Mehr Krankenhausbehandlungen wegen raucherspezifischer Erkrankungen in Westfalen-Lippe

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BU: Immer mehr Menschen in Westfalen-Lippe müssen wegen einer raucherspezifischen Erkrankungen im Krankenhaus behandelt werden. (Foto: AOK/hfr)

Die Anzahl der Menschen, die im Jahr 2017 wegen raucherspezifischer Erkrankungen im Krankenhaus behandelt werden mussten, ist in Westfalen-Lippe gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies teilt die AOK NORDWEST auf Basis aktueller Zahlen des Statistischen Landesamtes mit. Danach wurden insgesamt 59.542 Patienten stationär in einer Klinik behandelt wegen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), einer bösartigen Neubildung des Kehlkopfs, der Luftröhre, der Bronchien oder der Lunge. Das sind 206 Patienten mehr als im Jahr zuvor.

Besonders auffällig ist der deutliche Anstieg bei den Frauen. Hier nahm die Zahl der Krankenhausbehandlungen in Westfalen-Lippe gegenüber dem Vorjahr 2016 um 602 auf 25.025 Fälle deutlich zu. Bei den Männern hingegen reduzierte sich die Anzahl der Behandlungen um 396 auf 34.517 Fälle. Das durchschnittliche Alter der Patientinnen und Patienten betrug landesweit 69,1 Jahre.

„Diese Zahlen machen deutlich, welche Gefahren das Rauchen mit sich bringt“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann. Aktiv- und Passivrauchen erhöhen nach wie vor das Risiko für eine Vielzahl von Erkrankungen. Über zwei Drittel aller Todesfälle durch Lungenkrebs weltweit sind durch Rauchen bedingt. Laut aktuellen Zahlen des Landeskrebsregisters NRW starben allein in NRW im Jahr 2015 insgesamt 11.510 Menschen an Lungenkrebs; 14.487 neue Fälle wurden diagnostiziert.

 

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