Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus

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(v. l.) Ute Wendt in Vertretung für Prof. Dr. Jens Bothe, Pflegedirektorin Yvonne Auclair und der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Hans-Jörg Assion bei der Kranzniederlegung am Mahnmal. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Vor 73 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Vernichtungslager Auschwitz von Soldaten der Roten Armee befreit. Seit 1996 ist dieser Tag Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

Auch in der damaligen Provinzialheilanstalt Aplerbeck, heute LWL-Klinik, wurden Menschen mit psychischer Erkrankung und/oder Behinderung Opfer der menschenverachtenden Ideologie. Mehrere hundert Patienten wurden in andere Anstalten verlegt, wo sie dann umgebracht wurden. Eine der ersten war die Dortmunderin Hedwig Rosenberg, die laut den Akten mit großer Wahrscheinlichkeit in der Tötungsanstalt Brandenburg im September 1940 vergast wurde. Nach ihr wurde im letzten Jahr das Haus 13 auf dem LWL-Klinik-Gelände umbenannt. Neben den Deportationen von Erwachsenen wurden auch Kinder – sowohl hier als auch durch Verlegung in entsprechende andere Anstalten – ermordet.

Diese Gräueltaten sind schwer zu fassen. Zu wenige sind damals „dem Rad in die Speichen gefallen“ (D. Bonhoeffer, 1906–1945, Theologe und Nazi-Gegner), zu viele haben mitgemacht, geduldet, toleriert, weggesehen. Aus diesem Grund ist es gut und wichtig, innezuhalten, zu erinnern, zu gedenken und zu mahnen, dass solche Zeiten nie wieder möglich werden.

In der Auferstehungskirche auf dem LWL-Gelände wurde der nationalsozialistischen Opfer gedacht und am Mahnmal ein Kranz niederlegt. Die Gedenkfeier wurde von den Schülern der LWL-Akademie Dortmund und den Seelsorgern der LWL-Klinik gemeinsam gestaltet.

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