Eine Geschichte von Schweiß und Siegertreppchen

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Kleiner Gimmick zwischendurch: Wer möchte, kann aus den magnetischen Elementen selbst einen (möglichst runden) Ball zusammenpuzzlen. (Fotos: IN-StadtMagazine)

Die neue, interaktive DASA-Ausstellung „Fertig? Los!“ befasst sich mit der Historie von Sport und Technik:

Fast am Ende des Rundgangs fällt der Blick auf eine Vitrine mit einem nicht allzu edlen Kaffeeservice. Den Bezug zum Thema „Sport“ erschließt man sich durch den Infotext: Mit nichts als diesem Service entlohnte der DFB vor 30 Jahren seine frischgebackenen Fußball-Europameisterinnen.

Die Tassen und Teller sind vielleicht das kurioseste, aber sicher nicht das einzig unterhaltsame Objekt der neuen DASA-Ausstellung „Fertig? Los!“, die bis April 2020 in Dorstfeld Station macht.

Stattdessen wird „Die Geschichte von Sport und Technik“ mit zahlreichen verblüffenden Fakten, historischen Exponaten und einer guten Portion Interaktivität lebendig nacherzählt. Da ist beispielsweise die 120 Jahre alte Börse für Wettscheine („The Tic Tac“) aus – na klar! – Großbritannien mit einer Art eingebautem Stoppuhrmechanismus gegen Manipulationsversuche.

Sehr beeindruckend auch die ausgeklügelten Gerätschaften, mit denen eine Berliner Firma vor 90 Jahren die Zeiterfassung bei Laufwettbewerben verbesserte. Hochmodern dagegen die 2018 auf den Markt gebrachte Zielkamera mit einer Leistungsfähigkeit von bis zu 30.000 (!) Bildern in der Sekunde – hier kann sich der Besucher nicht nur selbst auf der Ziellinie ablichten lassen, sondern mit ein wenig Spieltrieb ausprobieren, auf welche Art man dem spezialisierten Gerät besonders groteske Bilder entlockt. Im eigentlichen Mitmachbereich können zudem auch die eigene Schlag- und Sprungkraft erprobt und elektronisch erfasst werden.

Was den technischen Aspekt angeht, wird auch die Rolle der Medien im Sport unter die Lupe genommen. Wer wusste beispielsweise, dass die Tischtennisbälle seit dem Jahr 2000 einen größeren Durchmesser haben, um den Sport fernsehtauglicher zu machen? Oder dass Fußbälle aus demselben Grunde zur WM 1970 erstmals in schwarz-weiß produziert und vom Hersteller stolz „Telstar“ getauft wurden?

Zwei Jahre lang bastelte das „Technoseum Mannheim“ an der ursprünglich gar nicht als Wanderausstellung geplanten Schau, die jetzt gewissermaßen erstmals ein Auswärtsspiel absolviert. Ein durchaus überzeugendes und unterhaltsames allerdings, bei dem es für die Gäste viele Gelegenheiten zum Dazulernen, Schauen und Ausprobieren gibt.

Und sollte man den Puls dabei zu sehr in die Höhe getrieben haben, wartet am Ende eine Art „Chill-Out-Area“, bei der man sich im Liegen auf dem Überkopf-Monitor großen Momenten des Sports maximal entspannt widmen kann.

„Fertig? Los!“ ist bis zum 19.4.2020 in Dorstfeld zu sehen und kostet lediglich den normalen DASA-Eintritt.

Wer sich am Schluss des Rundgangs auf dem Siegertreppchen portraitiert und sein Bild bei Instagram unter #FertigLos@dasa_dortmund postet, hat zudem monatlich die Chance auf eine Gratis-Familien-Eintrittskarte.

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