Besuchsverbot macht nicht in allen Kliniken Sinn

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Ein striktes Besuchsverbot in einer psychiatrischen Abteilung oder Klinik wie in der LWL-Klinik Dortmund (Foto) wird kritisch gesehen. (Archivfoto: IN-StadtMagazine)

Der Ärztliche Direktor der LWL-Klinik Dortmund, Prof. Dr. Hans-Jörg Assion, gab den Dortmunder Stadtmagainen ein Statement zum Thema Besuchsverbot in Kliniken:

„Es sind ernste und besorgniserregende Wochen mit steigenden Infektionszahlen in Dortmund und den umliegenden Kreisen. Die bekannten Maßnahmen und Regeln (Abstand, Alltagsmaske, Hygieneregeln, u. a.) gilt es konsequent zu beachten, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. In Krankenhäusern gilt es, die Kontakte nach Außen auf ein erforderliches Maß zu senken.

Doch ist auch bekannt, das gerade bei psychischer Belastung und in einer psychischen Krise Kontakte zu wichtigen Bezugspersonen aufrecht erhalten werden sollten.
Deshalb ist ein striktes Besuchsverbot in einer psychiatrischen Abteilung oder Klinik kritisch. Menschen mit psychischen Problemen können Halt und Unterstützung durch die Bezugspersonen genommen werden.

So besteht die Gefahr, dass sich der Gesundheitszustand weiter verschlechtert. Gute soziale Kontakte wirken sich heilsam aus, wenn man psychisch belastet ist.
Darum müssen in psychiatrischen Einrichtungen die Nachteile von Maßnahmen, die infektiologisch sinnvoll erscheinen, sorgfältig mit den Vorteilen abgewogen werden.

Besuchseinschränkungen sind besser zu ertragen als generelle Verbote“, so Prof. Dr. med. Hans-Jörg Assion.

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