Ständig Rückenschmerzen – was steckt dahinter?

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Symbolfoto: pixabay

Fast jeder Mensch hat ab und zu Probleme mit dem Rücken. In manchen Fällen setzt der Schmerz ganz plötzlich ein, oft nach einer ungünstigen Bewegung. Glücklicherweise klingen solche akuten Rückenschmerzen, häufig ausgelöst durch eine Blockierung kleiner Wirbelgelenke, meist nach kurzer Zeit wieder ab. In anderen Fällen entwickeln sich die Beschwerden schleichend, bleiben dafür aber über lange Zeit bestehen. Halten sie länger als 3-6 Monate an, sprechen wir von chronischen Rückenschmerzen. Betroffene leiden sehr unter ihren Dauerschmerzen und machen sich große Sorgen.

Wie entstehen chronische Rückenschmerzen?
Die Ursachen sind vielfältig – meist kommen mehrere Faktoren zusammen. Häufig lassen sich Verschleißerscheinungen und Bandscheibenvorfälle nachweisen. Doch auch Fehlbelastungen des Rückens und ungünstige Bewegungsgewohnheiten spielen eine Rolle. Was viele Patienten nicht ahnen: Auch psychischer Stress kann über eine verstärkte Anspannung der Muskulatur dazu beitragen, dass Schmerzen chronisch werden. Deutlich seltener stecken gravierende körperliche Ursachen wie Entzündungen oder Tumorerkrankungen hinter chronischen Rückenschmerzen. Vor dem Beginn der Behandlung ist es wichtig, dass Ärzte genau nachfragen und gründlich untersuchen.

Wer kann die richtige Diagnose stellen?
Wer unter akuten oder chronischen Rückenschmerzen leidet, findet bei einem Facharzt für Orthopädie kompetente Unterstützung. Wenn Hinweise auf Beeinträchtigungen des Nervensystems (z. B. Taubheitsgefühle oder Lähmungen) vorliegen, sollte rasch ein Facharzt für Neurochirurgie hinzugezogen werden. In solchen Fällen ist eine zeitnahe Operation möglicherweise unumgänglich. Die richtige Diagnose wird auf Basis der typischen Beschwerden, der körperlichen Untersuchung und ggf. auch weiterführender Diagnostik (z. B. Röntgen, MRT) gestellt.

Ist eine Operation unvermeidbar?
Betroffene befürchten häufig, dass chronische Rückenschmerzen nur durch eine Operation erfolgreich behandelt werden können. Glücklicherweise kann dies jedoch in den meisten Fällen vermieden werden. Nach der fachärztlichen Abklärung ist es wichtig, dass Betroffene umfassend über ihr Krankheitsbild informiert werden und lernen, was sie selbst tun können, damit es ihnen besser geht.

Wie können chronische Rückenschmerzen behandelt werden?
Langfristig hilft eine physiotherapeutische Behandlung. Viele Übungen können Patienten nach fachkundiger Anleitung selbstständig durchführen. Bei Schmerzen im unteren Rückenbereich hat sich auch die Akupunktur bewährt. Physikalische Therapien wie Wärme, Elektrotherapie und spezielle Massagen können begleitend zur Schmerzlinderung und Muskelentspannung eingesetzt werden. Aber auch gezielte Injektionen (Spritzen) oder operative Eingriffe können – je nach Ursache – zur Therapie gehören. Bei Stressbelastungen kann eine Verhaltenstherapie helfen, schwierige Situationen besser zu bewältigen.

Besonders gute Erfolge werden erzielt, wenn die Therapie chronischer Rückenschmerzen von Spezialisten im Team durchgeführt wird. Durch die Kombination mehrerer Behandlungsverfahren können Schmerzen gelindert, die Beweglichkeit verbessert und die Lebensqualität gesteigert werden.

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