Kubas Herzensangelegenheit

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Jakub Błaszczykowski (Kuba) hier im BVB-Trikot gegen Hoffenheim. (Foto: IN-StadtMagazine)

Zu seiner letzten Karrierestation möchte Jakub Blaszczykowski das Geld mitbringen
Im heutigen Profifußball diktieren Fernsehsender die Anstoßzeiten, pilgern englische Fans am Wochenende in Bundesligastadien, da die heimischen Ticketpreise schlichtweg nicht mehr zu stemmen sind, und inszenieren Stars sich beim Verkosten von vergoldeten Steaks. Die Fan-Basis hat also gute Gründe zur Sorge, auf der Bühne ihres Sports immer mehr zu Statisten degradiert zu werden.

Wie wohltuend ist es da zu hören, dass es im Weltfußball auch ganz anders zugehen kann. Umso mehr natürlich, wenn man im selben Zuge bestätigt bekommt, sein Herz nicht an den Falschen verloren zu haben:

Bei Wisla Krakau reifte Jakub Blaszczykowski ab 2005 zum Star, bevor sich der BVB zweieinhalb Jahre später seine Dienste sicherte. Ohnehin wäre es traurig gewesen, wäre für diese große Karriere ausgerechnet auf der Bank des VfL Wolfsburg der letzte Vorhang gefallen. Nun aber ist zudem Kubas Stammverein, immerhin 13-facher nationaler Meister, in schweres Fahrwasser geraten. Der letzte Titel liegt über acht Jahre zurück, es droht der Lizenzentzug. In dieser Situation sei der einstige Star des Clubs – so wurde gemunkelt – bereit, wieder für Krakau aufzulaufen. Garantiertes Jahresgehalt: Nix! Damit nicht genug, sei der 33-Jährige offenbar gewillt, durch ein Darlehen über 310.000 € die Rückversetzung des Traditionsvereins in die 3. Liga zu verhindern.

Im Trainingsbetrieb jedenfalls mischt Kuba an alter Wirkungsstätte bereits wieder mit. Aktuell scheint es nur noch das schwebende Lizenzverfahren zu sein, welches einer Vertragsunterschrift im Wege steht.

In jedem Falle dürfte Jakub Blaszczykowski mit dieser Aktion seinen Ruf als Fußballheld hier wie dort zementiert haben. Und sind es nicht ohnehin oft genug die „etwas anderen Profis“, welche den Fans im Gedächtnis bleiben? An Dortmunds Mittelfeldkämpfer jedenfalls wird man, wenn alles gut läuft, auch in zehn Jahren nicht als den Mann der goldlackierten Autos oder goldlackierten Steaks denken, sondern an den Profi, der seinem Stammverein einst das Überleben sicherte.

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