Ein „Heimathafen“ für Neu-Dortmunder: Stadt beantragt zusätzliche Städtebaufördermittel

0
37
Unter dem Motto „Unser Hafen – unsere Zukunft“ lernen die Teilnehmer mit dem "Kulturrucksack" auch den Hafen kennen. (Symbolfoto: IN-StadtMagazine)

An der Speicherstraße 15 im Dortmunder Hafen entsteht derzeit in einem historischen Gebäude das Projekt „Heimathafen“ – ein Integratives Beratungs- und Bildungszentrum. Heute beschloss der Verwaltungsvorstand, dem Rat der Stadt Dortmund die Beantragung zusätzlicher Fördermittel vorzuschlagen, um Kostenerhöhungen auszugleichen. Damit würde die die im Dezember 2016 beschlossene Investitionssumme von 3,7 Mio. Euro auf insgesamt 5,97 Mio. Euro steigen.

Teurer wird das Projekt durch notwendige statische Ertüchtigungen und einen Anbau mit Sanitäranlagen, der für den Betriebsablauf notwendig ist. Außerdem sind die Kosten konjunkturbedingt in allen Gewerken im Hoch- und Tiefbau erheblich gestiegen.

Das Haus Speicherstraße 15 wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als Lagerhaus errichtet. Einst hatte dort ein Fuhrunternehmen mit Pferden und Wagen sein Domizil. Es ist eines der wenigen noch in seiner ursprünglichen Substanz und Gestaltung erhaltenen Gebäude im Hafen. Mit dem „Heimathafen“ entsteht in einer lange leerstehenden Immobilie im Hafenquartier eine zentrale Anlaufstelle für vorhandene Communities und Neuankömmlinge.

Die Dortmunder Nordstadt war und ist das bevorzugte Ziel von Zugewanderten und Flüchtlingen aus der EU und aus Drittstaaten. Viele von ihnen möchten in Dortmund eine neue Heimat finden. Damit ihre Integration gelingen kann, benötigen sie einen Zugang zu sozialen, kulturellen und beruflichen Beratungs- und Bildungsangeboten. Das ganzheitliche, integrative Förderzentrum führt zukünftig verschiedene Beratungs- und Bildungsangebote zusammen und schließt Lücken in der sozialen und gesundheitlichen Versorgung. Ergänzend wird die Begegnung aller Kulturen ermöglicht. Alle Aktivitäten im Zentrum verfolgen gemeinnützige Zwecke und werden von gemeinwohlorientierten Trägern angeboten.

Die Maßnahme wird gefördert aus Mittel der EU, des Bundes und des Landes NRW im Rahmen der Stadterneuerung.

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
500