Fußballmuseum: SPD Marten fordert vergünstigte Eintrittspreise für Dortmunder und Sozialleistungsbezieher

0
32
Archivfoto: IN-StadtMagazine

Der SPD-Ortsverein Marten fordert niedrigere Preise für das Fußballmuseum – zumindest für Dortmunder. Diese Forderung war Gegenstand einer Diskussion in der letzten Mitgliederversammlung der Genossinnen und Genossen.

Der von der Versammlung beschlossene Antrag mit dem Titel „Wer die Zeche zahlt, soll auch etwas davon haben“ fordert, dass Bürgerinnen und Bürger, die in Dortmund wohnhaft sind, vergünstigt das Deutsche Fußballmuseum besuchen dürfen.

Der Vorsitzende Martin Schmitz dazu: „Die Menschen in Dortmund müssen mit ihren Steuern für die Verluste des Museums aufkommen, obwohl davon eher auswärtige Gäste profitieren. Die städtischen Mittel für den Ausgleich der Verluste des Museums würden ansonsten in Schulen, Spielplätze oder Radwege landen.“

Daher fordert die Martener SPD einen speziellen Dortmund-Rabatt und ebenso einen vergünstigten Eintritt für Inhaber der Ehrenamtskarte: „Das wäre gerecht!“

Zudem soll es für Empfänger von Sozialleistungen einen noch günstigeren Sozialtarif geben. „Wer von HartzIV lebt, hat bei den aufgerufenen Eintrittspreisen keine Chance dieses Museum jemals zu besuchen. Das grenzt vor allem Zehntausende nicht minder fußballbegeisterte Kinder und Jugendliche in Dortmund aus. Ob sich das der größte und reichste Sportverband der Welt auf die Fahne schreiben will, wage ich zu bezweifeln“, so Schmitz weiter.

Dass die Vorschläge aus Marten zu noch weniger Einnahmen im Fußballmuseum führen, glaubt Schmitz nicht. „Das Museum lebt von Touristen. Dortmund-Rabatt und Sozialtarif führen dagegen eher zu zusätzlichen Besuchern aus Dortmund, so dass am Ende sogar ein Plus stehen dürfte.“

Der SPD-Vorsitzende kontert auch die Kritik von Museumschef Manuel Neukirchner, das DFB-Museum werde bei Weitem weniger bezuschusst als städtische Museen: „Wer einmal das Fußballmuseum besucht hat, weiß, dass dieses ein kommerzialisiertes Angebot mit hohem Entertainment-Faktor und Produktpräsentationen ist. Die städtischen Museen haben dagegen vor allem einen Bildungsauftrag. Man darf da nicht Äpfel mit Birnen vergleichen!“

 

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
500