„Schichtwechsel“ – Sonderausstellung im Deutschen Fußballmuseum

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Museumsdirektor Manuel Neukirchner, Fritz Pleitgen, Vorsitzender des Beirates von „Glückauf Zukunft“, und Bernard Dietz, Fußball-Legende des MSV Duisburg (v. l.), stimmen sich auf die Sonderausstellung ein. (Foto: Deutsches Fußballmuseum)

Das Deutsche Fußballmuseum widmet ab 21. März 2018 dem Fußball im Ruhrgebiet eine Sonderausstellung mit zahlreichen Veranstaltungen

Der Fußball und das Ruhrgebiet sind seit vielen Jahrzehnten eng miteinander verbunden. Kohle, Stahl, harte Arbeit und der Fußball haben das Ruhrgebiet und seine Menschen über Generationen geprägt und im Laufe der Zeit viele Veränderungen durchlebt. Arbeit und Fußball gehören zur DNA des Ruhrgebiets und seiner Bewohner. Denn sowohl bei der Arbeit als auch beim Fußball sind Teamgeist und Solidarität nicht nur gefragt, sie sind notwendige Voraussetzungen.

Deswegen wird der 21. Dezember 2018 in der Ruhrgebietschronik ein markantes Datum einnehmen, denn mit der Schließung der Zeche Prosper Haniel in Bottrop wird das letzte Steinkohlen-Bergwerk im Ruhrgebiet seine Schächte für immer schließen. Die Initiative „Glückauf Zukunft“, die von der RAG-Stiftung, der RAG-Aktiengesellschaft und Evonik ins Leben gerufen wurde, trägt dem Strukturwandel im Ruhrgebiet Rechnung. Innerhalb dieser Initiative übernimmt  das Fußballmuseum in Dortmund eine wichtige Rolle. In einer umfangreichen Sonderausstellung, flankiert von verschiedenen Veranstaltungen, beschäftigt sich das Fußballmuseum mit der engen Verbundenheit von Fußball, Bergbau und dem Leben im Ruhrgebiet.

Museumsdirektor Manuel Neukirchner dazu: „Das Ruhrgebiet hat sich im Zuge des Strukturwandels längst zu einem Dienstleistungssektor und zu einem Standort für Bildung und Kultur entwickelt. Auf ehemaligen Berg- und Stahlwerken blühen Landschaftsparkanlagen, Industriebrachen sind zu Kulturbetrieben umgestaltet worden. In unserer Sonderausstellung stoßen die Besucherinnen und Besucher zunächst auf markante Spuren des Fußballs unter Fördertürmen in der Vergangenheit, die schließlich in einer Begegnung mit der Zukunft münden.“

Am 21. März 2018 wird das Fußballmuseum die Sonderausstellung „Schichtwechsel – FußballLebenRuhrgebiet“ mit einer feierlichen Matinee und mit zahlreichen Gästen aus Politik, Kultur und Sport eröffnen. Dabei wird in der Sonderausstellung, was den Fußball und dessen Beziehungen zum Ruhrgebiet betrifft, nicht nur der Blick in die Vergangenheit, wie auf Vereine, Spielstätten und Spieler aus der Region gerichtet werden, sondern es wird sich auch mit den Fragen „was bleibt?“ und „wie geht es weiter?“ beschäftigt. Dazu gehört nicht nur der Blick auf die etablierten Bundesligaclubs aus dem Ruhrgebiet. Auch Vereine, die im Laufe der Jahrzehnte in unteren Spielklassen an Bedeutung verloren haben, werden Thema der Ausstellung sein. Die Sonderausstellung wird bis zum 23.12.2018 im Fußballmuseum zu sehen sein.

Begleitet wird Schichtwechsel – FußballLebenRuhrgebiet“ von verschiedenen Veranstaltungen des museumseigenen Kulturprogramms ANSTOSS, unter anderem mit dem ersten Filmfestival des Revierfußballs (10.10.–14.10.). Unter dem Motto „Dem Fußball seine Dönekes“ lädt Comedian Ben Redelings mit Bruno Knust (8.5.), Frank Goosen (4.9.) und Fritz Eckenga (13.11.) den humoristischen Hochadel des Ruhrgebiets nach Dortmund ein. Darüber hinaus entsteht auf dem Museumsvorplatz ein modernes Kleinspielfeld, das öffentlich genutzt werden kann und über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Bolzplatzkultur informiert.

Termine, die einen Besuch bzw. erneuten Besuch des Fußballmuseums auf alle Fälle lohnen.

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