Gänseblümchen – die „ausdauernde Schöne“

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Die ausdauernde Schöne (Bellis perennis) – so bezeichnete der Naturforscher Linne diese kleine, aber widerstandsfähige Blume. Eine detaillierte Beschreibung kann hier wohl unterbleiben, denn das Gänseblümchen ist wohl jedem gut bekannt und sehr verbreitet.

Es wendet sein kleines Blütenköpfchen stets der Sonne zu und schließt sich bei Regen und zur Nacht. Das Gänseblümchen ist mehrjährig und winterhart, seine Blütezeit reicht von März bis November. Wer es sammeln möchte, braucht also nicht auf einen besonderen Zeitpunkt zu warten. Es empfiehlt sich aber, die Sammlung nicht auf der nächsten Hundewiese durchzuführen. Man sieht dem kleinen Ding kaum an, dass es sich hier auch um eine Heilpflanze handelt.

Der Naturheilverein „Theophrastus“ hat das Gänseblümchen zur Heilpflanze des Jahres 2017 erkoren. Durch die enthaltenen Saponine, Bitter- und Gerbstoffe ist das Gänseblümchen in der Volksheilkunde mit folgenden Wirkungen beschrieben: wundheilungsfördernd, auswurffördernd bei Husten, krampflösend, appetitanregend u. a.

In der modernen Phytotherapie findet das Gänseblümchen heute keine Verwendung mehr, aber in der Homöopathie ist es immer noch ein wichtiges Mittel bei stumpfen Verletzungen (als Folgemittel auf Arnica). Eine Tinktur aus Gänseblümchen soll auch wohltuend bei Verspannungen und Muskelschmerzen wirken.

In der Küche kennt man vielleicht noch die Verwendung der Blütenköpfchen als essbare Dekoration zum Salat, aber auch die Blätter eignen sich selbst als Salat oder als Bestandteil eines Kräuterquarks. Sie haben einen frischen, leicht säuerlichen Charakter (ähnlich einem milden Sauerampfer). Die Blütenknospen lassen sich, in Essig eingelegt, wie Kapern verwenden.

Viel Spaß beim Ausprobieren und einen schönen Sommer wünscht

Das Team der Katharinen-Apotheke aus Kirchlinde

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