Interview mit der BVB Fan- und Förderabteilung

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Ein Stern für die Fanabteilung auf dem BVB WALK OF FAME

Mitmachen erwünscht! 

Die BVB-Fanabteilung – oder nehmen wir die vollständige Bezeichnung – die BVB Fan- und Förderabteilung feierte im vergangenen Jahr ihr 10-jähriges Bestehen und wurde mit einem Stern im BVB WALK OF FAME geehrt. Was aber sind die eigentlichen Aufgaben der Fanabteilung? Was waren die Gründe, sich zur Fanabteilung zusammenzuschließen? Und wie sieht sie selbst ihre Position zwischen Fans und Vereinsführung? „Anpfiff“ hatte die Gelegenheit, sich hierüber mit BVB-Fanabteilungsvorstand Torsten Schild und der Fanabteilung-Mitarbeiterin Sarah Hartwich zu unterhalten.

Redaktion: Kann man die Aufgaben der Fanabteilung in einigen Sätzen einmal zusammenfassen?

BVB-Fanabteilung: Wir sind, wie der Name schon sagt, neben den sportlichen Bereichen Fußball, Tischtennis und Handball eine eigene Abteilung des Ballspielvereins Borussia 09 e.V. Dortmund. Die Fans haben bei uns die Möglichkeit, sich aktiv in das Vereinsleben einzubringen. Man kann auch sagen, wenn man es so formulieren möchte, wir sind die „aktive Seele“ des Vereins. Das Spektrum der verschiedenen Aktivitäten ist dabei ziemlich breit gefächert. So bringen wir unsere Leistungen unter dem Begriff „Fördern“ in zahlreiche soziale Projekte ein, z. B. wird sich dort um ältere Leute oder um erkrankte Kinder gekümmert. Und unter der Bezeichnung „Fanabteilung“ fungieren wir als Bindeglied zwischen Fan und Verein. Dabei ist es gleich, ob es sich um ob Fans auf der Südtribüne, Sitzplatzzuschauer, Ultras, „Schönwetterfans“ oder Couch TV-Gucker handelt. In all diesen Gruppen findet man jede Menge Engagement und Kreativität. Und diese Potenziale werden in verschiedenen Arbeitsgruppen ehrenamtlich bei uns eingebracht.

Redaktion: Wie kam es eigentlich zur Gründung der Fanabteilung? Wer hatte die Idee dazu?

BVB-Fanabteilung: In den Jahren 2004/2005 steckte der BVB ja in einer existenzbedrohenden Finanzkrise. Im Spätherbst 2004 haben sich dann 15 BVB-Fans getroffen und gemeinsam überlegt, wie man von Fanseite her dem Verein helfen könnte.

Ebenso ging es diesen Fans
auch um ein größeres
Mitspracherecht bei den
verschiedenen Themen, die
für den zukünftigen Weg
von Borussia Dortmund
entscheidend sind.

Nach zahlreichen Überlegungen und Gedankenspielen ist dann die Idee entstanden, eine eigene Abteilung zu gründen, aber gleichzeitig auch auf eigene Mitgliedsbeiträge zu verzichten. Ein BVB-Vereinsmitglied zahlt ja einen Jahresbeitrag von 62 €, davon fließt allerdings nichts der Fan- und Förderabteilung zu. Eine Ausnahme war lediglich unsere Jubiläumsfeier im letzten Jahr, anlässlich unseres 10-jährigen Bestehens, wo uns der Verein finanziell unterstützt hat. Man muss sich ja auch vor Augen führen, dass vor der Gründung unserer Abteilung, was das Mitspracherecht der Fans betraf, noch nicht sehr viel lief. Als Vereinsmitglied hatte man das Mitgliedermagazin nach Hause bekommen, dann gab es einmal im Jahr eine Mitgliederversammlung, aber das war es dann auch. Und so hat man eben eine zusätzliche Abteilung geschaffen, in der das Vereinsleben gelebt wird und um sinnvolle Projekte erweitert wird.

Redaktion: Im Zusammenhang mit der Gründung der Fan- und Förderabteilung wird auch oft der Name von Reinhard Rauball lobend erwähnt.

BVB-Fanabteilung: Ja, in der Tat war Dr. Rauball von Anfang an ein starker Befürworter unseres neuen Bereichs. Dr. Rauball empfand es als gut, dass sich die Fans konstruktiv einbringen wollten. Wenn Dr. Rauball dafür nicht so positiv gesprochen und auch geworben hätte, wäre die Gründung unserer Abteilung vermutlich gar nicht so ohne weiteres von der Mitgliederversammlung aufgenommen worden. Denn man muss ja ein Mitgliedervotum haben, um überhaupt eine neue Abteilung gründen zu können. Dr. Rauball vertrat seine Meinung „pro Fanabteilung“ nach außen hin und hat es dementsprechend auch auf der Mitgliederversammlung so vorgetragen. Gegründet wurde die Fan- und Förderabteilung zwar erst im April 2005, aber durch die zustimmende Mitgliederentscheidung am 13.12.2004 war das dann der Startschuss.

Redaktion: Wie sind denn eigentlich die Voraussetzungen für die Mitgliedschaft in der Fanabteilung? Muss man dafür erst BVB-Mitglied sein oder werden?

BVB-Fanabteilung: Also, wenn man sich den BVB-Mitgliedsantrag durchliest, kann man ja ausfüllen: „Fußball“, „Tischtennis“, „Handball“ und eben auch die Fanabteilung Und wenn man dort dann auch „Fanabteilung“ ankreuzt, ist man BVB-Mitglied, inklusive der Mitgliedschaft in der Fanabteilung. Und selbst wenn wir uns jetzt wiederholen: ein BVB-Mitglied mit gleicher Mitgliedschaft in der Fanabteilung hat eben nicht nur die Möglichkeit, wirklich aktiv am Vereinsleben teilzunehmen, sondern gehört einem Bereich an, der schon einen gewissen Einfluss hat und in dem in zahlreichen Projekten und Arbeitsgruppen einiges bewegt wird. Selbstverständlich kann man sich als BVB-Mitglied auch noch rückwirkend zusätzlich für die Fanabteilung anmelden. Es ist ja nicht so, dass man dann noch einen zusätzlichen zweiten Ausweis erhält. Man bleibt weiterhin normal Mitglied beim BVB mit allen Vorzügen, genießt aber auch gleichzeitig die Vorzüge der Mitgliedschaft in der Fanabteilung. Wir veranstalten nicht nur eigene Sitzungen und Versammlungen, sondern informieren unsere Mitglieder regelmäßig über aktuelle Entwicklungen. Und jedes Mitglied erhält unser Jahrbuch. Das alles kostenlos und ohne Aufpreis beim BVB-Mitgliedsbeitrag.

Redaktion: Es gibt ja auch Begriffe wie „Fanprojekte“ oder „Fanbeauftragter“. Haben die auch mit der Fanabteilung zu tun?

BVB-Fanabteilung: Die Fanabteilung ist eine ehrenamtliche Abteilung des BVB e.V.. Die Fanbeauftragten, sind dagegen Angestellte des BVB und hauptamtliche Mitarbeiter der KGaA. Fanbeauftragte sind lt. Satzung von DFB/DFL für Fußballvereine im Profibereich vorgeschrieben. Derzeit arbeiten fünf Fanbeauftragte beim BVB. Das Fanprojekt wiederum ist, wenn man so will, komplett extern. Es ist ein eigener eingetragener Verein, der soziale und pädagogische Arbeit für BVB-Fans leistet. Das Fanprojekt hat sein Büro in der Dudenstraße und wird von städtischer Seite bzw. aus Stiftungen finanziert. Natürlich arbeiten wir mit den beiden Bereichen öfter gemeinsam an Themen, was auch sinnvoll ist. Wir als Fanabteilung sehen uns auch oft in einer Vermittlerrolle, die Anfragen der Fans an die richtigen Stellen weiterleiten, und das sind eben oft die Fanbeauftragten oder das Fanprojekt.

Redaktion: Ihr seid in der Fanabteilung alle ehrenamtliche Mitarbeiter?

BVB-Fanabteilung: Die Arbeit in der Fanabteilung ist komplett ehrenamtlich. Natürlich haben die meisten von uns noch einen „Hauptberuf“ und sind daher in ihrer Freizeit für die Fanabteilung tätig. Manchmal ist das schon nicht so ganz einfach, was die Zeiteinteilung betrifft. Man kann sicherlich viele Dinge auf Termin legen oder abends in Sitzungen behandeln. Es gibt aber auch Anfragen, die zeitnah beantwortet werden müssen, weil spontan irgendwo etwas passiert ist oder sofortiger Informationsbedarf besteht. Da die Arbeit der Fanabteilung bei mittlerweile rd. 16.000 Mitgliedern im Laufe der Zeit immer mehr zugenommen hat, sind vom BVB 1,5 Planstellen bewilligt worden. Die Personalkosten dafür werden vom BVB übernommen. Ohne diese beiden Stellen wäre der organisatorische Bereich auch nicht mehr zu bewältigen. Ansonsten fließen keine Gelder vom Verein an die Fanabteilung. Und wenn Geld fließt, dann ist das immer sachgebunden, also für Bücher, Infobroschüren usw..

Redaktion: Wie ist euer Vorstand in der Fan- und Förderabteilung besetzt? Und wie ist da die Aufgabentrennung?

BVB-Fanabteilung: Neben Torsten Schild als Vorsitzender und Michael Hillgärtner als zweiter Vorsitzender kümmert sich Tobias Westerfellhaus um Verwaltung und Organisation. Dazu gehört z. B. die Planung der Sonderzüge, wie zum Pokalendspiel in Berlin. Michael Röhr ist zuständig für die Finanzen und die Aufgabe von Jakob Scholz liegt in den Bereichen Medien und Öffentlichkeitsarbeit. Zu nennen sind aber auch unsere zahlreichen Arbeitsgemeinschaften, in denen im Team gearbeitet wird. Das sind beispielsweise die Arbeitsgemeinschaften, die sich mit Fanpolitik, regelmäßig stattfindenden „Borussentreffs“, Medienthemen wie unser eigener Internetauftritt oder unserem eigenen Kanal FanOmenal befassen. FanOmenal ist schon seit langer Zeit ein fester Bestandteil des Stadionvorprogrammes in Dortmund, das von der Fan- und Förderabteilung präsentiert wird. Und nicht zu vergessen die Arbeiten unserer AGs „Uns verbindet Borussia“ mit starkem Engagement im sozialen Bereich und „AG Helferteam“, deren Mitglieder bei Heim- und Auswärtsspielen als Ansprechpartner für die Fans dienen. Bei Heimspielen in Dortmund sind die Helfer regelmäßig an unseren Infoständen anzutreffen.

Redaktion: Man liest auch immer wieder von einem geplanten „Fanhaus“. Was ist damit gemeint und wie ist da der Stand?

BVB-Fanabteilung: Ja richtig! Das Fanhaus soll ein Ort werden, an dem sich Fans auch außerhalb von Spieltagen treffen können. Wo sie etwas besprechen und planen können. Denken wir z. B. einmal an die aufwändigen Choreographien. Ein Fanhaus hätte den Vorteil, nicht immer irgendwo eine Halle anmieten zu müssen, um die umfangreichen Mal- und Näharbeiten durchzuführen. Der Grundgedanke des Fanhauses ist, eine Art „Jugendheim“ für Fans anzubieten, aber eben nicht nur für jugendliche Fans. Auch ein gewisses Freizeit- und Sportangebot muss in die Planung einbezogen werden. Insofern erfordert das Fanhaus schon eine gewisse Größe und es muss bewirtschaftet werden, was wiederum 2-3 Planstellen erfordert. Das sind natürlich allesamt Überlegungen, die gründlich geplant werden müssen und auch einen nicht unerheblichen finanziellen Aufwand erfordern. Auch der Standort sollte nicht zu weit vom Stadion entfernt sein. Wir haben dazu, gemeinsam mit dem BVB, momentan noch nicht alle Überlegungen und Planungen abgeschlossen.

Redaktion: Der BVB und die Fanabteilung engagieren sich stark gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus. Darüber hinaus hat die Fanabteilung ihre Bierdeckel-Aktion „Kein Bier für Rassisten“ realisiert. Wie läuft dort die Abstimmung mit dem BVB?

BVB-Fanabteilung: Wir bemühen uns grundsätzlich immer gemeinsam vorzugehen, denken wir z. B. an die Gedenkstättenfahrten nach Dachau oder Lublin. Da machen Einzelgänge keinen Sinn und es will sich ja auch niemand einzeln profilieren. Unsere Bierdeckel sind ja auch in den BVB Shops erhältlich. Da wird unser Produkt ganz regulär verkauft. Man kann aber durchaus sagen, dass die Fanabteilung bei den Aktionen gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus oft eine Vorreiterrolle übernommen hat. Denken wir z. B. an unsere T-Shirts mit dem „Abpfiff für rechts“-Motiv, das wir schon 2010 angeboten haben, um eindeutig unsere Position bei diesen Themen zu zeigen. Die Fanabteilung hat gegenüber dem Verein vielleicht auch ein wenig den Vorteil, dass wir den direkten Kontakt mit den Fans haben. Da kommen dann Leute mit ihren Überlegungen und Ideen direkt zu uns und wir überlegen dann alle gemeinsam, was machbar ist. So ist ja auch unsere Bierdeckel-Aktion entstanden, über die in rd. 50 Nationen berichtet wurde.

Redaktion: Neben dem Engagement gegen rechte Parolen und Ausländerfeindlichkeit hat die Fanabteilung im Laufe der Jahre auch viel bei sozialen Projekten bewegt. Natürlich sind alle Projekte wichtig, aber gibt es da auch Projekte, die an dieser Stelle vielleicht einmal besonders hervorzuheben wären?

BVB-Fanabteilung: Ja, da gibt es schon eine Reihe von Projekten, die nachhaltig in Erinnerung bleiben und bei denen wir uns über den Erfolg freuen. Denken wir einmal an Einsätze in den städtischen Kinderkliniken, in Wohn- und Begegnungsstätten für Senioren, bei der Mitternachtsmission oder der Initiative für Wohnungslose „Gasthaus statt Bank“. Das sind alles Aktionen, die wir selbstständig entwickelt haben und wo wir eben auch vor Ort im Einsatz waren.

Das sind dann schon
bleibende und auch
bewegende Eindrücke,
wenn dann hinterher
Briefe und E-mails bei
uns eingehen und man
sich für den Einsatz bedankt.

Oftmals sind unsere Projekte ja gar nicht immer so bis ins kleinste Detail organisiert und vorbereitet. Unsere Teams sind selbstständig und daher entstehen manche Aktionen auch aus spontanem Anlass. Da wird die viel zitierte und oft propagierte „BVB-Familie“ eben wirklich gelebt. Und wenn man dann gefragt wird, ob wir auch noch einmal wiederkommen würden, ist das eigentlich das schönste Kompliment. Natürlich sind auch Projekte mit BVB- bzw. Fußballbezug zu erwähnen. Z. B wenn man wie kürzlich zum Pokalendspiel einen Sonderzug mit 1.000 Fans organisiert und auf die Schienen gebracht hat. Ein anderes nettes Beispiel ist auch unser Schild vor der Nordtribüne, das sich an unsere Gästefans richtet: „Herzlich willkommen in Dortmund“. Da wurde lange über das Material und natürlich auch über Sicherheitsfragen diskutiert. Und wenn es dann endlich hängt, freut man sich riesig darüber. Durch all diese verschiedenen und manchmal nicht immer leicht abzuwickelnden Projekte sind viele Freundschaften entstanden. Man weiß eben, man kann sich auf die anderen verlassen und selbst wenn man mitten in der Nacht anruft. Das sind solche Dinge, wo wir auch persönlich mit zufrieden und hier und da auch ein wenig stolz sind. Von unseren rd. 16.000 Mitgliedern haben wir einen Kreis von ca. 300 Aktiven. Wenn diese 300 also im Laufe einer Saison ihren Einsatz einbringen, dann ist das schon ein Potential, mit dem sich einiges bewegen lässt.

Redaktion: Die Fangruppen der Ultras stehen ja durch sehr unterschiedliche Aktionen oft im Fokus der Berichterstattungen. Manchmal sind es positive Nachrichten, wenn man an die Choreographien denkt, öfter aber auch negative Nachrichten. Wie ist euer Verhältnis bzw. die Kommunikation in Richtung Ultras?

BVB-Fanabteilung: Wir pflegen einen stetigen Austausch mit den Ultragruppen. Dadurch sind wir in der Regel auch immer einer der ersten, die erfahren, wenn irgendwo etwas nicht korrekt gelaufen ist. Aber über etwas zu reden, was eben blöd gelaufen ist, ist ja zumindest schon einmal der erste Schritt, um das Problem beseitigen zu können. Allein die Tatsache, dass es einen Informationsfluss gibt, ist schon mehr, als es vor einigen Jahren noch gab. Wir wollen auch gar nicht verschweigen, dass etliche Mitglieder der Ultragruppen gleichzeitig auch Mitglieder der BVB Fan- und Förderabteilung sind. Man darf die Ultragruppen aber auch nicht pauschal verurteilen. Viele der Aktionen wie der Einsatz von Pyrotechnik oder auch Gewalttaten sind oft Alleingänge einzelner Mitglieder oder Personen aus dem Umfeld, d. h. die anderen Mitglieder erfahren auch erst davon, wenn es passiert ist. Was wir sehr positiv bewerten, ist die Tatsache, dass zum Beispiel die Gruppe The Unity jetzt auch öffentlich Zeichen gegen Rassismus setzt.

Redaktion: Seid ihr auch in engem Kontakt mit Polizei und Stadion-Ordnungsdienst? Gibt es da z. B. entsprechende Vorbereitungen oder Lagebesprechungen vor Spielen?

BVB-Fanabteilung: Bei den standardmäßigen Sicherheitsbesprechungen vor den Spielen sind wir nicht dabei. Darin sind die Fanbeauftragten und die Sicherheitsbeauftragten involviert. Da die Fanabteilung aber seit Jahren auch Anreisen zu Auswärtsspielen mit dem Shuttlebus organisiert, gibt es in diesem Zusammenhang natürlich schon hin und wieder die eine oder andere Rückfrage. Aber auf die Sicherheitsmaßnahmen selbst bei einem Spiel haben wir keinen Einfluss. Wenn wir bei Auswärtsspielen in der Nähe (Mönchengladbach oder Gelsenkirchen) auf Wunsch des Vereins unsere eigenen Fanordner einsetzen, sind wir natürlich in die Vorabsprachen involviert.

Redaktion: Habt ihr auch Kontakte zu den Fan- und Förderabteilungen anderer Vereine, sofern dort vergleichbare Abteilungen existieren?

BVB-Fanabteilung: Mit Eintracht Frankfurt und dem HSV besteht ein Austausch. Das liegt auch daran, dass uns die Fanabteilung der Frankfurter und der HSV Supporters Club mit ihrem Know How bei der Gründung unserer Fanabteilung geholfen haben. Wir haben ein konstruktives und gutes Verhältnis untereinander. Bei Bundesligaspielen gibt es dann auch regelmäßig ein kleines Treffen. Bei FanOmeal wird ebenfalls darüber berichtet. Auch über die Fanorganisation „Unsere Kurve“, dem Zusammenschluss aller Fanabteilungen, findet ein regelmäßiger und konstruktiver Austausch statt. Durch die Mitarbeit in weiteren nationalen und internationalen Fanorganisationen knüpfen wir Kontakte zu Anhängern anderer Vereine. Auch zu Vereinen, die keine eigene Fanabteilung haben.

Redaktion: Wie sieht es mit dem Kontakt zu anderen Bereichen beim BVB aus? Ihr arbeitet z. B. häufig mit dem Borusseum zusammen?

BVB-Fanabteilung: Ja, gerade mit dem Borusseum gibt es einen große Schnittmenge. Die BVB-Fans waren ja auch maßgeblich an der Idee zur Gründung des Borusseums beteiligt. Die Fanabteilung ist auch eine der Initiatoren bei verschiedenen Veranstaltungen im Borusseum, wie „Tag gegen das Vergessen“ oder die verschiedenen Traditionsabende. Wir haben auch jetzt die AG „Tradition“ wiederbelebt, die sich mit historischen Ereignissen rund um den BVB beschäftigt. Mit Leuten wie u. a. Gerd Kolbe, dem BVB-Archivar oder den Journalisten Gregor Schnittker und Hansi Küpper haben wir viel Kompetenz mit an Bord. Da tauschen wir uns einmal im Monat aus und natürlich ist Nicole Kayser, die Leiterin des Borusseums, mit dabei.

Redaktion: Wer an der aktiven Mitarbeit in der Fanabteilung interessiert ist, wie sind da die Möglichkeiten, mit euch Kontakt aufzunehmen?

BVB-Fanabteilung: Wir sind bei allen Heimspielen an unseren Infoständen im Stadionbereich zu finden. Dort kann man uns zu allen Themen ansprechen. Und wer sich im Internet über uns informieren möchte, dem sei unsere Website www.bvb-fanabteilung.de empfohlen. Dort gibt es einen Überblick über unsere Aktivitäten und auch ein großes Archiv.

Redaktion: Stichwort „Infostände“. Der bisherige Infostand vor der Nordtribüne ist ja leider im Juli des letzten Jahres abgerissen worden.

BVB-Fanabteilung: Ja, der alte Infostand, der ja schon ein wenig Kultstatus hatte, ist jetzt leider nicht mehr da. Wir sind allerdings stolz darauf, dass an der Stelle jetzt unser Stern auf dem BVB WALK OF FAME zu finden ist. Ein tolles Geschenk von Vereinsseite her und einen besseren Standort hätte man dafür nicht finden können.

Redaktion: Sarah Hartwich, Torsten Schild, vielen Dank für dieses interessante Gespräch.

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