Nagelpilz, eine weit verbreitete Infektion

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Nagelpilz, auch als Onychomykose (von Onycho = Nagel, Mykose = Pilzerkrankung) bezeichnet, ist eine weit verbreitete Pilzinfektion der Finger- und Fußnägel.

Sie wird in den meisten Fällen durch Fadenpilze (Dermatophyten), seltener durch Hefe- oder Schimmelpilze verursacht. Dermatophyten finden an der Körperoberfläche ideale Lebensbedingungen – denn sie haben es auf das Keratin (Hornsubstanz in Haut, Haaren und Nägeln) abgesehen. Feuchtigkeit und Wärme fördern eine Infektion mit Pilzen. Die Pilze werden über den Kontakt mit Erregern, die sich in Hautschuppen befinden und hier oft Tage und Wochen überdauern können, übertragen. Nagelpilz ist häufig Folge einer Fußpilzerkrankung, die sich auf die Nägel ausweitet. Die Eintrittspforte ist fast immer das Nagelbett, aber auch eine direkte Infektion der Nägel ist möglich. Hier kann man sich anstecken: Schwimmbäder, Saunen, Fitness-Studios oder Duschen und Umkleidekabinen von Sportstätten sowie Hotelzimmer.

Als typische Symptome bezeichnet man Brüchigkeit der Nägel und Abspaltung einzelner Nagelschichten, weiße Streifen oder Flecken, weißliche bis gelblich-braune Verfärbungen, Verdickung der Nagelplatte oder entzündetes Nagelbett.

Je genauer die Diagnose, desto besser und schneller kann der Pilz bekämpft werden. Zur Identifizierung schneidet oder fräst der Arzt ein winziges Stückchen vom betroffenen Nagel ab. Unter dem Mikroskop können die Pilzsporen dann erkannt werden. Handelt es sich um eine Nagelpilzinfektion, legt der Arzt zur Feststellung der Pilzart eine Pilzkultur an. Die Behandlung stimmt der Arzt im Anschluss darauf ab.

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