Frei- und Hallenbäder: Rat der Stadt soll über Wiedereröffnung entscheiden

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Ab 19.06.2020 ist der Freibad-Bereich wieder geöffnet. Alle weiteren Bereiche des Bades und die Sauna-Landschaft bleiben bis auf weiteres geschlossen.(Symbolfoto: IN-StadtMagazine)

Nach der aktuellen Erlasslage des Landes dürfen Freibäder seit dem 20. Mai, Hallenbäder seit dem 30. Mai wieder öffnen. Der Badbetrieb ist allerdings an strenge Auflagen geknüpft, deren Umsetzung die Badbetreiber vor hohe Hürden stellt. Der Verwaltungsvorstand möchte den Rat der Stadt in seiner Sitzung am 18. Juni darüber entscheiden lassen, ob die Bäder im Sommer unter diesen Bedingungen wieder an den Start gehen sollen. Der Verwaltungsvorstand schlägt vor, die existenzbedrohenden Verluste der beiden Freibadbetreiber in diesem Fall über einen Sonderzuschuss abzusichern.

Freibäder: Hoher Mehraufwand bei weniger Einnahmen
Die Dortmunder Badbetreiber haben sich seit Wochen intensiv damit auseinandergesetzt, wie ein Betrieb in Corona-Zeiten aussehen könnte.

Die gültigen Abstands- und Hygieneregeln machen es notwendig, die Besucherzahl auf den Frei- und Liegeflächen sowie im Wasser deutlich zu begrenzen. Ein Freibad mit einer Maximalkapazität von z. B. 4.000 Gästen müsste auf ca. 800 bis 1.000 Besucherinnen und Besucher täglich begrenzt werden. In einem 50-Meter-Becken könnten sich zeitgleich maximal 60 bis 80 Personen aufhalten und müssten dabei Abstand halten. Das freibadtypische Planschen und Verweilen im Becken müssten die Aufsichtskräfte verhindern – nur geregeltes Bahnenschwimmen wäre erlaubt.

Um die Zahl der Badegäste zu begrenzen, müsste der Einlass über Online-Tickets organisiert werden. Aufsichtskräfte würden die Einhaltung der Abstande auf den Liegewiesen und Wegen sowie im Wasser kontrollieren. Dazu kommen vielfältige Hygieneauflagen in den Umkleiden, Duschen und Toiletten sowie für den Gastronomiebereich.

Die Sportwelt Dortmund als Betreiber von vier Freibädern und der Verein SV Derne als Betreiber des Freibades Derne haben berechnet, dass der Badbetrieb unter diesen Umständen einen erheblichen Mehraufwand auslöst, u. a. für Online-Kassensysteme, mehr Aufsichtspersonal und zusätzliche Reinigungskosten. Gleichzeitig ist mit stark verminderten Einnahmen zu rechnen.

Hallenbäder sind startklar – zunächst fürs Vereinsschwimmen
Die Hallenbäder der Stadt Dortmund, der Sportwelt gGmbH und der Vereine sind überwiegend startklar für die Wiedereröffnung – nur vereinzelt fehlen noch die Ergebnisse der Wasseruntersuchungen. Die Badbetreiber haben gemeinsam vereinbart, zunächst mit Schwimmzeiten für das leistungsbezogene Vereinstraining zu beginnen, um die neuen Abläufe zu testen.

Auch in den Hallenbädern gelten Abstandsregeln im Wasser, besondere Regeln in den Duschen- und Umkleiden und spezielle Anforderungen an Reinigung und Desinfektion. Sollte der Probebetrieb erfolgreich verlaufen, werden die Hallenbäder auch das öffentliche Schwimmen unter Auflagen freigegeben können. Das Schulschwimmen kann frühestens mit dem neuen Schuljahr – abhängig von der Corona-Lage – wieder starten.

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