Faszien: Wofür wir unser Bindegewebe brauchen

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Intaktes Fasziennetz ist wichtig für Gesundheit und Fitness – Die Faszien – das menschliche Bindegewebsnetzwerk – ist mittlerweile aus seinem Aschenputtel-Dasein hervorgetreten und rückt immer stärker ins Rampenlicht aktueller medizinischer Aufmerksamkeit und Forschung.

Rückenschmerzen und Sportverletzungen: Häufig sind die Faszien schuld. Mediziner haben mittlerweile herausgefunden, wie wichtig Faszien für unsere Gesundheit und Fitness sind. Das Bindegewebsnetz unter der Haut ist ein wichtiger Körperbestandteil. Faszien umhüllen und stützen die Organe und Muskeln, halten uns aufrecht und verhindern Reibungen zwischen den Muskeln. Sie sind das Organ, welches alles mit allem verbindet, das den Körper zusammenhält und strukturiert.

Hoher Faszien-Anteil
Der Anteil des Bindegewbes (auch Faszien) im ausgewachsenen menschlichen Körper besteht aus 12 kg Gewicht. Faszien umgeben, umkleiden, lenken Flüssigkeit, schützen, isolieren und bilden Puffer. Die Fasern der Faszien bestehen u.a. aus Kollagen, Elastin und vor allem Wasser. In den Bindegewebshüllen werden durch Lymphkanäle Abfallstoffe abtransportiert. Immunzellen kämpfen dort gegen Bakterien – für unsere körpereigenen Abwehr kann gerade das Bindegewebe als entscheidender Faktor angesehen werden.

Der 6. Sinn
Das über den ganzen Körper verteilte Faszien-Netz kann als reichhaltiges Sinnes-
organ gesehen werden. Es ist entscheidend für die Wahrnehmung des eigenen Körpers in Haltung und Bewegung (Propriozeption). Das Fasziennetz ist außerdem mit zahlreichen Schmerzrezeptoren versehen.

Therapie
Durch eine intensive manuelle Behandlung (Faszien-Therapie) können mit akuten und chronischen Schmerzen einhergehende Störungen im Bindegewebe behoben werden.

Die generelle Pflege der Faszien kann jeder Patient selber vornehmen:
– ausreichende Regeneration,
vor allem durch Schlaf
– Bewegung, gezielte
sportliche Aktivität
– ausgewogene, gesunde Ernährung und genug
Wasser trinken

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