Feuerwachen sollen bei Stromausfall „Leuchttürme“ werden

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Auch bei der Feuerwehr sind neue Stellen geplant. (Symbolfoto: IN-StadtMagazine)

In seiner Sitzung vom 02.07.2019 hat der Verwaltungsvorstand die Weiterleitung der Vorlage zum Thema „Leuchtturmbetrieb der Feuer- und Rettungswachen sowie der Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr“ an den Rat beschlossen.

Mit Vorsorge auf Veränderungen eingehen
Das Stromnetz in Deutschland hat eine hohe Ausfallsicherheit. Und trotzdem kann eine Störung der Stromversorgung nicht ausgeschlossen werden und kann jederzeit auftreten. Heutzutage teilen sich viele Stromversorger den Markt und die Übertragungsnetze sind auch deutlich über die Landesgrenzen hinaus eng miteinander verbunden. Diese wachsende Vernetzung der Stromnetze in Europa, verbunden mit einer immer größer werdenden Komplexität des Strommarktes und der Stromerzeuger und der Arten der Stromerzeugung – wie zum Beispiel Wind-, Photovoltaik-, Biogasenergie – macht die Stromnetze aber auch anfälliger. Technisches und menschliches Versagen, Wetterereignisse oder auch mutwillige Angriffe auf die Stromversorgung können die Ursache für großflächige Stromausfälle sein.

In den letzten Jahren gab es bereits hin und wieder Meldungen über entsprechende Vorkommnisse. Sie reichten von zehn Minuten in einzelnen Straßen bis hin zu einer Woche in ganzen Städten. Hierbei kam es in manchen Fällen zum Ausfall des Telefon- und Mobilfunknetzes. Diese Ereignisse sind bislang nicht häufig eingetreten und meistens glimpflich ausgegangen. Dennoch zeigen sie deutlich auf, wo Grenzen und Lücken im System sind und wo Handlungsbedarf besteht. Die unterschiedlichen Zeiträume der Ausfälle und auch die unterschiedlich großen Bereiche und Auswirkungen machen besondere Vorplanungen der Katastrophenschutzbehörden notwendig, um bestmöglich vorbereitet zu sein.

Hilfe erhalten, Notrufe absetzen
Ziel der Stadt Dortmund in einer solchen Situation ist es, möglichst ohne Unterbrechung für ihre Bürgerinnen und Bürger ansprechbar zu sein. Da bei einem Stromausfall auch der Ausfall der Telekommunikation sehr wahrscheinlich ist, wird es notwendig, den Bürgerinnen und Bürgern Ansprechstellen in den betroffenen Bereichen der Stadt zu bieten, an denen sie Hilfe erhalten und Notrufe absetzen können. Hierzu werden im Stadtgebiet so genannte „Leuchttürme“ ausgewiesen, in denen auch bei einem Stromausfall das Licht nicht ausgeht.

Das Dortmunder Konzept sieht vor, dass im Falle eines Stromausfalls die Feuerwachen der Berufsfeuerwehr, die Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr sowie die Rettungswachen zu Anlaufstellen (Leuchttürme) für die Bevölkerung werden.

Die notstromversorgten Feuerwachen, Gerätehäuser und Rettungswachen sorgen für einen kontinuierlichen Betrieb von Feuerwehr und Rettungsdienst in unserer Stadt und schaffen die notwendigen Ansprechstellen für die Bürgerinnen und Bürger. Die Wachen der Berufsfeuerwehr sind bereits mit Notstromaggregaten ausgestattet. Für den Aufbau eines flächendeckenden Leuchtturmbetriebs ist nun die zusätzliche Ausstattung der Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr sowie der Rettungswachen mit Notstromaggregaten und Möglichkeiten zur externen Stromeinspeisung notwendig.

Umsetzung bis 2025
Zur Umsetzung des Konzeptes sollen bis 2025 Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von ca. 930.000 Euro für die Bereitstellung der benötigten Geräte und die bauliche Anpassung der Liegenschaften von Feuerwehr und Rettungsdienst umgesetzt werden.

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