Erste Dortmunder Demenz-Woche

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1. Dortmunder Demenz-Woche (Foto: Roland Goreck)

60 Veranstaltungen rund um den Welt-Alzheimertag
Am 21. September ist Welt-Alzheimertag. Das „Netzwerk Demenz“ in Dortmund
organisiert aus diesem Anlass erstmals die Dortmunder Demenz Woche. Das
Motto lautet: „Menschen mit Demenz in unserer Mitte – die Angebotsvielfalt
kennen, ausprobieren, nutzen“.

Während der Aktionswoche (17. bis 24. September) gibt es im gesamten
Stadtgebiet rund 60 Veranstaltungen rund um Demenz – von Fach-Vorträgen und
Informationscafés für Angehörige über Bewegungsangebote wie Tangotanzen
oder Balancegymnastik bis zu Konzerten und Ausstellungen. Zentrale
inhaltliche Aspekte sind die Vermeidung von Isolation, die soziale und
gesellschaftliche Teilhabe und die Möglichkeiten, im Krankheitsverlauf
vorzubeugen. Im Vordergrund steht die Lebensfreude, die auch Menschen mit
Demenz erleben können – ob beim gemeinsamen Singen bekannter Melodien, beim
Spaziergang in kundiger Umgebung, beim Tanzen oder beim bunten Nachmittag.

Die Woche der Demenz will informieren, aufklären, Betroffenen und
Angehörigen das Spektrum ihrer Möglichkeiten zeigen und Mut machen für neue
Eindrücke und Erlebnisse. Die Veranstaltungen sind auf unterschiedliche
Krankheitsstadien ausgerichtet. Es gibt Angebote für Menschen im frühen
Stadium ebenso wie für Menschen mit mittelschwerer und schwerer Demenz.

Initiatoren sind das Netzwerk Demenz in Kooperation mit der Stadt Dortmund
und dem Demenz-Servicezentrum Dortmund. „Einen Menschen mit Demenz zu
pflegen und zu betreuen, braucht ein gutes Netzwerk aus professionellen und
ehrenamtlichen Hilfen. In Dortmund leistet die Stadt einen wichtigen
Beitrag, gemeinsam mit den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege, privaten
Pflegeanbietern und einer Vielzahl weiterer Initiativen wie der
Alzheimergesellschaft und dem Dortmunder Demenz-Servicezentrum“, sagt
Sozialdezernentin Birgit Zoerner, die die Schirmherrschaft für die 1.
Dortmunder Demenz Woche übernommen hat. „Mit der Aktionswoche wollen wir
öffentlich zeigen, dass es auch mit der Diagnose Demenz den Betroffenen und
ihren Angehörigen möglich ist, in unserer Stadt ein vielschichtiges und
aktives Leben zu führen.“

Auftakt und Abschluss: der Rahmen
Die Aktionswoche startet mit einer Auftaktveranstaltung bereits am 13.
September im Wilhelm-Hansmann-Haus: Prof. Tobias Hartmann vom Deutschen
Institut für Demenzprävention aus Saarbrücken referiert über die
Möglichkeiten der Prävention bei Demenz im Krankheitsverlauf. Detlef Rüsing
vom Dialogzentrum Witten-Herdecke spricht über neue Wege im
gesellschaftlichen Miteinander. Zum Abschluss der Woche findet am Sonntag,
24. September ein ökumenischer Gottesdienst in der St. Suitbertus Kirche
(Annenstraße 16) statt.

Schwerpunkt: Bewegungsangebote
Einen besonderen Schwerpunkt in der Aktionswoche bilden Bewegungsangebote.
Bewegung fördert nicht nur die motorischen Fähigkeiten, sondern stärkt auch
die geistige Beweglichkeit. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass auch
Menschen mit einer mittelschweren Demenz von regelmäßiger Bewegung und
Aktivierung profitieren. Balancegymnastik, Sturzprophylaxe oder
Sitzgymnastik stehen ebenso im Programm wie Tanzen, Qi Gong oder
Boule-Spielen im Freien.

Angebote für Angehörige
Vielfältig ist auch das Programm für pflegende Angehörige. Neben
zahlreichen Informationsveranstaltungen rund um das Krankheitsbild laden
verschiedene Anbieter zu Entspannungs- und Wohlfühlstunden ein. Entspannen
und Kraft sammeln können Angehörige bei Yoga oder Qi Gong; völlig abtauchen
und genießen bei den Angeboten einer Hand- oder Kopfmassage. Zu den meisten
Angeboten gehört eine kostenfreie zeitgleiche Betreuung der an Demenz
erkrankten Menschen.

Öffentlichkeit für Demenz
Der „Demenz Chor“ tritt am 19. September in der U-Bahnstation Stadthaus auf
und bringt das Thema singend in die Öffentlichkeit. In Huckarde startet das
Frauenzentrum am 22. September eine Aktion zum Mitlaufen, Walken, Gehen
oder Rollen: „Demenz bewegt – Jung und Alt bewegen sich für ein Leben mit
Demenz in der Gesellschaft’.

Information und Anmeldung
Das Programm zur Dortmunder Demenz Woche gibt es als Download unter
www.senioren.dortmund.de oder gedruckt in allen Seniorenbüros in den
Stadtbezirken. Die meisten Angebote sind kostenfrei.

Eine Anmeldung zur Auftaktveranstaltung, zu der alle Interessierten
herzlich eingeladen sind, sowie weitere Informationen zur 1. Dortmunder
Demenz Woche erteilt Brigitte Heller, Stadt Dortmund,
Demenz-Servicezentrum, Tel. (0231) 50-2 65 00.

Die Aktionswoche in Zahlen
15
Informationsveranstaltungen zu unterschiedlichen Themen, z.B.
Wissenswertes zum Krankheitsbild, Zahnpflege bei Menschen mit kognitiven
Beeinträchtigungen oder der Fachtag der Caritas Altenhilfe zum Thema
„Menschen mit Demenz und geistiger Behinderung“.

20 Angebote zu Sport und Bewegung: Tanzen, Balancetraining,
Sturzprophylaxe, Yoga und Qi Gong bis hin zum Boule spielen im Freien.

7 Angebote zur Förderung der Sinnesorgane bzw. zur Aktivierung im Alltag,
als Ideeninput für pflegende Angehörige zu Hause.

8 Angebote zur Wellness und Entspannung für pflegende Angehörige, z.B.
tägliche Handmassage im Städtischen Seniorenheim Weiße Taube.

6 Angebote für ein gutes Miteinander wie singen, Spielnachmittag oder eine
geführte Wanderung durch den Rombergpark.

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