Geschäftsführer-Wechsel am Dortmund Airport

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(v. l.) Udo Mager, der sich Ende September in den Ruhestand verabschiedet, Guntram Pehlke und der neue Geschäftsführer Ludger van Bebber. (Foto: Dortmund Airport)

Es ist einer der letzten Tage, die Udo Mager als Geschäftsführer am Dortmund Airport verbringt. Gut sieben Jahre lang setzte er sich für die Belange des Unternehmens und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Auf der gestrigen Pressekonferenz ließ Guntram Pehlke, Aufsichtsratsvorsitzender des Dortmund Airport und Vorstandsvorsitzender der Konzernmutter DSW21, die Amtszeit von Udo Mager Revue passieren. 

Erfolgreiche sieben Jahre
Und es gibt viel zu erzählen, denn die vergangenen sieben Jahre waren für den Dortmund Airport überaus erfolgreiche. Gut 1,92 Mio. Passagiere nutzten 2013 – dem Eintrittsjahr von Udo Mager – den Dortmund Airport. 2019 waren es mit 2,72 Mio. Fluggästen nicht nur gut 40 Prozent mehr, sondern auch das beste Ergebnis, das der Flughafen jemals erzielt hat. Neben der Steigerung der Passagierzahlen war es Magers erklärtes Ziel, der schwarzen Null beim Betriebsergebnis so nah wie möglich zu kommen. Das Zukunftskonzept, das den Weg dahin ebnen sollte, wurde im Sommer 2019 von der EU-Kommission genehmigt. Im selben Jahr konnte das operative Defizit auf 0,4 Mio. Euro reduziert werden. „Wenn man auf die Entwicklung sowohl der Fluggastzahlen als auch der Ergebnisse schaut, verdient Udo Mager im Zeugnis eine Eins mit Sternchen“, urteilt Pehlke.

Corona änderte Situation gravierend
Dann kam das Jahr 2020, das für den scheidenden Geschäftsführer wohl eines der schwersten gewesen sein dürfte. „Ich erinnere mich noch genau an den 13. März 2020. Ich habe unserem Aufsichtsrat an dem Tag das beste Jahresergebnis in der Geschichte des Flughafens vorgestellt“, so Mager. Einen Tag später wurden alle Flüge nach Polen – einer der wichtigsten Märkte des Dortmund Airport eingestellt. Keine Woche später sank die Passagierzahl auf unter 1.000 Fluggäste am Tag ab, alle gastronomischen Angebote, die Besucherterrasse und der Duty Free Shop wurden geschlossen. Der Krisenstab wurde einberufen.

„Das waren für uns alle schwere Zeiten. Als Geschäftsführer habe ich gedacht ´Hoffentlich geht das gut!´. Die Passagierzahlen sanken im Laufe der Monate April und Mai weiter, teilweise hatten wir gar keinen Fluggast am Tag“, erzählt Mager. Dann der Lichtblick: Am 18. Juni gab die ungarische Airline Wizz Air bekannt, mitten in der Corona-Pandemie eine Base am Dortmund Airport zu eröffnen. „Dass der Dortmund Airport derzeit wesentlich besser durch die Corona-Zeit kommt, als die meisten anderen Flughäfen und die Zusammenarbeit mit Wizz Air in dieser Zeit sogar noch weiter ausbauen konnte, ist ebenfalls ganz wesentlich Udo Magers Verdienst“, so Pehlke.

Für Pehlke bleibt am Ende nur eines zu sagen: „Ich möchte mich bei Udo Mager für seine herausragende Arbeit als Geschäftsführer bedanken. Ganz persönlich danke ich ihm für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Für seinen neuen Lebensabschnitt wünsche ich ihm alles Gute, vor allem Gesundheit und Zeit für all die Dinge, die in den vergangenen Jahren zu kurz gekommen sind.“

Ludger van Bebber folgt auf Udo Mager
Magers Nachfolger ist in der Branche kein Unbekannter. Ab dem 1. Oktober wird Ludger van Bebber, bisher Geschäftsführer am Flughafen Weeze, die Geschickte am Dortmund Airport leiten.

Ludger van Bebber tritt in große Fußspuren, ist sich aber der Verantwortung bewusst und freut sich auf die neue Herausforderung: „Der Flughafen in Dortmund hat sich in den letzten Jahren hervorragend entwickelt. Mich reizt die Aufgabe diesen Standort in einer prosperierenden Großstadt mit einem professionellen Team weiter zu entwickeln.“

Auch er kommt nicht ohne Ziele: „Das Jahr 2021 wird sicherlich noch deutlich im Licht der Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie stehen. Danach ist das oberste Ziel schnellstmöglich wieder zum vorherigen Verkehrsniveau zurückzukehren und die gute wirtschaftliche Entwicklung fortzuführen“, so van Bebber.

„Durch die Eröffnung der Base, die Änderung der Betriebszeiten und auch die Antragsstellung zur Schwellenverlegung ist das Unternehmen zukunftsorientiert aufgestellt. Auch wenn die Luftfahrtbranche vor schwierigen Monaten oder Jahren steht, ist der Dortmund Airport deshalb gut gerüstet. Ich wünsche Herrn van Bebber viel Erfolg und alles Gute!“, so Mager.

Pehlke ist sich sicher, dass van Bebber seine Ziele erreichen wird und der bestmögliche Nachfolger für Mager ist: „Ludger van Bebber ist ein absoluter Fachmann. Er kennt sich in der Flugbranche bestens aus, bringt viel Erfahrung mit und verfügt über ein großes Netzwerk. Zudem hat er in Weeze zweierlei bewiesen: Zum einen, dass er schwierige Situationen bewältigen kann. Zum anderen, dass er auch das Nebengeschäft, den sogenannten Non-Aviation-Bereich, wei-terentwickeln kann. Das sind in Summe genau die Eigenschaften und Qualifikationen, die es braucht, um die außerordentlich erfolgreiche Arbeit von Udo Mager fortzusetzen. Gemeinsam stehen wir in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.“

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