Unfassbarer Ausbildungsverein

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Hulk (hier noch in Diensten des FC Porto) wechselte 2012 für 55 Mio. zu Zenit St. Petersburg Foto: Wikipedia (Steindy)

FC Porto – Mit dem FC Porto klopft in der Zwischenrunde der UEFA Europa League im Februar ein starker Gegner an die Tore des Signal Iduna Parks. Eine schwere Aufgabe für die schwarzgelben Protagonisten auf dem grünen Rasen, für die BVB-Fans aber zugleich ein sehr reizvoller Gegner, der wieder für Champions League-Atmosphäre sorgen wird. Immerhin ist der portugiesische TOP-Club mit zehn Punkten und damit als bester Gruppendritter aus der Champions League ausgeschieden und darf sich durchaus auf Augenhöhe mit dem BVB sehen. Die offiziell anerkannten Ultra-Fangruppierungen „Super Dragoes“ und  „Colectivo Ultras 1995“ folgen ihrem Team zu jedem Spiel und werden ihre „Blauweißen“ auch in Dortmund tatkräftig unterstützen.

1893 gegründet gewann der FC Porto sogleich die erste portugiesische Meisterschaft. Schon 1945 zählte der Verein rund 8.000 Mitglieder. 1984 erreichte der Club aus der nordwestportugiesischen Hafenstadt das Finale im Europapokal der Pokalsieger, wo man sich dann aber gegen Juventus Turin geschlagen geben musste. Doch nur drei Jahre später gelang dem FC Porto im Europapokalfinale der Landesmeister der sensationelle 2:1 Sieg über den FC Bayern München. Mit José Mourinho begann 2002 eine neue Ära, er führte radikale Veränderungen durch, bevor er Landesmeisterschaft, UEFA Cup, Champions League, den portugiesischen Supercup und Weltpokal nach Porto holte. In dieser Zeit wurde auch das Estádio do Dragão mit einem Fassungsvermögen von 52.000 Plätzen fertiggestellt. Seit Mourinhos Abgang fiel es dem FC Porto nicht leicht, seine Ära erfolgreich fortzuführen. Am 19. Januar 2016 übernahm José Peseiro die Nachfolge von Porto-Trainer Julen Lopetegui. Peseiro absolvierte geneinsam mit José Mourinho denselben Trainerlehrgang – ein gutes Omen?

Weltweites Top-Scouting
Mehr als 200 Scouts sind rund um den Globus für den FC Porto aktiv, um sich möglichst wenig Talente entgehen zu lassen. Fehleinkäufe? Nicht beim FC Porto! Bei der Sichtung von Talenten geht der 27-malige portugiesische Meister durchdacht vor: Talentierte junge Spieler werden – meist in Südamerika  – für relativ kleines Geld gekauft oder ausgeliehen. Im Verein erfolgt dann die Weiterbildung auf Top-Niveau, bis sich das ungeschliffene Juwel zum gereiften Profi entwickelt hat und auf dem Zenit seines Marktwertes verkauft werden kann.

Transferplus von mehr als 350 Millionen
Mit den Transfers von internationalen Größen wie Pepe (jetzt Real Madrid), Hulk (Zenit St. Petersburg), Radamel Falcao (Chelsea London), James Rodriguez (Real Madrid), Eliaquim Mangala (Manchester City) und zuletzt Danilo Luiz da Silva (Real Madrid) erzielte der FC Porto seit dem erfolgreichen Jahr 2004 bis heute ein Transferplus von über 350 Millionen Euro. In der Saison 2014/15 generierten die „Drachen“ ein Transferplus von 45 Millionen Euro, davor waren es 43 und in der Saison 2012/2013 sogar 62 MillionenMarktwert bei rund 22 Millionen Euro. Folgen Brahimi und Co. der Regel, wird es für die zahlungskräftigsten Klubs Europas nicht billig.

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