Krankenkasse & Pflegeversicherung geben Treppenlift-Zuschüsse

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Symbolfoto: pixabay

Viele Senioren möchten in ihren eigenen vier Wänden alt werden. Da aber mit zunehmendem Alter die Mobilität nachlässt, sind sie oft auf einen Treppenlift zur Überwindung von Stufen im Eigenheim oder in der Mietwohnung angewiesen. Die Anschaffung eines Treppenlifts ist allerdings mit erheblichen Kosten verbunden, die die Betroffenen oftmals nicht aufbringen können.

Was viele nicht wissen: die Krankenkasse bzw. Pflegekasse gibt Zuschüsse zu Treppenliften, wie Sitz-, Hub-, Plattform- oder Senkrechtlift – allerdings nur, wenn ein Pflegegrad beim Antragsteller vorliegt. Informieren Sie sich am besten vor der Anschaffung eines Treppenlifts bei Ihrer Krankenkasse und klären Sie die aktuellen Voraussetzungen Ihres Pflegegrads sowie die Möglichkeit einer Bezuschussung bzw. Kostenübernahme.

Treppenlifte ermöglichen altersgerechte Wohnraumanpassung
Seit dem 01. Januar 2017 gelten die im Pflegestärkungsgesetz 2 verankerten fünf Pflegegrade. Sie lösen die bis dahin gültigen drei Pflegestufen ab. Wird pflegebedürftigen Personen durch die Pflegekasse ein Pflegegrad anerkannt, so können diese bei ihrer Krankenkasse einen finanziellen Zuschuss für barrierefreie Bau-Maßnahmen beantragen. Hierzu zählen zum Beispiel Maßnahmen zur Barrierereduzierung, zu dem auch ein Treppenlift gehört. Möglich ist dies im Rahmen der finanzierbaren altersgerechten Wohnraumanpassung.

Bereits ab dem Pflegegrad 1 können Pflegeversicherte den Einbau von einem Treppenlift mit einem einmaligen Zuschuss in Höhe von bis zu 4.000 Euro beanspruchen. Dieser einmalige Zuschuss wird von der Pflegekasse ausgezahlt, um den Wohnraum barrierefrei und damit altersgerecht zu gestalten. Der Zuschuss kann für alle beliebigen Maßnahmen der Barrierereduzierung genutzt werden. Sollte sich der Hilfebedarf einmal ändern, ist es nach Absprache mit der Pflegekasse auch möglich, den Zuschuss ein zweites Mal gewährt zu bekommen.

Informationen zur Antragstellung:
Die Antragstellung kann formal oder formlos erfolgen. Für den formalen Antrag gibt es bei der Krankenkasse entsprechende Formulare. Diese erhalten Sie auf Anfrage oder häufig auch auf der Website der Pflegekasse zum einfachen Download.
Alternativ können Sie auch schriftlich einen formlosen Antrag bei der Krankenkasse einreichen. Lassen Sie sich von Ihrem Treppenlift-Anbieter ein kostenloses Angebot über einen Treppenlift machen und legen Sie dieses Angebot Ihrem Antrag bei.
In dem Antrag erklären Sie, warum dieser Treppenlift eine Verbesserung in Ihrem Wohnumfeld darstellt. Fügen Sie außerdem Bilder bei, welche der Krankenkasse erlauben, einen Eindruck von Ihrer Wohnsituation zu erhalten.

Quelle: Treppenlift Ratgeber

Ein Musterschreiben gibt es auf dieser Seite als kostenfreien Download: www.treppenlift-ratgeber.de

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