Gesundheitsamt weitet Hilfen für Kinder und Jugendliche deutlich aus

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Symbolfoto: pixabay

In seiner Sitzung am 9. April beschloss der Verwaltungsvorstand die Einrichtung von zwei zusätzlichen Stellen im Kinder- und Jugendärztlichen Dienst des Gesundheitsamtes. Im Bereich der sozialpsychiatrischen Versorgung der Dortmunder Kinder- und Jugendlichen setzt das Gesundheitsamt bislang eine Ärztin ein. Zukünftig wird dieser Bereich personell jeweils durch eine Sozialarbeiterin oder einen Sozialarbeiter und eine Kinder- und Jugendlichen-Therapeutin oder einen -therapeuten erweitert.

„Wir tragen damit der leider steigenden Tendenz von psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen Rechnung“, erläutert Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner. Diese Einschätzung unterstützt die bundesweit durchgeführte Bella-Studie zur psychischen Gesundheit und Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen im Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KIGGS)t.

Die Studie macht deutlich, dass 22 Prozent aller Kinder und Jugendlichen Hinweise auf psychische Auffälligkeiten zeigen. Als häufigste Störungsbilder werden Angststörungen, Störungen der Persönlichkeitsentwicklung mit aggressiv-dissozialen, depressiven oder hyperkinetischen Verhaltensauffälligkeiten oder das ADHS genannt.

Das neu zusammengesetzte Team wird die bestehenden erfolgreichen Kooperationen mit den Dortmunder Schulen und Jugendhilfediensten ausbauen und verstetigen. Beratungsangebote in den Einrichtungen der Jugendhilfe und in den Schulen sollen ebenso wie die individuellen Beratungsangebote für Kinder, Jugendliche und deren Angehörige ausgebaut werden.

Damit können medizinische und pädagogische Hilfsangebote schnell und sinnvoll aufeinander abgestimmt werden. Gerade in Krisensituationen sind eine kurzfristige Intervention und Unterstützung durch sozialpsychiatrische Hilfen aus diagnostischer und therapeutischer Sicht dringend angezeigt.

Durch die personelle Verstärkung soll auch die Lücke geschlossen werden, die durch den langen Vorlauf bei der Terminvergabe bei niedergelassenen Fachärztinnen und -ärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten entsteht

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