Gruppe F: Was zeigt Schweden in der Gruppenphase?

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Sommermärchen 2006: Schwedische Fans starten am Alten Markt zum Fanmarsch in Richtung Signal Iduna Park (Foto: privat)

Schweden hat Italien in den WM-Play-offs in eine Apokalypse gestürzt

Erstmals seit zwölf Jahren ist es Schweden wieder gelungen, bei einer WM mit dabei zu sein. Und das ohne Zlatan Ibrahimovic! Die Skandinavier zeigten sich im Laufe der WM-Qualifikation trotz des Rücktritts ihres Superstars als offensivstarke Mannschaft und erzielten gegen die Gruppengegner Niederlande, Frankreich, Bulgarien, Luxemburg und Weißrussland immerhin 26 Treffer – deutlich mehr Toreals Gruppensieger und Vize-Europameister Frankreich.

Kompaktheit und Flexibilität sollen stechen
Präsentieren sich die Schweden in Russland als kompakte Einheit, ist dem Team von Trainer Janne Andersson einiges zuzutrauen – der Einzug in das Achtelfinale allemal. Emil Forsberg von RB Leipzig, Kapitän Andreas Granqvist vom FK Krasnodar, Albin Ekdal, der aktuell noch beim HSV unter Vertrag steht, sowie Victor Lindelöf von Manchester United gelten als Säulen des Teams.

Der frühere HSV-Stürmer Marcus Berg, heute in den Vereinigten Arabischen Emiraten tätig, ist als kantiger Stoßstürmer für die Verwertung von Hereingaben zuständig. Aber nicht nur die schwedische Offensive sticht: Werden die WM-Play-off Partien gegen den viermalige Weltmeister Italien mit eingerechnet, bekam Schweden in insgesamt zwölf Qualifikationsspielen nur neun Gegentore eingeschenkt. Die „Azzurri“ konnten das runde Leder in den beiden Play-offs gegen Schweden nicht ein einziges Mal im Gehäuse der schwedischen Auswahl unterbringen.

Das Rückspiel in Mailand bestimmte vor allem ein Bild: Italien rannte an, und Schweden verteidigte bravourös. Das Guiseppe Meazza Stadion ergoss sich in Tränen – Schweden feierte. Der Schlüssel für den Erfolg: Die kollektive, flexible Defensivarbeit, an der sich alle Spieler beteiligen. Vorbei sind die Zeiten, als Zlatan Ibrahimovic die Laufarbeit gegen den Ball gern vernachlässigte.

Die letzten Duelle zwischen Deutschland und Schweden fanden in der Qualifikation zur WM 2014 statt – eines davon war besonders unterhaltsam und denkwürdig. Am 16. Oktober 2012 verspielte Deutschland in Berlin eine satte 4:0-Führung und trennte sich am Ende mit 4:4.

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