Ein steinernes Nashorn aus Dura für Dortmund

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Fortan wird das Nashorn in der Berswordthalle als "Zeichen der Freundschaft und des Friedens" zu sehen sein. (Fotos: Dortmund-Agentur / Roland Gorecki)

Seit dem Jahr 2017 pflegt die Stadt Dortmund eine projektbezogene Städtepartnerschaft zu der Kommune Dura nahe Hebron in den palästinensischen Autonomiegebieten im Westjordanland. Bei Delegationsbesuchen sind den Gästen aus Dura die geflügelten Nashörner in Dortmund nachhaltig in Erinnerung geblieben, sodass der Beschluss gefasst wurde, ein solches Nashorn aus Stein als Freundschaftsgeschenk nach Dortmund zu entsenden.

Der in einem Steinbruch im Westjordanland gebrochene Steinblock hatte hierbei ein Gewicht von 26 Tonnen. Bearbeitet wurde der sog. „Jerusalem Stone“, eine spezielle Art Kaltsandstein aus dem auch große Teile der Altstadt von Hebron und Jerusalem erbaut sind danach in Dura. Allen Widrigkeiten der Corona-Pandemie zum Trotz wurde das nun nur „noch“ 2,5 Tonnen schwere Rhinozeros gut verpackt auf dem Seeweg nach Hamburg verschifft.

Von dort aus machte sich das Nashorn per LKW auf den Weg nach Dortmund, wo es am 27. Juli auf der Kleppingstraße in Empfang genommen wurde. Bei der Verladung unterstützte die Dortmunder Feuerwehr mit entsprechendem Knowhow und technischem Gerät, sodass das Meisterstück wohlbehalten auf seinem finalen Platz in der Berswordthalle ankommen konnte.

(v. l.) Talal El-Hussein (Vertreter des amtierenden Bürgermeisters von Dura), Stadtdirektor Jörg Stüdemann, Matthias Kozka (Leiter des Büros des Stadtdirektors), Mark Aschemeier (Leiter des Bergungstrupps der Feuerwehr Dortmund), und Klaus Wegener (Präsident der Auslandsgesellschaft NRW)

Dort wurde es vergangene Woche offiziell an die Stadt Dortmund übergeben. Talal El-Hussein als benannter Vertreter des amtierenden Bürgermeisters von Dura, Ahmad Salhoub, übergab das Nashorn im Beisein aller Helfer*innen aus Verwaltung und Feuerwehr, sowie von Klaus Wegener, Präsident der Auslandsgesellschaft NRW und Ehrenbürger Duras an Stadtdirektor Jörg Stüdemann.

Fortan wird das Nashorn in der Berswordthalle als „Zeichen der Freundschaft und des Friedens“ – so sagt es die Inschrift, die auf Arabisch, Englisch und Deutsch verfasst ist – zusammen mit einer kleinen Bilderserie zu seiner Geschichte und zu seinem Transport zu sehen sein.

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