14. November 2015: Welt-Diabetestag

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Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Füße (Foto: AOK)

Diabetes mellitus zählt zu den großen Volkskrankheiten in Deutschland. Insgesamt wurde laut Robert-Koch-Institut bei 7,2 Prozent der Erwachsenen jemals ein Diabetes diagnostiziert.

Bei etwa 90 Prozent aller Diabetesfälle handelt es sich um Diabetes mellitus Typ-2, der typischerweise im mittleren bis höheren Alter auftritt. Diabetes mellitus Typ-1 kommt dagegen sehr viel seltener vor und tritt meist sehr plötzlich bei Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen auf. Unzureichend betreuter Diabetes zieht häufig weitere Krankheiten nach sich. Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung oder Fußamputationen können die Folge sein

Diabetiker-Füße schützen
Mit mehr als zwei Dutzend Knochen, über einhundert Bändern und zigtausenden von Nerven sind unsere Füße ein echtes Wunderwerk. Wie unverzichtbar sie sind, merken wir allerdings immer erst, wenn sie mal nicht mehr richtig mitmachen. „Jeder sollte deshalb gut auf seine Füße achten. Für Diabetiker gilt das ganz besonders“, sagt Thomas Ebel, Arzt im AOK-Bundesverband. Sorgfältige Pflege und tägliche Kontrolle helfen, die besonders bei Diabetikern gefürchteten Nervenschäden und ihre Folgen zu verhindern. In enger Zusammenarbeit mit Ärzten und weiteren Fachleuten lernen Diabetiker, wie sie bestmöglich mit ihrer Erkrankung zurechtkommen. Viele Diabetiker müssen Medikamente nehmen, viele können ihre Blutzuckerwerte aber auch schon durch einen gesunden Lebensstil in den Griff bekommen. „Ganz wichtig ist, dass Diabetiker für sich selbst gut sorgen“, sagt Ebel.

Gemeinsam mit dem Arzt können sie so auch viel dazu beitragen, Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus erst gar nicht entstehen zu lassen.

Nervenstörungen im Fuß sind gefährlich
Nervenstörungen im Fuß sind deshalb so gefährlich, weil das Schmerzempfinden nachlässt und die Betroffenen beispielsweise Druckstellen durch Schuhe gar nicht mehr wahrnehmen: Genau hier bilden sich dann schnell tiefe Wunden. Ist die Haut schlechter durchblutet, begünstigt das ebenfalls, dass sich Druckstellen und Wunden bilden, außerdem heilen sie schlecht. „Um hier vorzubeugen, ist es enorm wichtig, dass Diabetiker ihre Füße richtig pflegen und täglich sorgfältig
kontrollieren.“

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