Ein weißer Fleck auf der Recyclingkarte – Seit fast sechs Jahren fehlen in Somborn Papier- und Glascontainer

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Jenseits der Bäume ist die nahe Bahntrasse zu erahnen. Der ehemalige Containerstandort selbst ist mittlerweile echtes, von Unterholz überwuchertes Brachgelände. (Foto: IN-StadtMagazine)

Erst kommt der Reiterhof, dann länger nichts, dann eine Bahnunterführung, dann noch eine. Und im Grunde erst dann fängt Somborn – in Form der Siedlung „Siebenplaneten“ – so richtig an. Wer es ein wenig abgelegen mag, ist hier also nicht verkehrt.

Mit der Infrastruktur wiederum ist das so eine Sache, im vergangenen Jahr etwa verkündete mit Metzgermeister Böckler das letzte Lebensmittelgeschäft seinen Abschied. Was an der Langendreerstraße seit einigen Jahren leider ebenfalls fehlt, sind Altglas- und Altpapiercontainer. Die nämlich wurden seinerzeit, nachdem zunächst Sturm „Ela“ sie unter entwurzelten Büschen und Bäumen begraben hatte, abtransportiert und ohne weitere Erklärung nie wieder an Ort und Stelle platziert. Alles andere als optimal insbesondere für Somborner ohne eigenes Kfz, denn der Ortsteil ist eben ein echter Außenposten Dortmunds.

Eine entsprechende Nachfrage bei der Pressestelle der EDG führte zu der Auskunft, der Eigentümer der betreffenden Fläche habe kein Interesse mehr daran, den alten Status Quo herzustellen. Hierbei handelt es sich um die DB Netz AG, befindet sich das Areal doch unmittelbar jenseits einer der erwähnten Unterführungen.

Interessant allerdings: Ein Sprecher der Bahn konnte die eigene ablehnende Haltung auf Anfrage nicht bestätigen, stattdessen erinnerte sich dort niemand an ein entsprechendes Gesuch der EDG. Aufgegeben worden sei der Standort seinerzeit aufgrund starker Verschmutzung – eine Sicht, die sich (s. o.) allerdings nicht ganz mit jener der Anwohner deckt.

Ihrerseits trat die DB-Pressestelle in Kontakt mit Bezirksbürgermeister Brankamp, der mitteilte, es gebe keine aktuellen Beschwerden oder Anregungen von Bürgern zu dem Thema. Was aber eher zu beweisen scheint, dass es halt nicht jede Sorge aus der Bevölkerung bis in die BV-Sitzung schafft: Gerade bei den älteren Somborner gab es durchaus Unmut darüber, für den Weg zum nächsten Recyclingcontainer auf ein Auto angewiesen zu sein.

Es wäre eine merkwürdige Pointe, sollte der Grund hierfür tatsächlich in mangelhafter Kommunikation der Verantwortlichen liegen.

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