Fusion soll geriatrische Versorgung in Dortmund sicherstellen

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Mit Blick auf die anstehenden und zukünftigen Herausforderungen sowie auf Basis der im GVDo schon begonnenen Zusammenarbeit haben das Hüttenhospital (sh. Foto), das Klinikum Dortmund und die Seniorenheime Dortmund über einen Zusammenschluss zu einem leistungsfähigen Verbund nachgedacht. (Archivfoto: IN-StadtMagazine)

Die demographische Entwicklung in der Region Dortmund lässt insgesamt einen weiteren Anstieg der Nachfrage nach Versorgungsleistungen für alte und hochaltrige Menschen erwarten.

Dortmund ist mit ungefähr 600.000 Einwohnern die größte Stadt in Westfalen. Sie weist, wie viele andere Städte des Ruhrgebiets, einen überdurchschnittlich hohen Anteil an älteren, multimorbiden und chronisch erkrankten Patientinnen und Patienten auf. Eine kompetente und umfassende Versorgung dieser Bevölkerungsgruppe ist eine Herausforderung für alle daran beteiligten Unternehmen und gleichzeitig eine Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge.

Die Hüttenhospital gGmbH ist seit vielen Jahren auf Geriatrie spezialisiert und mit 164 Betten der größte Geriatrie-Anbieter in der Region. Die Klinikum Dortmund gGmbH ist das größte kommunale Krankenhaus in NRW und betreibt seit 2015 ebenfalls eine Fachklinik für Geriatrie mit 70 Betten. Die Städtische Seniorenheime Dortmund gGmbH (SHDO) ist ein Verbund von acht Seniorenheimen, die sich auf das gesamte Stadtgebiet verteilen und für ca. 1.000 Seniorinnen und Senioren ein umfassendes Angebot an Pflege und Betreuung anbieten.

Die drei Unternehmen sind auch über die Aktivitäten im Geriatrie Verbund Dortmund (GVDo) eng miteinander verbunden. Die Mitglieder im GVDo verfolgen gemeinsam das Ziel, die geriatrische Versorgung in der Region Dortmund durch die aktive Vernetzung unterschiedlichster Versorgungsdienste bestmöglich und zukunftsorientiert auf die Bedürf-nisse der Patienten/innen auszurichten. Beteiligt sind neben den genannten Häusern auch Vertreter der niedergelassenen Ärzteschaft, der stationären Rehabilitation, der kommuna-len Sozial- und Altenarbeit, Seniorenorganisationen und Wohnungsbaugesellschaften.

Mit Blick auf die anstehenden und zukünftigen Herausforderungen sowie auf Basis der im GVDo schon begonnenen Zusammenarbeit haben das Hüttenhospital, das Klinikum Dort-mund und die Seniorenheime Dortmund über einen Zusammenschluss zu einem leis-tungsfähigen Verbund nachgedacht. Mit einem leistungsfähigen Verbund würde zum einen die Versorgung alter und hochaltriger Menschen in der Region Dortmund deutlich gestärkt. Zum anderen verschaffen sich die drei Unternehmen eine gute Ausgangsposition, um sich zukunftssicher und innovativ in der regionalen Versorgung aufzustellen.

Die Geschäftsführer der drei Unternehmen haben erste Kontaktgespräche zur Gestaltung eines solchen Verbunds geführt. Sie haben eine Anfrage für einen möglichen Zusammen-schluss beim Kartellamt gestellt, ob er überhaupt genehmigungsfähig sei.

Strategische Zielsetzung des Verbunds
Eine gesellschaftlich sinnvolle und wirtschaftlich vertretbare Gesundheitsversorgung alter und hochbetagter Menschen lässt sich in Zukunft nur durch intelligent vernetzte Versor-gungsverbünde gewährleisten. Der Sachverständigenrat empfiehlt, die Versorgungsstruk-turen für diese Menschen sektorenübergreifend zu organisieren und in den kommenden Jahren vernetzte Strukturen auf- und auszubauen.

Geriatrischen Einrichtungen und Seni-oreneinrichtungen kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Auch für die Region und die Stadt Dortmund wird eine optimale geriatrische Versorgung nur gelingen, wenn die vorhandenen Ressourcen gebündelt und sinnvoll miteinander vernetzt werden.

Der geplante Verbund der drei Unternehmen könnte für die mit dieser Entwicklung verbundenen Herausforderungen eine Plattform für neue und zeitgemäße Versorgungsmodelle sein.

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