Alles eine Frage der Nerven (Gastbeitrag)

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Störungen entstehen häufig an der Wirbelsäule

Wie Chiropraktik mit Behandlungen des Nervensystems Gesundheit unterstützt – Stress, wenig Bewegung, zu langes Sitzen am Schreibtisch – im Alltag sind wir vielen Belastungen ausgesetzt. Da unser Körper aber ein sich selbst regulierendes System ist, kann er diese schädlichen Einflüsse bis zu einem gewissen Punkt kompensieren. Dennoch gibt es ein Zuviel – dann gerät unser Organismus aus dem Gleichgewicht, Symptome wie Kopf- oder Rückenschmerzen entstehen. Um das System wieder auf Kurs zu bringen, braucht unser Körper jetzt Unterstützung. Neben bekannten Stellschrauben – z. B. gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung – spielt in diesem Zusammenhang auch ein intaktes Nervensystem eine entscheidende Rolle. Denn das ist die Basis für ganzheitliche Gesundheit. Warum? Das Nervensystem steuert alle Prozesse im menschlichen Organismus. Kommt es hier zu Störungen, helfen gesundes Essen & Co. allein nicht weiter. Genau hier setzt die Amerikanische Chiropraktik an. „Das geht mir auf die Nerven …“ Was für viele nur ein Sprichwort ist, hat einen wahren Kern: Belastungen – welcher Art auch immer – können sich direkt auf die Nerven auswirken. Hintergrund: Als ganzheitliches System sind im menschlichen Körper alle Funktionen, Organe und Prozesse über das zentrale Nervensystem miteinander verbunden. Ist der Informationsfluss hier blockiert, kann es zu krankhaften Veränderungen des Organismus kommen. Diese Störungen entstehen häufig an der Wirbelsäule, dem knöchernen Schutz des Nervensystems: Wirbel verschieben sich, fixieren in der verlagerten Position und verursachen dadurch Stress im Nervensystem. Dies wird als „Subluxation“ bezeichnet. Ursachen dafür finden sich oft in den Belastungen des täglichen Lebens: Stürze, zu langes Sitzen oder Fehl- und Schonhaltungen. Obwohl diese Aufzählung nahelegt,  dass hauptsächlich Erwachsene betroffen sind, ist dies völlig altersunabhängig. Bei Kleinkindern können bspw. 3-Monatskoliken oder häufige Mittelohrentzündungen Indizien für eine Subluxation sein.

Gesundheit braucht starke Nerven
Starke – sprich: 100%ig funktionsfähige – Nerven lassen sich nicht so einfach erkennen. Schmerzfreiheit allein reicht z. B. nicht aus. Denn die Mehrzahl der Nerven ist nicht schmerzleitend. Subluxationen können daher lange Zeit bestehen, bevor Störungen am Bewegungssystem oder an den Organen erkennbar werden. Mitunter lösen sie erst nach Jahren Symptome wie Bandscheibenvorfall, Hexenschuss, chronische Verspannungen oder Migräne und Tinnitus aus.

Chiropraktiker sind daher auch keine Schmerztherapeuten und behandeln nicht die Symptome, sondern sie gehen den Ursachen einer Erkrankung auf den Grund. Das erreichen sie über die Justierung fehlgestellter Wirbel – also das Anwenden eines gezielten, sanften äußeren Impulses auf den betroffenen Wirbel z. B. mithilfe manueller Techniken oder spezieller Behandlungstische. Blockaden werden so gelöst, Nervenimpulse können wieder ungestört fließen, Muskeln und Organe ihre Arbeit wieder ungehindert verrichten.

Dauerhaft gesund
Je länger ein Mensch an durch Wirbelfehlstellungen ausgelösten Nervenstörungen leidet, desto länger dauert es, bis diese behoben sind. Die Vision der Chiropraktik ist es daher, Symptome gar nicht erst entstehen zu lassen und dem menschlichen System durch präventive chiropraktische Behandlung die Fähigkeit zur Selbstheilung – zum Gesundsein – zu erhalten. Im Idealfall beginnt die Behandlung daher bereits in jungen Jahren. Auf diese Weise reichen oftmals schon wenige minimale Impulse aus, um die Weichen für dauerhaftes Gesundsein zu stellen.

Autor: Friedemann Theill, zweiter Vorsitzender der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft für Chiropraktik e.V. (DAGC) und Heilpraktiker.

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