über Aussehen und Lebensweise informierten sich die Kinder in entsprechenden Fachbüchern.

450 Euro erhält die FABIDO Kindertageseinrichtung Bornstraße
Ausgehend von der Geschichte über den Maulwurf Grabowski lernten die Kinder die verschiedenen Funktionen und die Bedeutung des Bodens kennen. Sie gestalteten eine Info-Wand mit dem Titel: Was lebt im Boden? Sie bastelten ein Karton-Theater, mit dem die Geschichte von Grabowski immer wieder neu erzählt werden kann.

Praktische Bodenuntersuchungen machten sie im Außenbereich der Kita. Für zwei Schnecken richteten sie ein Terrarium ein und beobachteten sie einige Tage im Gruppenraum. Mit dem Mikroskop verglichen sie Erde von verschiedenen Standorten und die Bodentiere, die in den Proben gefunden wurden.

Die enge Verflechtung von Boden und Wasser erforschten die Kinder durch Experimente zum Wasserkreislauf und zur Filterfunktion des Bodens. Die Arbeit, die Regenwürmer für einen gesunden Boden leisten, untersuchten sie in einem Terrarium.

Besonderen Spaß hatten die Kinder beim Formen tonhaltiger Erde und beim Gestalten von Erdbildern.

Um den Boden zu schützen, säubern die Kinder mit den Eltern zusammen regelmäßig das Kita-Umfeld.

450 Euro erhält die Klasse 3c der Kreuz-Grundschule
Die Menschen haben die Welt verändert. Unter dieses Motto hat die Klasse 3c ihren Wettbewerbsbeitrag gestellt. Bei einem Gang durch das Schulviertel haben die Kinder die Umgebung erkundet und Fotos gemacht, die Grundlage für zahlreiche Gesprächsrunden waren. Vieles wurde von Menschen gemacht, nur wenige Bereiche waren natürlich. Sie konnten aber feststellen, dass die Natur jede Möglichkeit nutzt, die sich ihr bietet. Auf jeder noch so kleinen Fläche, die nicht versiegelt ist und die nicht von Menschen frei gehalten wird, siedeln sich Pflanzen an. Und den Pflanzen folgen die Tiere.

Im Tremoniapark haben die Schüler den Boden genauer unter die Lupe genommen und in der Bibliothek weiter recherchiert, um die Zusammenhänge im Lebensraum Boden zu verstehen. Mit der Einrichtung einer Wurmwanderkiste können nun die Bioabfälle in der Klasse kompostiert werden.

Bei einem Besuch auf dem Bauernhof erlebten die Kinder die Kartoffelernte hautnah.

Im nächsten Jahr soll das Projekt mit einem Besuch der Heinrichs-Höhle abgeschlossen werden. Dort wollen sie erkunden, wie es sich anfühlt, sich unter der Erde zu bewegen.

400 Euro erhält die FABIDO Kindertageseinrichtung Gürtlerstraße
Angeregt durch den Flyer zum diesjährigen Wettbewerb haben die Kinder zunächst das Kita-Außengelände und die weitere Umgebung genauer untersucht. Dabei entdeckten sie, dass auf naturnahen Flächen viele verschiedene Tiere und Pflanzen anzutreffen sind, deutlich mehr als in intensiv gepflegten Bereichen. Sie lernten, dass Pflanzen und Tiere jede noch so kleine Möglichkeit nutzen, um Lebensräume zurückzuerobern. Durch die Teilnahme am Projekt „Sauberes Dortmund“ und regelmäßige Müllsammelaktionen mit den Eltern werden der Boden und die auf und in ihm lebenden Tiere und Pflanzen geschützt. Durch den Bau einer „Regenwurm-Farm“ lernten die Kinder die Bedeutung der Bodenlebewesen kennen.

Wie der Boden aufgebaut ist, konnten die Kinder u.a. beim Besuch einer Baustelle sehen. Bodenproben von unterschiedlichen Orten wurden in der Kita mit verschiedenen Sinnen und dem Mikroskop genauer untersucht.

Dass der Boden für den Wasserhaushalt auch eine bedeutende Filterfunktion hat, erfuhren die Kinder durch den Bau einer Mini-Kläranlage.

Der Gedanke des Umwelt- und Naturschutzes ist in der Kita fest verankert. Neben den Experimenten zum Thema Boden wurden Futterstellen für Vögel gebaut, ein Imker wurde besucht, und bei jeder neuen Fragestellung wird in Fachbüchern nach Antworten gesucht. Insgesamt werden den Kindern die Zusammenhänge in der Natur immer wieder deutlich gemacht. Sie lernen frühzeitig, dass das eigene Handeln immer auch Auswirkungen auf andere hat.

400 Euro erhält die FABIDO Kindertageseinrichtung Humboldtstraße
Bei verschiedenen Aktionen konnten die Kinder sowohl draußen im Wald als auch in der Kita Erfahrungen mit dem Lebensraum Boden machen. Erde sieht nicht nur unterschiedlich aus, sie fühlt sich auch unterschiedlich an – je nachdem, an welcher Stelle man den Boden untersucht.

Bei ihren Untersuchungen entdeckten die Kinder viele Hinweise auf Tiere im Boden und in abgestorbenen Bäumen. Tiere wie Insekten, Würmer, Asseln und Schnecken wurden in Lupengläsern beobachtet. Sogar einen Feuersalamander haben die Kinder entdeckt.

In der Kita wurden Kompostierversuche gemacht. Zunächst wurden die Aktivitäten von Regenwürmern in einem Terrarium erforscht, danach wurde untersucht, welche Materialien sich am besten kompostieren lassen. So lernten die Kinder, was auf den Kompost gehört und was nicht.

Viel Spaß hatten die Kinder auch beim Experimentieren mit Erde und Wasser. Die U3-Forscher waren mit Begeisterung bei der Sache und gestalteten ein Bild aus Erde, Laub und Zweigen.

375 Euro erhält die Klasse 3b der Kreuz-Grundschule
Die Überlegungen der Schüler der Klasse 3b führten dazu, dass ein Memory-Spiel und ein Lesespiel entwickelt werden sollten, das den Kindern der Patenklasse 1b dabei hilft, Lesen zu lernen und gleichzeitig den Blick auf das Thema „Boden“ richtet. Die Bilder für das Memory wurden auf dem Schulhof gemacht. Viele unterschiedliche Bodenoberflächen haben die Kinder entdeckt, fotografiert und beschrieben.

Auch Müll haben sie in manchen Ecken des Schulhofs entdeckt. Der wird natürlich eingesammelt, gemeinsam mit den Erstklässlern getrennt und entsprechend entsorgt.

330 Euro erhält die FABIDO Kindertageseinrichtung Bülowstraße
Die Kinder haben sich besonders intensiv mit dem Regenwurm beschäftigt, einem Bodenlebewesen, das von großem Nutzen für einen gesunden Boden ist. Sie haben gelernt, welche Ansprüche Regenwürmer an ihren Lebensraum haben. Sie mögen es feucht und dunkel. Sie ziehen Pflanzenreste in den Boden und lockern ihn dabei auf, was wiederum den Pflanzen zugutekommt. In einem selbst gebauten Regenwurm-Terrarium konnten die Aktivitäten der Würmer genau beobachtet werden.

Eigene Aussaatversuche mit Tomaten-, Paprika- und Kräutersamen haben den Kindern die Bedeutung eines lockeren, nährstoffreichen Bodens noch einmal vor Augen geführt.

250 Euro erhält die FABIDO Kindertageseinrichtung Akazienstraße
20 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren haben sich im Sommer mit dem Thema „Unsere Erde – geheimnisvoller Lebensraum“ beschäftigt. Die Naturbaustelle auf der Außenanlage ermöglichte ihnen, den Boden mit allen Sinnen wahrzunehmen. Durch Beobachten und Experimentieren lernten die Kinder die unterschiedlichen Funktionen des Bodens kennen. Sie fanden heraus, welche Tiere in ihm leben und welche Bedeutung er für Pflanzen und somit für die Ernährung des Menschen hat. Auf diese Weise lernten sie, Verantwortung für den schützenswerten Lebensraum Boden zu übernehmen.

Neben dem Wissen über die Zusammenhänge in Lebensgemeinschaften erlernten sie darüber hinaus vielfältige soziale Kompetenzen im Umgang miteinander.

230 Euro erhält die Ethik-AG der Kreuz-Grundschule
Bereits vor zehn Jahren wurde an der Kreuz-Grundschule ein Barfußpfad angelegt, der in den ersten Jahren intensiv genutzt wurde. Inzwischen beginnt die Natur, sich diese Flächen zurückzuholen. Jetzt hat die Ethik-AG des dritten Jahrgangs begonnen, diesen Pfad wieder herzurichten und erhält dabei viel Unterstützung. Am 9. September 2018 hat sich die Gruppe mit einer eigenen Aktion am 3. Stillleben im Kreuzviertel beteiligt. Mit einem mobilen Barfußpfad haben die Schüler die Aufmerksamkeit der Besucher auf den Boden unter ihren Füßen gelenkt und viele positive Reaktionen erhalten.

Auch 2019 wird der Dortmunder Umweltpreis für besonderes Engagement ausgelobt. Das Motto für den Kinder- und Jugendumweltpreis 2019 lautet:

„Mal laut, mal leise – Die Welt ist voller Gegensätze“