Sanfte Hilfe gegen Heuschnupfen

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Foto: Eva-Foreman/www.istockphoto.com/Getty Images Plus/akz-o

Allergie-Pause im Winter? Von wegen: Aktuell fliegen bereits vermehrt Pollen von Hasel und Erle. Pappel und Esche stehen in den Startlöchern. Allergiker können sich mit Medikamenten helfen – und auch durch natürliche Mittel.

Beim Kontakt mit Pollen setzen die Körper von Allergikern Botenstoffe wie Histamin frei – diese lösen Heuschnupfensymptome aus: Niesattacken, Schnupfen, tränende Augen und Juckreiz. Dagegen lässt sich mit speziellen Nährstoffen, Vitaminen und anderen natürlichen Substanzen vorbeugen. Sie setzen die Ausschüttung des Botenstoffs herab, der die Immunabwehr alarmiert, oder bauen ihn ab (sogenannte natürliche Antihistaminika).
Gegen eine Vielzahl an entzündlichen Beschwerden wird zum Beispiel Schwarzkümmelöl eingesetzt, vor allem in den Atemwegen. Bei Heuschnupfen senkt es den Spiegel an entzündungsfördernden Botenstoffen.

In einer Vorstudie hat sich gezeigt, dass 40 bis 80 Milligramm Schwarzkümmelöl pro Kilogramm Körpergewicht Heuschnupfensymptome linderten. Sinnvoll ist die Einnahme zum Essen. Dadurch verbessert sich die Verträglichkeit. Das Öl sollte nicht in Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden.
Der Pflanzenstoff Quercetin wirkt wie ein pflanzliches Mittel gegen die die Abwehr alarmierenden Botenstoffe. In einer Untersuchung zeigte ein Kombinationspräparat, das unter anderem Quercetin und Vitamin D3 enthielt, eine deutliche Verbesserung von Heuschnupfen-Beschwerden.

Auch Probiotika können bei Allergien positive Effekte erzielen, zum Beispiel Laktobazillen und Bifidobakterien. Sie wirken regulierend auf das Immunsystem und können Überreaktionen verringern. Bei diversen Studien traten bei der Einnahme des Probiotikums Symptome wie verstopfte oder laufende Nase und Jucken wesentlich milder auf. Wichtig ist dabei, die Bakterien über einen Zeitraum von mindestens acht Wochen einzunehmen.
Zur Vorbeugung von Heuschnupfen kann es auch sinnvoll sein, Nährstoffe in Form eines Mikronährstoffpräparates zu sich zu nehmen. Im Trend liegen speziell Kombiprodukte.

In einer Studie zeigte sich, dass Omega-3-Fettsäuren die Reaktion der Bronchien bei Kontakt mit kleinen Mengen eines Allergens abschwächen. Speziell die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA aus Fischöl entfalten eine antientzündliche Wirkung. Menschen mit Blutgerinnungsstörungen sollten die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren auf jeden Fall zuvor mit dem Arzt abklären.

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