Rostow am Don – Dortmunds Partnerstadt im WM-Fieber

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Die imposante Rostow-Arena zeigt sich bei Dunkelheit mit einem beeindruckenden Farbspiel (Foto: Sputnik/Iliya Pitalev)

Rostow am Don ist seit 40 Jahren Dortmunds Partnerstadt – und eine von elf Städten, die in Russland die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 aurichtet. Rostow steht damit vor ähnlichen Herausforderungen wie Dortmund vor der WM 2006. Im Vorfeld zur Fußballweltmeisterschaft reiste die A-Jugendfußballmannschaft des FC Wellinghofen auf Einladung der Stadt Rostow am Don zum Jugendfußballturnier „Pokal der Freundschaft“ im Mai 2018 in Dortmunds Partnerstadt.

Das Tor zum Kaukasus
Rostow am Don wurde 1749 am rechten Ufer des Dons, 46 Kilometer von seiner Mündung in das Asowsche Meer, gegründet. Ursprünglich befand sich hier eine Zollstation. 1760 begann der Bau einer Festung, um die südliche Grenze Russlands zu schützen. Binnen einer relativ kurzen Zeit verwandelte sich Rostow am Don von einem kleinen Hafen in eine Stadt mit mehr als einer Million Einwohnern. Inoffiziell gilt Rostow am Don als „Tor zum Kaukasus“ und „südliche Hauptstadt“ Russlands. Die Stadt wird auch als „Vater Rostow“ bezeichnet.

In Rostow am Don sind die Traditionen des Kosakentums – des im 16. Jahrhundert entstandenen militärischen sozialen Standes – noch sehr stark erhalten geblieben – wie nirgendwo sonst in Russland. Ein typisches Dorf in der Umgebung Rostows heißt „Staniza“. Dabei handelt es sich um eine Kosakensiedlung. Die wohl bekannteste von allen Kosakensiedlungen ist Weschenskaja, der Geburtsort des bekannten sowjetischen Schriftstellers Michail Scholochow.

45.000 Zuschauer können im Stadion mitfiebern
Im Vorfeld der Fußball-WM 2018 wurde in Rostow am Don ein ganz neues Stadion gebaut – die Rostow-Arena. Von der Nordtribüne ist ein herrliches Don-Panorama zu sehen und von der geschlossenen Südtribüne ein Wald und die weite Steppe in der Umgebung der Stadt. Prächtig ist die Fassade der Rostow-Arena aus Stahlkonstruktionen und Glas.

Während der WM-2018 werden in der Rostow-Arena mehrere Spiele der Gruppenphase und ein Achtelfinalspiel ausgetragen. Nach der WM-Endrunde wird die Arena dem russischen Erstliga-Verein FC Rostow (Vizemeister 2015/16, Champions League Teilnehmer 2016/2017) übergeben.