Frühe Erkennung ist wichtig

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Grauer und grüner Star: Die häufigsten Augenerkrankungen – Erst wenn die Augen nicht mehr so können, wie sie sollen, erkennen wir, wie wertvoll das Augenlicht ist. In einer alternden Gesellschaft wird es immer mehr Patienten mit altersabhängiger Makula-Degeneration (AMD), Grünem Star (Glaukom) und Gefäßerkrankungen der Netzhaut geben.

Auch können sich Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck am Auge bemerkbar machen. Erfreulicherweise gibt es aufgrund wissenschaftlicher Fortschritte mittlerweile viele wirksame Maßnahmen, um verschiedene Formen der Altersblindheit zu verhindern. Dabei spielen nicht nur neue Therapiemöglichkeiten eine wichtige Rolle, sondern auch Präventions- und Früherkennungsmaßnahmen.

Für praktisch alle Augenerkrankungen, die zu einem schweren Sehverlust führen können, gilt, dass Therapien dann besonders gut greifen, wenn sie frühzeitig zum Einsatz kommen. Dies setzt die Früherkennung voraus. Erkrankungen wie der Grüne Star oder die altersabhängige Makula-Degeneration können das Auge in Anfangsstadien bereits in Mitleidenschaft ziehen, ohne dass Symptome bemerkt werden. Hier kann der Augenarzt im Rahmen einer eingehenden Untersuchung und diagnostischer Verfahren schon früh Maßnahmen einleiten, um irreversible Schädigungen zu vermeiden.

Die trockene AMD (ungefähr 85 Prozent der Erkrankungen): Diese Form verläuft in der Regel langsam. Die ersten Anzeichen werden häufig beim Lesen bemerkt. Neben einer Unschärfe nehmen die Betroffenen mitten im Schriftbild verschwommene Flecken oder graue Schatten wahr. Diese können im weiteren Krankheitsverlauf größer werden. Die feuchte AMD (ungefähr 15 Prozent der Erkrankungen): Sie schreitet meist schneller voran. Typisches Krankheitszeichen ist ein verbogenes oder verzerrtes Bild. Aus der trockenen Form kann sich die feuchte AMD entwickeln.

Die altersabhängige Makula-Degeneration ist eine chronische Erkrankung, für die es keine Heilungsmöglichkeit gibt. Bei der feuchten AMD kann jedoch mit einer konsequenten Behandlung im Idealfall eine langfristige Stabilisierung erreicht werden. Darum wird ab dem 55. Lebensjahr eine regelmäßige Untersuchung auf altersabhängige Makula-Degeneration durch den Augenarzt empfohlen.

Nehmen Betroffene einer trockenen AMD gerade Linien als gekrümmt wahr oder sehen sie verzerrte Bilder, so können das die ersten Anzeichen einer feuchten AMD sein – diese muss sofort medikamentös behandelt werden! Neue Therapieformen haben dazu geführt, dass das Erblindungsrisiko bei der feuchten AMD rückläufig ist.

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