Staatliches Labor findet Mineralöl in Babymilch

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Aufgrund der staatlichen Laborergebnisse fordert foodwatch von Ministerin Klöckner, ihr Versprechen einzulösen und die Kindergesundheit zu schützen. (Symbolfoto: pixabay)

Ein führendes staatliches Labor hat krebsverdächtige Mineralöle in Milch für Babys und Kleinkinder nachgewiesen.

In 9 von 12 in Blechdosen verpackten Produkten fanden die Experten des in NRW ansässigen Veterinäruntersuchungsamtes Münsterland-Emscher-Lippe (CVUA Münster) die sogenannten aromatischen Mineralöle (MOAH), bei in Karton verpackten Produkten waren es 2 von 14 getesteten Produkten. Die Laborergebnisse hat die Verbraucherorganisation foodwatch über das Verbraucherinformationsgesetz erhalten und am Freitag veröffentlicht.

Bereits im Oktober wies foodwatch in einem eigenen Test die krebsverdächtigen Mineralöle in Babymilchprodukten unter anderem von Nestlé nach.

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hatte daraufhin versprochen, Babys zu schützen, sollte sich die Gesundheitsgefahr bestätigen. Mit den nun öffentlich gewordenen staatlichen Laborergebnissen sei das der Fall, so foodwatch. Die Verbraucherorganisation forderte von Frau Klöckner, strikte Grenzwerte für Mineralöle einzuführen. Sie müsse zudem einfordern, dass die Namen der belasteten Produkte veröffentlicht werden.

„Ministerin Klöckner muss ihr Versprechen halten und dafür sorgen, dass die belasteten Produkte umgehend aus den Regalen verschwinden und endlich strikte Grenzwerte einführen, um die Gesundheit der Kinder zu schützen“, erklärt Oliver Huizinga von der Verbraucherorganisation foodwatch. „Frau Klöckner darf nicht weiter tatenlos zusehen, wie potenziell krebserregende und erbgutschädigende Substanzen in der Babynahrung landen.“

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