Moderne Verhütung für moderne Frauen 

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Sicherlich haben viele Leserinnen in den letzten Monaten die Berichte in den Medien über schwere Komplikationen und sogar über vereinzelte Todesfälle bei Frauen verfolgt, die mit der Pille verhütet haben. Wir bekommen hierzu viele Rückfragen von Patientinnen jeden Alters, die in ausführlichen Gesprächen beraten werden. Grundsätzlich sollte man wissen, dass alle hormonellen Verhütungsmittel Medikamente sind, die nach sorgfältiger Abwägung von möglichen Kontraindikationen, aber auch unter Berücksichtigung aktueller Beschwerden vom Frauenarzt Ihres Vertrauens (und keineswegs von den Hausärzten) verordnet werden sollten.

Raucherinnen und übergewichtige Frauen haben bei der Verhütung mit hormonellen Methoden allgemein ein erhöhtes Thromboserisiko. Sind dann noch ein schlecht eingestellter Blutzucker oder Bluthochdruck als Vorerkrankung vorhanden, raten wir – auch bei jungen Frauen – dringend von einer östrogenhaltigen Verhütung ab. In diesen Fällen sollte hormonfrei (Kondome, Spiralen, Diaphragma) verhütet werden. Östrogen ist auch in allen das Hautbild verbessernden Pillen enthalten. Auch die Behandlung des PCO-Syndroms (Hormonstörung mit zu viel männlichen Hormonen) erfolgt mit dieser Pillenart. Bei Frauen mit einer entsprechenden Familiengeschichte bzw. einer thrombosefördernden Vorerkrankung kann die hormonelle Behandlung einer Akne, von Zyklusstörungen oder Problemen während der Periode deshalb nur sehr eingeschränkt erfolgen.

Speziell junge Mädchen können sich Montag- oder Dienstagnachmittag in unserer Teeniesprechstunde in der Praxis vorstellen,

um sich von uns in Einzelgesprächen über eine geeignete Verhütung, aber auch über die richtige Sexualhygiene aufklären zu lassen. Wir führen nach den Leitlinien Labortests wie z. B. den Chlamydientest durch. Chlamydien werden durch Geschlechtsverkehr übertragen. Die Anzahl der Erkrankungen, besonders bei jungen Frauen mit häufig wechselnden Partnern, steigt.
Immer mehr junge Mädchen fordern ihre Partner daher auf, Kondome zu benutzen, auch wenn sie die Pille nehmen. So kann man zusätzlich zur Verhütung einen Schutz gegen Geschlechtserkrankungen erreichen.

Auch Gebärmutterhalskrebs kann durch Kondome verhindert werden.

Idealerweise sollte vor dem ersten Geschlechtsverkehr gegen die HPV-Viren geimpft worden sein. Auch wenn bei jungen Mädchen noch keine Partnerschaft besteht, so leiden sie oft unter unregelmäßigen, sehr starken oder schmerzhaften Monatsblutungen. In diesem Fall sollte über die Einnahme einer Pille nachgedacht werden, insbesondere wenn homöopathische Mittel oder die bekannten Schmerzmittel nicht helfen.

Abschließend noch einige Anmerkungen zur Sterilisation: während es sich beim Mann um einen relativ einfachen Eingriff unter örtlicher Betäubung handelt, muss bei den Frauen eine richtige Operation in Vollnarkose mit möglichen Komplikationen durchgeführt werden. Interessierte Frauen sollten sich darüber von ihrem Frauenarzt beraten lassen.
Gynäkologium Ruhr,
Christine Bülow & Kollegen

Die Kosten für eine Sterilisation werden von den Krankenkassen nicht übernommen.
Die erfahrenen Ärztinnen des Gynäkologikum Ruhr beraten Sie gerne über eine geeignete Verhütung – passend zu Ihrer Lebensphase.

Eine Terminvereinbarung kann unter der Telefonnummer  (0231) 33 37 30 erfolgen.

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