Artischocke – lecker und gesund

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Foto zur Verfügung gestellt von der Katharinen Apotheke

Die Artischocke stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, hat sich aber mittlerweile in ganz Europa und in Nordamerika verbreitet.
Die etwa 1,5 m hohe distelartige Pflanze trägt in der Blütezeit sehr große, violette Blüten, die auf fleischigen Hüllblättern sitzen. Diese Hüllblätter werden zum Verzehr geerntet, allerdings bereits vor der Blüte als ganze Knospe. Sie werden gekocht, die Hülle abgezogen und mit einer Vinaigrette oder einem anderen Dip gegessen. Am Boden des Blütenkopfes befinden sich die Artischocken-Herzen, die häufig eingelegt als Konservenware in unseren Supermärkten zu finden sind. Sie sind eine beliebte Zutat zu Pizza oder Salaten.

Aber auch als Arzneipflanze ist die Artischocke schon seit langem bekannt – bereits die alten Ägypter setzten sie ein. Hierzu werden nicht die schmackhaften Hüllblätter der Knospen, sondern die am Grund des Stängels wachsenden Blätter verwendet. Diese großen Blätter sind tief fiederspaltig und unterseits behaart.

Die Blätter enthalten zu etwa 0,5 Prozent Flavonoide (vor allem die Substanz Luteolin und deren Verwandten, das Cynarosid), zu 0,02 bis zwei Prozent finden sich Caffeoylchinasäure-Abkömmlinge und bis zu vier Prozent Bitterstoffe (Cynaropikrin).
Diese Inhaltsstoffe begründen die verdauungsfördernde Wirkung der Artischocke. Sie erhöhen die Produktion von Magensäure und fördern die Produktion und Ausschüttung von Gallensäuren. Damit bewirken sie eine Steigerung des Appetits und helfen bei Blähungen und Bauchkrämpfen, die durch zu fettreiche Nahrung verursacht werden.
Auch eine cholesterinsenkende Wirkung wurde in kleinen Studien beobachtet.

Allerdings sind die arzneilichen Wirkungen nur bei Verwendung der Stängelblätter zu erwarten, die als Speise verzehrten Hüllblätter der Knospe enthalten die beschriebenen Inhaltsstoffe nicht.

Warnhinweis: wer unter säurebedingten Magenbeschwerden, Gallensteinen oder einem Verschluss der Gallenblase bzw. des Gallenganges leidet, sollte arzneiliche Zubereitungen nicht ohne ärztlichen Rat zu sich nehmen.

Ihre Katharinen Apotheke aus Dortmund-Kirchlinde

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