Smarte Pflege – „ja, bitte“

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Zu Hause alt werden ist vielen Menschen wichtig. (Symbolfoto: pixabay)

Im Alter möglichst lange selbständig im eigenen Haushalt leben zu können, ist vielen Menschen in Deutschland wichtig. Die Bereitschaft, dafür smarte Technik einzusetzen, ist groß, wie die kürzlich veröffentlichte Forsa-Umfrage Meinungspuls Pflege zeigt.

Smart-Home-Technologien – etwa Sensoren, die Stürze melden – haben das Potenzial, eine längere Selbständigkeit zu Hause zu fördern. Insgesamt 90 Prozent der Befragten können sich vorstellen, selbst im Alter smarte Sensoren einzusetzen, um länger selbständig im eigenen Haushalt zu bleiben. Unter den Jungen sind es sogar 94 Prozent – bei den über 60-Jährigen immerhin noch 84 Prozent. Dabei fällt auf, dass unter denjenigen, die sich selbst nicht vorstellen können, jemanden zu pflegen, auch die Skepsis gegenüber den smarten Helfern größer ist: 23 Prozent von ihnen können sich den Einsatz solcher Technik in der Pflege zu Hause nicht vorstellen.

Größere Skepsis bei Pflegerobotern
Pflegeroboter als Antwort auf fehlende Pflegekräfte prägen die öffentliche Debatte. Tatsächlich kann sich über die Hälfte der Menschen in Deutschland vorstellen, bei körperlicher Einschränkung die Hilfe eines solchen Roboters in Anspruch zu nehmen. Deutlich weniger also als diejenigen, die offen für smarte Technik im eigenen Haushalt sind. Unter den chronisch Kranken kann sich nur eine knappe Mehrheit (51 Prozent) diese Form der Pflegehilfe vorstellen. Knapp jeder Dritte rechnet dennoch damit, dass in zehn Jahren jeder Pflegebedürftige von einem Roboter unterstützt werden wird.

Putzen ja – Körperpflege eher nicht
Auf die Frage, bei welcher Tätigkeit die Hilfe eines Roboters denkbar wäre, zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen und Geschlechtern: Männer und Jüngere sind eher bereit, bestimmte Pflegetätigkeiten durch einen Roboter leisten zu lassen. Insgesamt können sich 56 Prozent einen Roboter als Haushaltshilfe vorstellen, als Unterstützung bei der Körperpflege ist es hingegen eine Minderheit von 39 Prozent. Zudem nimmt die Offenheit mit dem Alter stark ab: Während 73 Prozent der 18- bis 39-Jährigen einen Roboter für Haushaltstätigkeiten akzeptieren würden, sind es bei den über 60-Jährigen 35 Prozent. Offen für Hilfe bei der Körperpflege geben sich 55 Prozent der Jungen, aber nur 21 Prozent der Altersgruppe „Sechzig plus“. 42 Prozent sagen grundsätzlich, Roboter-Technik käme für sie nicht infrage.

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