Interview mit Klaus Neuhaus und Rüdiger Wache

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(v. l:): Rüdiger Wache und Klaus Neuhaus

Wir haben den Anspruch von „Anti-Fernsehen!“ – BVB-Fans sind sie schon seit längerem bekannt: die Videos von Klaus Neuhaus, der in Dortmund-Mengede eine Musikschule betreibt und seinem stimmgewaltigen Freund, Rüdiger Wache, beide Dortmunder Urgesteine und 1909%ige BVB-Fans. Ihre humorvollen, selbstgetexteten Songs, die immer mit einem gewissen Augenzwinkern im Internet präsentiert werden, sind schon seit Jahren Kult. Die Anzahl ihrer geklickten Videos geht häufig in den 6-stelligen Bereich und mit ihrem letzten Video „Shinji’s coming home”, welches sie anlässlich der Rückkehr von Kagawa zum BVB bei You Tube als „Los Dortmundas” präsentierten, hatten sie innerhalb von einer Woche über 40.000 Klicks erhalten. Für das Internet Fanzine „schwatzgelb” waren das genug Anlässe, um mit den beiden ein Interview zu führen.

schwatzgelb: Wie seid ihr eigentlich auf die Idee gekommen, überhaupt Videos zu produzieren und online zu stellen?

Klaus: Für meine Hauptbeschäftigung, also meine Musikschule hier in Dortmund-Mengede, produziere ich ja schon seit längerem Videos. Das erste Video mit BVB-Bezug war dann der Shinji Kagawa-Song, den ich noch allein, also ohne Rüdiger, hier in unserem kleinen Aufnahmeraum gemacht habe. Das war im Januar 2011 und im Mai des gleichen Jahres haben wir den Song, dann live bei der von schwatzgelb organisierten Meisterschaftsfeier in der Dortmunder Hafenschänke Subrosa gebracht, wo er sehr gut aufgenommen wurde. Das war dann gleichzeitig Rüdigers Premiere als Lead Vocalist live auf einer Bühne.

Rüdiger: Ja, das war schon eine Überraschung, weil ich vorher von nichts wusste. Klaus hat mir kurz vor dem Beginn des Auftritts vorgeschlagen, auf die Bühne zu gehen und zur Keyboard-Begleitung zu singen. Natürlich war ich am Anfang nervös, aber das legte sich dann im Laufe des Abends und der Auftritt hat uns allen riesigen Spaß bereitet. Danach hat sich das dann mit unseren Videos entwickelt und mittlerweile haben wir so um die 30 Videos bei You Tube online gestellt.

schwatzgelb: Eure Videos drehen sich ja schwerpunktmäßig um Borussia Dortmund, aber ihr habt Euch auch andere Fußballthemen vorgenommen?

Klaus: Ja, die Mehrheit unserer Videos dreht sich natürlich um den BVB. Da gibt es unsere zahlreichen Lieder mit BVB-Bezug oder unsere Reihe „Rüdigers Spieltaganalyse”, in der wir in den beiden vergangenen Meisterjahren von Borussia Dortmund die Spiele mit einer Prise Humor analysiert haben. Wir haben aber auch einige Videos gemacht, die eindeutig „pro Fan” sind. Nicht unbedingt pro Verein aber eben pro Fan. Da gibt es z. B. unser Video „Für immer Westfalenstadion”. Da habe ich mal ein kurzes Lied geschrieben, denn ich glaube für die meisten Fans heißt unser Stadion immer noch Westfalenstadion, das ist einfach immer noch in Fleisch und Blut. Dann haben wir auch einmal ein Video gemacht, in Richtung „Uhrzeit”. Das heißt „Samstag 15:30 h möchten wir die Fußball Bundesliga sehen”. Und nicht Freitag, Samstag oder Sonntag zu merkwürdigen Uhrzeiten. Dann habe ich auch mal ein klitzekleines Gedicht geschrieben, das hat Rüdiger vorgetragen. Das heißt nur: „Ein Stadion ist kein Park, ein Stadion ist keine Arena! Ein Stadion ist ein Stadion, ist ein Stadion.” Wir glauben, auch mit solchen Sachen haben wir bei manchen Fans das getroffen, was viele denken.

Rüdiger: Dann haben wir auch viele alte Sachen wieder neu belebt, so einige Retrogeschichten, wie z.B. „Ajax ist zum Putzen da”. Das ist ja ein uraltes Ding aus den 60er/70er Jahren gewesen. Und wir haben da noch einige alte Fangesänge von früher mit eingebaut wie „wen wollen wir schmausen? Rot Weiß Oberhausen” und „wen wollen wir fressen? Rot Weiß Essen”.

Klaus: Da haben wir uns natürlich tierisch gefreut, dass dieses Lied dann bei dem CL-Auswärtsspiel in Amsterdam fast die komplette zweite Halbzeit von den BVB-Fans durchgesungen wurde. Eines unserer meistgeklickten Lieder, sofort hinter den Kagawa-Songs, war „wir sind die schwarzgelben Boys, Götze und Reus”. Das haben wir dann natürlich aus verständlichem Anlass gelöscht.

schwatzgelb: Wie muss man sich bei euch eigentlich die Entstehung eines Songs vorstellen? Ihr habt eine Idee, dann wird anschließend geprobt und aufgenommen?

Rüdiger: Wir proben überhaupt nicht. Ich komme hier hin, Klaus spielt mir das einmal vor und schon geht’s los mit der Aufnahme.

Klaus: Stimmt! Wir proben unsere Ideen nicht. Wir besprechen das vorher, oft am Telefon. Z. B. das letzte Lied „Shinji’s coming home” das war so eine Geschichte – ich habe es neulich in einem anderen Interview schon mal gesagt, das war so wie der Spruch von den zwei Doofen und einem Gedanken! (lacht). Wir haben an dem Wochenende, als der Transfer stattfand, telefoniert und ich hatte seit Freitag schon die Idee, diesen Song zu machen. Und Rüdiger hatte genau die gleiche Idee. Dann haben wir es Montag aufgenommen und hochgeladen. Was dabei unser Prinzip ist, wir machen ausschließlich „First Take”. Wenn ich mich verspielen sollte, was zum Glück nicht so häufig vorkommt, dann bleibt es eben drin und wird nicht mehr korrigiert. Wir haben da beide so den Anspruch von „Anti-Fernsehen”. Das ist mein Begriff für das, was wir machen. „Anti-Fernsehen” ist eben das genaue Gegenteil von professionell gemachtem Fernsehen. Bei uns wird nichts dreimal gemacht, es gibt keinen Anspruch auf Perfektion, sondern alles ist Live-Atmosphäre, fertig, aus!

Ich hatte im letzten Jahr z. B. für das ARD Morgenmagazin ein Interview gemacht. Dem Filmteam habe ich gleich gesagt: „Ich spiele den neuen Kagawa-Song nur einmal”. Der Tonmeister hatte dann vorher die Möglichkeit gehabt, einmal den Ton einzustellen und dann habe ich es auch nur einmal gespielt. Ich habe in den 80er/90ern viel für den WDR gearbeitet, hatte viel mit Fernsehen zu tun und jetzt wird eben „Anti-Fernsehen” gemacht. Dem Fernsehsender ist auch die Verwendung von You Tube-Videos nicht erlaubt, weil die Fernsehrechte derjenige hat, der das Video hergestellt hat. Einige Leute beim Fernsehen ignorieren das aber hin und wieder. Auch bei unseren Videos ist das mal gut oder auch mal weniger gut gelaufen. Z. B. für eine Harald Schmidt-Sendung lief es optimal ab. Da hat die Redakteurin vorher angerufen und dann die Rechte bei mir gekauft. Arnd Zeigler hatte in 2012 irgendwann schon das dritte Video von uns gesendet, und daraufhin musste ich dann von mir aus Kontakt aufnehmen. Es wurde dann aber auch ohne große Diskussionen das Honorar bezahlt. Ich will damit sagen, dass viele Sender und Fernsehanstalten You Tube gerne als so eine Art Selbstbedienungsladen benutzen und das möchte ich nicht. Ich möchte gerne, dass die Leute vorher bei mir anfragen, wenn sie etwas senden wollen.

schwatzgelb: Eure Lieder basieren ja häufig auf gängigen Melodien. Wenn ich jetzt z. B. an das letzte Shinji Kagawa-Lied denke, dann ist das ja die Melodie von „Football is coming home.” Muss man dann eigentlich so etwas wie Autorenrechte oder Copyrights beachten?

Klaus: Ja, da gibt es natürlich Autorenrechte. Das ist auch genau der Grund, weshalb ich z. B. dieses Lied so schlicht gelassen habe und keine Übersetzung von einer Strophe gemacht habe oder eine Strophe etwas überarbeitet habe. Nehmen wir einmal an, You Tube würde auf meinem Kanal jetzt eine Einblendung bringen „Verletzung von Rechten Dritter”, dann müsste ich das sofort löschen. Beim früheren Kagawa-Lied war es eine andere Geschichte. Die Melodie stammte aus Osaka, Ende 2010 ist die dann nach Dortmund herübergekommen und wurde ein Fangesang. D. h. es gibt keinen Autor, es ist dann eigentlich, wenn es mehrere Leute gesungen haben, so etwas Ähnliches wie ein Volkslied. Ich habe dann erst Anfang 2011 ein Lied daraus gemacht. Denn ein Lied ist es erst, wenn du zur Melodie die Harmonien schreibst, ein Intro, ein Zwischenspiel und ein Outro, wie ich das gemacht habe.

Dazu kommt, dass ich das Lied bzw. die Lieder ja nicht für mich angemeldet habe. Schwierig würde es dagegen, wenn ich einen neuen Song, z. B. das neue Kagawa-Lied unter meinem Namen bei der GEMA anmelden würde. Aber das mache ich natürlich nicht, weil es nicht mein Lied ist. Würde ich das tun, dann würde ich in der Tat Rechte verletzen. Aber da ich es nicht für mich in Anspruch nehme, verletze ich auch keine Rechte. Ich kann dagegen aber durchaus You Tube-Rechte verletzen und wenn ich z. B. von You Tube eine Mitteilung bekomme, dass ich ein Lied löschen muss, dann lösche ich es. Das ist bisher bei meinen Liedern noch nicht passiert, aber ich habe z. B. noch einen Kanal zu dem Akkordeon-Café, bei dem ich ja mitarbeite. Da hat es häufig Bearbeitungen von z. B. bekannten Musical-Themen gegeben und da haben wir manchmal schon nach einem Tag den Hinweis bekommen, das doch bitte zu löschen, was dann auch getan wurde. Das bekannteste Beispiel in der deutschen Fanszene ist das Lied „zieht den Bayern die Lederhosen aus”. Das ist die Melodie von „Yellow Submarine”. Der Text stammt vom ehemaligen Stadionsprecher vom 1. FC Kaiserslautern. Dem ist das auf dem Rückweg von einem Bayern-Urlaub eingefallen und hat es dann publik gemacht. Aber der Verlag, bei dem die Rechte an den Beatles-Songs liegen, geht damit sehr human um.
schwatzgelb: Sind eure Videos dann so ein kleiner Nebenverdienst oder ist das mehr als ein reines Hobby zu sehen?

Klaus: Das ist noch nicht mal ein Nebenverdienst. Das ist Null-Verdienst. Ich kann höchstens, wie schon gesagt, vielleicht mal ein Video an eine Fernsehanstalt verkaufen. Wenn wir mit unseren You Tube Videos Geld verdienen wollten, dann müssten wir Werbung schalten und wir schalten keine Werbung.

schwatzgelb: Wenn man die Anzahl der Klicks sieht, wie z. B. das erste Shinji Kagawa-Video mit 150.000 Klicks oder euer neues Shinji-Video bereits nach einer Woche mit über 40.000 Klicks – seid ihr beide nicht selbst überrascht was für eine Resonanz eure Videos bekommen?

Klaus: Bei dem ersten Kagawa-Video war die Geschichte sogar noch ein wenig anders. Das Lied ist ja neben You Tube noch auf anderen Kanälen zu finden. Z. B. haben einige Borussen-Fans ihr Video von Kagawa-Toren auch noch mal mit unserem Song unterlegt. Insgesamt über alle Kanäle sind es sogar schon über 200.000 Klicks. Die Überraschung bei diesem Video war aber eigentlich eine ganz andere: nämlich die, dass Kagawa zu der Zeit, als ich das aufgenommen habe, gar nicht gespielt hat. Er war in Japan, hatte einen Mittelfußbruch bei einem Spiel der japanischen Nationalmannschaft erlitten, hat sich in Japan behandeln lassen und kam dann zurück nach Dortmund. Und in der Zeit ist dann ein wahnsinniger Hype entstanden. Als er aus Japan zurückkam, hat er noch zum Ende der Saison für den BVB gespielt. Da ging es dann von den Klicks her noch einmal richtig zur Sache. Ich habe auch aus Japan jede Menge Mails bekommen und ich gebe zu, dass ich deren Beantwortung dann irgendwann einmal aufgeben musste. Ich habe die ersten Anfragen noch beantwortet, so gut wie es ging, aber das hat mich dann zeitlich doch einfach überrannt. Das ging bis zu Anfragen von japanischen Radio- und Fernsehsendern. Das fand ich insgesamt schon sehr überraschend, dass der Hype ausgerechnet dann entstanden ist, als Shinji nicht gespielt hat.

Bei dem zweiten Kagawa-Song „Shinji’s coming home” war ich insofern ein wenig überrascht, weil das Thema für mich ganz einfach so naheliegend war. Ich bin drauf gekommen, Rüdiger ist drauf gekommen und unsere erste Idee war: „da wird doch bestimmt jeder so etwas machen wollen!” Naja, wir waren dann eben einfach die Ersten, die es tatsächlich gemacht haben. Möglicherweise haben viele ja auch die ersten Kagawa-Videos gesehen und gedacht „ach, da sind sie ja schon wieder” (lacht). Wir haben natürlich auch viele Abonnenten und da sind jetzt auch noch mal viele dazu gekommen. Wir hatten so etwas Ähnliches schon mal mit unserem Ajax-Video erlebt, da hatten wir in 1,5 Tagen 70.000 Klicks bekommen. Das schoss 1,5 Tage vor dem Champions League-Spiel gegen Ajax plötzlich an die Decke.

schwatzgelb: Wie kommt ihr eigentlich immer an eure Themen? Sicherlich sind es ja häufig aktuelle Anlässe, manchmal habt ihr sicherlich auch eine spontane Idee für einen Song, aber dann muss ja auch die Melodie dazu passen…

Klaus: Die aktuellen Anlässe spielen natürlich bei unseren Videos eine große Rolle. Und was das Musikalische betrifft: also rein musikalisch gesehen, ist Rüdiger etwas schlagerfester als ich. Rüdiger hat, im Gegensatz zu mir, auch das komplette WDR 4-Programm drauf. Z.B. vor dem CL-Spiel gegen Malaga hatte Rüdiger mich angerufen und gesagt: „Du, da gab es früher mal einen Schlager „Wenn die Rosen erblühen in Malaga”. Da habe ich gesagt: „Rüdiger, sei mir nicht böse, aber ich kenne das Lied nicht. Aber komm doch vorbei und sing es mir einfach vor. Und ob das jetzt richtig oder falsch ist – völlig egal, wir bringen das genauso wie du mir das vorsingst”. Dann hat Rüdiger das vorgesungen und ich habe das noch etwas umgetextet. Bei unserem Marseille-Lied habe ich dagegen einen eigenen Liedtext geschrieben. Da haben wir nichts adaptiert. Da habe ich das in einem Walzerrhythmus gespielt, wir haben uns eine Baskenmütze aufgesetzt und ein Baguette und eine Flasche Rotwein in den Händen gehalten.

schwatzgelb: Wo nehmt ihr eure Songs auf und gibt es da für euch Instrumente, die ihr für die musikalische Untermalung bevorzugt?

Klaus: Wir nehmen fast alle Videos hier nebenan in unserem „Tastenraum” auf. Dort befinden sich auch unsere Instrumente, d. h. Klavier, E-Piano, Keyboard oder Akkordeon. Es kann auch mal eine Gitarre sein.
Rüdiger: Dann gibt es hier in der Nähe noch eine in BVB-Farben gestrichene Mauer. Wir nennen sie die „gelbe Wand”. Dort haben wir oft die „Spieltagsanalysen” gefilmt. Und einmal haben wir auch mit dem Westfalenstadion im Hintergrund oder am Dortmunder Hauptbahnhof gedreht, als ich mit dem Fanclub von einem Auswärtsspiel aus Berlin zurückkam.

schwatzgelb: Habt ihr wegen eurer Videos auch schon mal direkt Kontakt zum BVB oder zu Shinji Kagawa gehabt?

Klaus: Nein, Mit Kagawa besteht kein Kontakt. Shinji soll in Ruhe spielen, ich will in Ruhe meine Musik machen. Die Spieler haben viele Presse- und Werbetermine, ich möchte ihnen einfach ihre Ruhe lassen. Die sollen sich mental gut auf die Spiele vorbereiten, das ist mir persönlich wichtiger. Gerade in der jetzigen Situation. Was den Kontakt zum BVB betrifft, hat es auch schon mal ein Gespräch mit dem Verein gegeben. Es gab eine Anfrage wegen eines Auftritts im Stadion. Da war ich aber verhindert, weil ein Dortmunder Kindergarten ein Jubiläum hatte und dafür hatte ich bereits zugesagt. Vor den Sommerferien habe ich dann einen Fansong für Ciro Immobile geschrieben. Das ist übrigens der erste Fansong, für den ich gemeinsam mit meinem Musikerkollegen Martin Hörster ins Studio gegangen bin. Die Aufnahme hat also Studioqualität. Das Lied bieten wir als mp3 an und deswegen war ich auch kürzlich in der BVB-Geschäftsstelle.

Ich habe für Norbert Dickel eine CD mit dem Song abgegeben, für den Fall, dass er das im Stadion abspielen möchte, wenn Immobile ein Tor schießt. Für mich ist Immobile ohnehin der kommende Knaller! Ich habe alle Videos mit seinen Toren gesehen. Mag sein, dass er noch einige Zeit benötigt, aber Lewandowski war im ersten Jahr auch der „Chancentod”, das dürfen wir nicht vergessen. Danach ist er Europas bester Stürmer geworden. Ciro Immobile ist einer, der die Bälle in die Schnittstelle braucht, der den Ball gut mitnehmen kann, dann noch eine schnelle Bewegung macht und abzieht. Perfekt! Also, ich bin 100%ig überzeugt, dass er zum BVB passt und dass er auch noch in dieser Saison seinen Durchbruch haben wird.

schwatzgelb: Eine Frage mal zu euch beiden – wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt?

Klaus: Rüdiger ist in Anführungsstrichen mein ältester Freund. Den ich eben am längsten kenne und zu dem ich immer regelmäßigen Kontakt habe.

Rüdiger: Wir haben uns hier in Dortmund-Mengede im Jugendfreizeitzentrum kennengelernt. Das war so zu Beginn der 70er Jahre. Dann kamen so Veranstaltungen wie der Mengeder Ferienspaß dazu und Klaus hatte seine erste Band, mit der er im Jugendheim spielte. Ich war zu der Zeit dort der Jugendsprecher. Klaus’ Band hatte im Jugendheim die ersten Auftritte oder auch in der näheren Umgebung, wie z. B. in der JVA Ickern. Ich bin dann ab und zu mal mitgefahren und habe mit angepackt, wenn etwas aufzubauen war. So haben wir uns kennengelernt.

schwatzgelb: Habt ihr für die Zukunft schon einige weitere Ideen, auch wenn ihr die vielleicht jetzt noch nicht im Detail verraten wollt?

Klaus: Ich muss mich ja hauptberuflich vor allem um meine Musikschule und auch unser Downloadlabel „Hörneumusik” kümmern. Und dann arbeite ich seit den Herbstferien gemeinsam mit meiner Frau an einem Roman. Das wird eine Liebesgeschichte mit viel Dortmunder Flair um einen Jazzmusiker und eine Buchhändlerin. In einem Kapitel wird es auch um Neven Subotic gehen, dessen soziales Engagement ich sehr schätze. Alles Weitere muss sich dann irgendwann mal aufdrängen. Es muss Rüdiger und mich hinsichtlich BVB oder rund um die Bereiche „Fußball und Fans” ein Thema anspringen und wir werden wieder loslegen. Wichtig ist aber immer, dass es uns Spaß bereitet, dass wir sagen können: „Ja, das ist aus unserer Sicht originell und witzig und es hat seinen Reiz! Der Stoff wird uns da sicherlich nicht ausgehen”

schwatzgelb: Klaus und Rüdiger, vielen Dank für dieses interessante Interview.
Text/Fotos: www.schwatzgelb.de

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