Dortmunder Centrum für Zelltransplantation besteht seit 5 Jahren

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Eine gelungene Kooperation für Dortmunder Leukämie- und Lymphom-Patienten. Das JoHo und Klinikum Dortmund versorgen gemeinsam Patienten. (v. l.) PD Dr. R. G. Meyer, Prof. Dr. M. Heike, Dr. V. Rethwisch und Dr. H. Hindahl); (Foto: Joho)

Die von Minister Laumann geforderte Umstrukturierung in der Krankenhauslandschaft bereits zu Beginn seiner Amtszeit, hat in Dortmund konkrete Umsetzung gefunden: das St.-Johannes-Hospital und das Klinikum Dortmund fassten ihre Ressourcen und Expertisen zusammen und gründeten das Dortmunder Centrum für Zelltransplantation DCZ.

Für die Patienten in Dortmund bedeutet dies eine bedarfsgerechte Versorgung mit gebündelten Kompetenzen und kurzen Wegen.

In der kürzlich erschienen Bertelsmann Studie zur zukünftigen Entwicklung des
Krankenhaussektors sind die Forderungen von Minister Laumann aufgenommen: genaue Planung, Vermeidung von Doppelstrukturen und bedarfsgerechte Versorgung sollen zeitnah umgesetzt werden. Dies findet sich in der Dortmunder Kooperation: Die Versorgung der Patienten mit Leukämien und Lymphomen wird in Dortmund passgenau umgesetzt. Denn die Blutstammzelltransplantation ist für viele Patienten mit bösartigen Bluterkrankungen die derzeit wirkungsvollste Therapie und für einige Patienten sogar die einzige Chance auf Heilung. Die Therapie erfordert ein erfahrenes Kernteam in der Behandlung von Bluterkrankung und einer Expertise in der Stammzelltransplantation. Die Transplantation ist eine sehr komplexe Therapie, die zudem erfordert, dass mit vielen weiteren Fachdisziplinen eng zusammengearbeitet wird.

Bis 2014 konnten Patienten mit bösartigen Bluterkrankungen in Dortmund nicht umfassend behandelt werden, weil die Blutstammzelltransplantation nicht durchgeführt werden konnte. Patienten, und Angehörige, mussten zu Therapien in andere Städte, vor allem Essen und Münster, ausweichen. PD Dr. R. G. Meyer, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II im St.-Johannes-Hospital und Prof. M. Heike, Chefarzt der Medizinischen Klinik im Klinikum Dortmund, haben für eine gemeinsame Lösung geworben und mit Unterstützung der Geschäftsführungen beider Häuser Strukturen geschaffen, in die jedes Haus seine Kernexpertise im Sinne der Therapieversorgung einbringt.

So wurde 2015 das Dortmunder Centrum für Zelltransplantation gegründet: Neben der Einrichtung einer Transplantationskoordination, die in beiden Häusern die Vorbereitung der Patienten begleitet und organisiert, gibt es wöchentliche gemeinsame Besprechungen und gemeinsame Visiten bei Patienten.

Diese Entwicklung steht für die gute Zusammenarbeit beider Kliniken in Dortmund, die damit die Patientenversorgung in Dortmund stärken.

 

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