Studie: Pflanzenbetonte Ernährung ist gesund

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Veganer machen rund zehn Prozent der Vegetarier aus – Vegetarische Ernährung – eine gesundheitsfördernde Alternative oder Anleitung zur lebenslangen Fehlernährung? Bis vor einigen Jahren war diese Frage noch weitgehend ungeklärt, heute hingegen ist sie weniger wissenschaftlicher als vielmehr ideologischer Natur. Vielfältige internationale Untersuchungen zeigen, dass vegetarische Ernährungsformen grundsätzlich nicht nur in der Lage sind, den Menschen mit allen Nährstoffen zu versorgen, sondern auch ein hohes präventives Potenzial besitzen.

Vegetarier leiden seltener an chronisch-degenerativen Erkrankungen als nicht-vegetarisch lebende Vergleichspersonen und zeichnen sich insgesamt durch einen guten Gesundheitszustand aus. Es wäre aber falsch, hieraus zu schließen, dass der Vegetarismus die einzig sinnvolle und immer richtige Ernährungsweise darstellt.

Noch unsinniger wäre es gar abzuleiten, dass Fleisch krank macht. Der Vegetarier existiert genau so wenig wie der Fleischesser, und nicht jede Form des Vegetarismus ist automatisch mit mehr Gesundheit verbunden. Unter den Vegetariern stellen die Lakto-Ovo-Vegetarier mit circa 70 Prozent die größte Gruppe dar. Ihre Ernährungsweise ist am besten untersucht. Sie zeichnet sich im Vergleich zur üblicherweise praktizierten Mischkost durch eine Betonung pflanzlicher Lebensmittel, vor allem Gemüse, Obst und Vollkornprodukte, aus. Lakto-Ovo-Vegetarier leiden seltener an Übergewicht, Diabetes mellitus Typ II, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bösartigen Tumoren. Hierzu tragen neben der Ernährung auch für Vegetarier typische Lebensstilfaktoren (geringer Konsum von Genussmitteln und Tabak, erhöhte sportliche Aktivität) bei. Der Anteil der Veganer liegt Schätzungen zufolge bei etwa zehn Prozent aller Vegetarier. Kennzeichnend für die vegane Ernährungsweise ist, dass ausschließlich pflanzliche Produkte konsumiert werden, während der Verzehr aller vom Tier stammenden Lebensmittel, also auch von Milch und Milchprodukten sowie Eiern abgelehnt wird. Im Extremfall schließt dies auch den Verzicht auf Bienenhonig ein.

Eine am Institut für Lebensmittelwissenschaft in Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität Gießen durchgeführte Studie, die Deutsche Vegan Studie (DVS), hatte das Ziel, Wissenslücken zumindest teilweise zu füllen. Das Fazit der Studie lautet: Eine pflanzenbetonte Ernährung ist wünschenswert, eine reine Pflanzenkost aber riskant.

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